Wann zahlt die Versicherung bei Blitzschlag?

Österreich Anfang Juli 2017: Schwere Unwetter ziehen über das Land, von sintflutartigem Regen über schwere Hagelfälle und auch tausende Blitze trieben ihr Unwesen. Immer häufiger kommt es aufgrund der Wetterextreme zu schweren Gewittern. Neben Überschwemmungen und Hagel können auch Blitzschläge extrem gefährlich und zerstörerisch sein. Bei durchschnittlich 170.000 Blitzeinschlägen pro Jahr ist es auch gar nicht so unwahrscheinlich, dass das eigene Zuhause betroffen ist. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihr Haus schützen können und worauf Sie bei der Eigenheim- bzw. Haushaltsversicherung achten sollten, damit Sie im Falle eines Blitzschlages abgesichert sind.

Blitze können jedes brennbare Material in ihrer Nähe entzünden und auch im Haus befindliche Elektrogeräte zerstören. Versicherungen unterscheiden zwischen direkten und indirekten Blitzschlägen.

Direkter Blitzschlag

Ein direkter Blitzschlag liegt vor, wenn sich der Blitz an einem Objekt entlädt, also unmittelbar in einen versicherten Gegenstand einschlägt. Dadurch kann innerhalb von Sekunden ein Brand ausgelöst werden. Der Blitz kann aber auch ohne zu zünden erheblichen Schaden anrichten. Durch die hohe Spannung, die durch einen Blitzschlag entsteht, können Drähte schmelzen oder elektronische Geräte zerstört oder schwer beschädigt werden.

Indirekter Blitzschlag

Ein indirekter Blitzschlag liegt hingegen vor, wenn es infolge eines Blitzschlages in der Nähe des versicherten Grundstücks zu einer Überspannung im Stromnetz kommt und dadurch elektrische Geräte oder Leitungen beschädigt werden. Der Unterschied liegt also darin, dass der Blitz sich hier nicht am Versicherungsobjekt entlädt, sondern unter Umständen auch bis zu mehrere Kilometer davon entfernt.

Während der direkte Blitzschlag in den gängigen Haushaltsversicherungen gedeckt ist, ist der indirekte Blitzschlag oft nicht enthalten. Versicherungsunternehmen bieten jedoch Zusatzpakete an, um auch den indirekten Blitzschlag versichern zu lassen.

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Blitzschutz-Tipps

Um dem schlimmsten Fall entgegenzuwirken, können verschiedene Vorkehrungen getroffen werden. Die einfachste Möglichkeit, seine Geräte vor Überspannung zu schützen, ist simpel, aber effektiv: Stecken Sie alle elektronischen Geräte ab, sobald das Gewitter beginnt. Ist die Stromverbindung unterbrochen, kann auch kein Schaden durch Überspannung entstehen.

Geräte, die auf eine Stromverbindung angewiesen sind, kann man durch spezielle Überspannungsstecker schützen. Diese Stecker kann man in jedem Elektronikfachmarkt kaufen – sie werden einfach in die Steckdose gesteckt und schützen das angeschlossene Gerät vor Überspannung. In großen Mietshäusern sind Überspannungsschutzgeräte manchmal schon in der Verteileranlage eingebaut. Die Zwischenstecker dienen hier dann als zusätzlicher Schutz.

Schutz für das Gebäude selbst bietet ein Blitzableiter. Der Blitz wird vom Blitzableiter erfasst und über metallische Leiter in die Erde geleitet. So kann ein Blitz in ein Gebäude einschlagen, ohne Schäden zu verursachen. Einen Einschlag in die Anlage merkt man im Idealfall nicht, erst bei einer Wartung wird festgestellt, ob das System aktiv wurde.

 

Kommentare oder persönliche Erfahrungen zum Thema Blitzschlag oder Blitzschutz sind herzlich willkommen!

Weiterführende Links:

Blitzschutzanlage – innerer und äußerer Blitzschutz

Unwetter – was tun, damit die Versicherung zahlt

Michael
Michael ist Mitglied des LAMIE Teams und Blogging-Pragmatiker. Sein Spezialgebiet sind Versicherungen rund um’s Wohnen. Die wichtigen Informationen rund um die Eigenheimversicherung, Haushaltsversicherung und Haftpflichtversicherung möchte er so einfach wie möglich darstellen und versteckte Ausnahmeregelungen aufzeigen. Für Anregungen, Wünsche oder detaillierte Fragen erreichen Sie Michael unter blog@lamie-direkt.at