8 einfache Tipps gegen Fahrraddiebstahl

Fahrraddiebstahl mussten schon viele am eigenen Leib erfahren. Mal kurz das Bike vor einem Geschäft abgestellt und kaum ist man zurück, bleibt einem nur ein aufgebrochenes Schloss. Jährlich werden in Österreich um die 20.000-25.000 (22.568 im Jahr 2018) Fahrräder gestohlen, davon wird nur ein Bruchteil aufgeklärt. Besonders E-Bikes werden immer mehr zu Objekten der diebischen Begierde. Doch eigentlich gibt es recht einfache Mittel, das Risiko des Diebstahls zu mindern und die Chance, Gerät im Falle des Falles zurückzubekommen, zu erhöhen. Wir haben ein paar Tipps zusammengetragen, auf die Sie in Zukunft besser achten können.

1. Nicht beim Fahrradschloss sparen

Das klingt ja vielleicht abgedroschen und man mag denken, dass wenn jemand das Fahrrad stehlen will, dies auch bei einem teuren Schloss schafft. Fakt ist jedoch, dass für das Aufbrechen von robusten Panzerkabel-, Ketten- und Bügelschlössern wesentlich mehr Zeit- und Materialaufwand nötig ist. Auch wenn dadurch kein hundertprozentiger Schutz gegeben ist, verringert das doch das Risiko, da für einen Dieb schon wenige Sekunden ausschlaggebend sind. Weniger sicher sind Spiralkabel-, Rahmen- oder einfache Nummernschlösser.

2. Feste Absperrplätze oder Geländer benutzen

Nicht nur das Schloss selbst, sondern auch wie es angewendet wird, ist entscheidend. Befestigen sie das Fahrrad unbedingt an einem fixen Gegenstand. Wer das Fahrrad nur zwischen Rahmen und Reifen versperrt, erzielt zwar eine Art Wegfahrsperre, es kann jedoch immer noch ohne großen Aufwand gestohlen werden. Der Dieb kann das Schloss dann Zuhause in Ruhe aufbrechen.

3. Direkt am Rahmen absperren

Das Rad ist schnell abmontiert, weshalb man den Drahtesel nicht nur am Reifen absperren sollte. Das Schloss sollte dabei auch nicht am Boden liegen, denn so kann es mit Hammer und Meißel leicht geknackt werden.
 
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4. Sicherheitsschrauben verwenden

Sattel und Vorderrad sind häufig nur mit einem Schnellspanner montiert. Mit Sicherheitsschrauben senken Sie das Risiko, dass Ihr Fahrrad auseinander genommen wird.

5. Dokumentation ist alles

Heben Sie sich unbedingt Kaufbeleg und Fotos vom Fahrrad auf. Das sind bei Diebstahl wichtige Hinweise für die Polizei und Belege für etwaige Versicherungen. Das BMI stellt hierfür auch einen Fahrradpass zur Verfügung, der ebenso als Eigentumsnachweis gilt. Je genauer die Angaben für die Polizei, desto höher ist die Chance, das geliebte Bike wiederzusehen.

6. Fahrrad registrieren

Es gibt die Möglichkeit, das Rad in einer EU-weiten Datenbank zu registrieren. Das erhöht die Chance, es bei Diebstahl wieder zurückzubekommen, da Polizei, Fundbüro oder andere Partner das System für Suchanfragen nutzen. Somit können gefundene, registrierte Räder dem rechtmäßigen Besitzer zugeordnet werden.

7. Auch Zuhause richtig abstellen

Die meisten Haushaltsversicherungen bieten einen Deckungsbaustein für Einbruchdiebstahl, welcher oft auch Fahrräder miteinschließt. Die Haushaltsversicherung zahlt bei Fahrraddiebstahl Zuhause, wenn das Bike entweder drinnen in der abgeschlossenen Wohnung oder in einem abgesperrten Kellerabteil abgestellt wurde. Diebstahl aus einem allgemeinen Gebäudeteil (z.B. Gang, Keller oder Hof) ist nur dann versichert, wenn es mit einem Schloss gesichert wurde. Ungesichert herumstehende Fahrräder oder Fährräder außerhalb des Grundstücks sind nicht gedeckt.
Also am besten drinnen und abgesperrt oder in abgesperrten Räumen (Kellerabteilen) abstellen, damit die Versicherung zahlt.
 
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8. An belebten und hellen Orten abstellen

Sind Sie mit dem Bike unterwegs, dann stellen Sie es nicht in einer dunklen und abgeschiedenen Ecke ab, denn das wäre der perfekte Rückzugsort für diebische Hände. Wenn Sie das Fahrrad regelmäßig am gleichen Ort abstellen (z.B. vor der Arbeit), dann variieren Sie auch die Abstellplätze, da es ansonsten den Eindruck wecken könnte, dass das Gerät herrenlos ist.

In diesem Video haben wir alle Tipps gegen Fahrraddiebstahl noch einmal zusammengefasst:
 

Alexandra
Alexandra bloggt für den LAMIE Versicherungsblog über allgemeine Versicherungsthemen und Tipps. Außerdem erstellt sie leidenschaftlich gerne Checklisten. Wie alle Mitglieder des LAMIE Teams, möchte sie schwierige Versicherungsfragen auf einfache Weise darstellen. Für Anregungen, Wünsche oder detaillierte Fragen erreichen Sie Alexandra unter blog@lamie-direkt.at