Vor dem Urlaub-Checklist: Das Zuhause „urlaubssicher“ machen

Das Gefühl kennt wohl jeder – die Koffer sind gepackt und man will am liebsten so schnell wie möglich einen großen Abstand zwischen sich und der gewohnten Umgebung lassen. Ab in den Urlaub! So groß dieses Verlangen auch ist, sollte man dennoch nicht alles, nach dem Motto „hinter mir die Sintflut“, stehen und liegen lassen. Ein paar Vorkehrungen sind zu treffen um das Zuhause während der Abwesenheit vor Einbrüchen oder Schäden zu schützen oder zumindest die Gefahr zu verringern. Denn genauso gerne wie man wegfährt, kommt man ja bekanntlich auch wieder nach Hause. Hier unsere Checklist für Ihr Zuhause:

1. Briefkasten leeren bzw. leeren lassen

Ein überfüllter Briefkasten ist ein deutliches Signal, dass die Bewohner nicht Zuhause sind. Leeren Sie ihn vor der Abreise unbedingt nochmal und beauftragen Sie bei längerer Abwesenheit eine Vertrauensperson, regelmäßig Ihre Post zu holen. Es gibt auch die Möglichkeit, sich bei der Post ein Urlaubsfach einzurichten – dort werden sämtliche Briefe während Ihrer Abwesenheit gelagert.

2. Hauptwasserhahn abdrehen

Wer einen genauen Blick in seine Haushalts- oder Eigenheimversicherungspolizze wirft, wird häufig auf die so genannte 72-Stunden-Klausel stoßen. Sie besagt, dass die Hauptwasserleitung abzudrehen ist, wenn das versicherte Gebäude oder die Wohnung länger als drei Tage unbewohnt ist. Ansonsten kann die Versicherung bei einem Wasserschaden die Leistung verweigern. Diese Regelung ist den meisten nicht bekannt, jedoch ist sie sehr üblich im Versicherungsbereich.

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3. Wasser für die Blumen

Wenn Sie jemanden haben, der mindestens alle 72 Stunden nach dem Rechten sieht und die Blumen im Haus oder im Garten spritzt oder die Katze füttert, können Sie den Wasserhahn auch aufgedreht lassen. Oft ist das auch nötig, wenn man beispielsweise eine automatische Sprinkleranlage hat. Sicherheitshalber sollten Sie dies aber noch vorher mit Ihrer Versicherung absprechen.

4. Jalousien runter oder rauf?

Der beste Schutz vor Sommergewittern mit Hagel und Sturm sind heruntergelassene Außen-Jalousien, Fenster- oder Rollläden. Allerdings sind sie auch eine schöne Einladung an Einbrecher, da sie einem den Eindruck vermitteln, dass niemand Zuhause ist – vor allem tagsüber. Auch hier wäre die Hilfe von Nachbarn, Freunden oder der Familie ratsam, indem sie ab und zu die Jalousien rauf- und runterziehen.

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5. Garten und Balkon vor Unwetter schützen

Sichern Sie sämtliche beweglichen Gegenstände auf Balkon, Terrasse und Garten um potentiellen Schadenquellen bei einem Unwetter zu vermeiden. Dies besagt auch die Schadenminderungspflicht der Versicherung – unter Umständen kann diese dann bei Nichteinhaltung (grobe Fahrlässigkeit) den Schaden ablehnen. Im LAMIE Versicherungsblog verraten wir Ihnen auch, was Sie tun müssen, damit die Versicherung bei einem Unwetter im Falle eines Schadens an Haus, Auto oder an einer Person zahlt.

6. Elektronische Geräte abstecken

Um elektronische Geräte vor direkten bzw. indirekten Blitzschäden zu schützen, sollten Sie alle Stecker rausziehen bevor Sie abreisen. Ein indirekter Blitzschlag liegt vor, wenn es infolge eines Blitzschlages in der Nähe des versicherten Grundstücks zu einer Überspannung im Stromnetz kommt und dadurch elektrische Geräte oder Leitungen beschädigt werden. Das kann auch passieren, wenn sich der Blitz mehrere Kilometer von Ihrem Zuhause entlädt. Während der direkte Blitzschlag in den gängigen Haushaltsversicherungen gedeckt ist, ist der indirekte Blitzschlag oft nicht enthalten.

Bei der LAMIE Premium Eigenheim- und Haushaltsversicherung ist der indirekte Blitzschlag mitversichert!

7. ALLES absperren

Dass man alle Türen und Fenster verschließt, wenn man in den Urlaub fährt, sagt einem schon der Hausverstand. Dennoch wird es in der Hektik oft vergessen. Gekippte Fenster, welche zudem leicht erreichbar sind, können bei einem Einbruch von der Versicherung als grob fahrlässige Obliegenheitsverletzung gesehen werden und die Versicherungsleistung bleibt dann meist aus. Von Seiten der Höchstgerichte heißt es in solchen Fällen, dass ein gekipptes Fenster „die Gefahr eines Einbruchdiebstahls erheblich steigert“. Ebenso reicht es nicht, Türen nur zuzuziehen. Der Schlüssel muss schon mindestens einmal umgedreht werden.

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Wer auf Nummer sicher gehen will, schließt „grobe Fahrlässigkeit“ in den Versicherungsvertrag mit ein. In der LAMIE Haushaltsversicherung ist grobe Fahrlässigkeit automatisch versichert.

8. NO-GOs in Sachen Einbruchschutz beachten

Ein guter Lesetipp für alle Urlauber ist auch unser Artikel zum Thema NO-GOs in Sachen Einbruchschutz. Dort sind weitere einfache Maßnahmen genannt, um das Einbruchrisiko während der Abwesenheit zu verringern.

Auch wenn das meiste Budget in die Urlaubskasse fließt, empfehlen wir in Sicherheitstüren (ÖNORM B5338, ab Widerstandsklasse 3), zusätzliche Fenstersicherung (besonders für Kellerfenster!) oder eine Alarmanlage zu investieren. Ein geübter Einbrecher braucht weniger als 15 Sekunden, um sich über ein normales Fenster oder eine normale Tür Eintritt zu verschaffen. Die Erfahrung zeigt, dass 60% der Täter nicht in alarmgesicherte Häuser einbrechen.

Ein weiterer Lesetipp zum Schluss: Prüfen Sie vorher unbedingt, welche Versicherungen für Ihren Urlaub relevant sind.

Alexandra
Alexandra bloggt für den LAMIE Versicherungsblog über allgemeine Versicherungsthemen und Tipps. Außerdem erstellt sie leidenschaftlich gerne Checklisten. Wie alle Mitglieder des LAMIE Teams, möchte sie schwierige Versicherungsfragen auf einfache Weise darstellen. Für Anregungen, Wünsche oder detaillierte Fragen erreichen Sie Alexandra unter blog@lamie-direkt.at