8 Tipps gegen lästige Schäden im Haushalt

Waschmaschine ausgelaufen, ein verstopfter Abfluss oder eine Insekteninvasion – hin und wieder passieren im eigenen Zuhause Schäden, die im Alltag sehr störend sind und erhebliche Unannehmlichkeiten verursachen. Und dann oft sogar zu einem Zeitpunkt, wo man es so gar nicht brauchen kann. Meist kann man diese Schäden aber mit einfachen Mitteln vorbeugen, verhindern oder beseitigen. Wir haben die wichtigsten Tipps dazu für Sie zusammengefasst.  

1. Schimmel vermeiden

Schimmel in der Wohnung sieht nicht nur hässlich aus, sondern ist auch furchtbar ungesund. Durch schlechtes Lüften, Wäsche aufhängen in der Wohnung oder einen früheren Wasserschaden bildet sich der schwarze Schmutzfilm sehr schnell, vor allem am Fenster in den Fugen, in den Ecken an der Wand sowie im Badezimmer.
Hier ist das richtige Lüften das A und O. Eine hohe Luftfeuchtigkeit und ausgekühlte Wände können Schimmelbildung unterstützen. Sorgen Sie also durch Stoßlüften mit weit geöffneten Fenstern für einen möglichst schnellen Luftaustausch. Bei gekippten Fenstern hingegen kommt nur wenig frische Luft herein und gleichzeitig kühlen die Wände stark ab.
Wenn Sie die Luft schön trocken halten und es trotz ausreichender Lüftung zur Schimmelbildung kommt, liegt es wohl an der Beschaffenheit des Wohnhauses. Wenden Sie sich an Ihren Vermieter oder lassen Sie das von Profis prüfen.

LAMIE Versicherungstipp: Schimmelbildung wird von der Haushaltsversicherung nicht übernommen, es sei denn, er ist die Folge eines versicherten Leitungswasserschadens (gilt dann als Folgeschaden und wird meist bezahlt).

2. Waschmaschine oder Geschirrspüler nicht unbeaufsichtigt laufen lassen

Eine häufige Alltagssituation: Vor dem Verlassen der Wohnung noch schnell die Waschmaschine eingeschalten, aufgehängt wird die Wäsche dann am Abend. Das spart Zeit und ist praktisch.
Fakt ist aber, sollte ein Schlauch platzen oder das gute Gerät sonst irgendwie seinen Dienst versagen, steht die Wohnung möglicherweise im Nu unter Wasser. Wenn man nicht zuhause ist, wenn das passiert, kann man auch nicht sofort reagieren und den Wasserschaden eindämmen oder sogar verhindern.
Ein weiterer Nachteil: Für viele Versicherungen besteht hier Aufsichtspflicht (trotz Aqua-Stop-Funktion), damit der Schaden im Falle des Falles auch gezahlt wird. Tut man dies nicht, wird dies oft als grob fahrlässig eingestuft und die Leistung kann verweigert werden.
 
Wasserschaden Waschmaschine
 
LAMIE Versicherungstipp: Es gibt die Möglichkeit „grobe Fahrlässigkeit“ in der Haushaltsversicherung mitzuversichern.

Unsere Tipps für die Spül- und Waschmaschine:

  • Nie ohne Aufsicht laufen lassen
  • Nach Beendigung des Waschvorgangs den Wasserzulauf sperren (sicher ist sicher)
  • Wasserhahn, Schlauch und Dichtungen regelmäßig kontrollieren und rechtzeitig austauschen
  • Sollte das Wasser während des Waschens schon auslaufen, sofort den Wasserhahn zudrehen und die Flüssigkeit aufwischen.

3. Elektrische Geräte vor Überspannung schützen

Kommt es bei einem Gewitter in der Nähe Ihres Wohnhauses zu einem Blitzeinschlag, kann es zu einer Überspannung im Stromnetz kommen, was wiederum elektrische Geräte oder Leitungen beschädigen kann. Die einfachste Möglichkeit, seine Geräte vor Überspannung zu schützen, ist simpel, aber effektiv: Stecken Sie alle elektronischen Geräte ab, sobald das Gewitter beginnt. Weil das in der Praxis aber nicht immer so gut umsetzbar ist – zum Beispiel wenn gerade die Lieblingsserie läuft – können Sie Ihre Geräte auch durch spezielle Überspannungsstecker schützen. Die gibt es in jedem Elektrofachmarkt.

LAMIE Versicherungstipp: Während der direkte Blitzschlag in den gängigen Haushaltsversicherungen gedeckt ist, ist dies beim indirekten Blitzschlag nicht unbedingt der Fall. Versicherungsunternehmen bieten jedoch Zusatzpakete an, um auch den indirekten Blitzschlag versichern zu lassen. Bei der LAMIE Premium Eigenheim- und Haushaltsversicherung ist der indirekte Blitzschlag mitversichert!

4. Verstopfter Abfluss

Werden Toiletten und Abflüsse zunehmend als Müllschlucker missbraucht, kommt es früher oder später zu einer Verstopfung. Hier appellieren wir an den gemütlichen Schweinehund, der uns allen innewohnt und uns dazu bringt, die Reste vom Abendessen mal schnell im Klo zu entsorgen. Weitere Fremdkörper, die häufig unsachgemäß über Toilette und Abfluss entsorgt werden, sind Katzenstreu, Damenhygiene-Artikel, Speisefett, Wattestäbchen, Hygienetücher und Speisefett. Und auch für Haare gibt es so ein kleines praktisches Sieb für den Abschluss.
Tun Sie also Ihnen selbst und der Umwelt einen Gefallen und werfen Sie diese Dinge lieber in den Hausmüll. Giftige Rohreiniger adé!
 
Badezimmer verstopfter Abfluss
 
In der Regel ist die Beseitigung von Verstopfungen von Ihrer Haushaltsversicherung nicht abgedeckt. Als Eigentümer einer Wohnung oder eines Hauses können Sie sich hierzu mit einer Gebäudeversicherung absichern. Falls Sie Mieter sind, fragen Sie bei Ihrem Vermieter nach, ob Verstopfungen von seiner Gebäudeversicherung umfasst sind.

5. Kratzer im Boden

Leichte Kratzer und Verfärbungen am schönen Parkett sind zwar lästig, müssen beim Auszug vom Mieter allerdings nicht repariert werden, da es hierbei um Abnützungserscheinungen handelt.  Solche Spuren können aber mit einfachen Hausmitteln oder Reparatursets vom Baumarkt ausgebessert werden.

6. Schäden am Induktionsherd oder Ceranfeld

Das kennen Sie sicher auch: Kurz einmal nicht aufgepasst und schon ist die Milch übergekocht und eine unangenehm riechende braune Kruste brennt sich schön in den eben geputzten Herd hinein. Je nachdem wie schnell man reagiert, ist der Fleck mehr oder weniger schwer zu entfernen. Ein absolutes No-Go für das empfindliche Kochfeld sind Scheuermilch, Metallschwämmchen oder irgendwelche spitzen Gegenstände. Will das Eingebrannte auch mit gängigen Reinigungsmitteln so gar nicht weg, dann gibt es Spezialreiniger und einen speziellen Ceranfeld Schaber.
 
Schäden Induktionsfeld, Schäden am Herd Versicherung
 
LAMIE Versicherungstipp: Achten Sie darauf, Glaskeramik und Induktionskochfelder in Ihrer Haushaltsversicherung mitzuversichern.

7. Ungeziefer

Obstmücken, Milben, Motten und der absolute Horror: Kakerlaken in der eigenen Wohnung – findet man sowas in den eigenen vier Wänden, kommt man erst einmal nicht mehr so gerne nach Hause. Noch dazu ist es meist eine ganz schöne Tortur, diese Viecher wieder loszuwerden. Die einen machen sich in den Lebensmitteln breit, die anderen ruinieren Klamotten oder sonstige Textilien. Manche übertragen zusätzlich noch Krankheiten.

Doch was kann man dagegen tun? Einfach mit dem Staubsauger aufsaugen? So einfach ist es leider meistens nicht bzw. kommt dies natürlich auf die Stärke des Befalls an. Während man Lebensmittelmotten und Fliegen recht einfach los wird, indem man die befallene Nahrung entsorgt und alles schön reinigt, kommt man gegen andere Viecher nur mit speziellen Mitteln an. Außerdem verrät einem Dr. Google gegen Silberfische, Hausstaubmilben & Co diverse Hausmittelchen.

Den Kampf gegen Wanzen, Schaben und Kakerlaken sollten Sie aber unbedingt dem Profi überlassen, denn diese leben meist gut versteckt und in großen Gruppen.

Bei starkem Schädlingsbefall sollten Sie dies umgehend dem Vermieter melden. Ist die Wohnung ohne Verschulden des Mieters so stark befallen, dass sie zum Gebrauch untauglich ist, kann man das Mietverhältnis sogar vorzeitig beenden.

8. Heizungsausfall vorbeugen und Therme warten lassen

Grundsätzlich gilt: Können Sie die Wohnung aufgrund nicht durchgeführter Erhaltungsarbeiten des Vermieters nicht oder nur eingeschränkt nutzen, steht dem Mieter das Recht auf Mietzinsminderung zu. Dazu gehört vor allem auch eine defekte Heizungsanlage.
 
Heizungsausfall
 
Seit der Wohnrechtsnovelle 2015 muss der Vermieter defekte Heizthermen, Elektroboiler oder sonstige Wärmebereitungsgeräte reparieren oder ersetzen lassen, wenn sie laut Mietvertrag zur Grundausstattung der Wohnung gehört. Die Wartung ist allerdings Aufgabe des Mieters. Schauen Sie also am besten gleich nach, wann die letzte Routineprüfung stattgefunden hat. Eine Überprüfung vermindert nicht nur einen Schaden, sondern kann auch überlebenswichtig sein und ist sogar gesetzlich vorgeschrieben. Normalerweise informieren Energieanbieter Vermieter, wenn die Überprüfung fällig ist.

Alexandra
Alexandra bloggt für den LAMIE Versicherungsblog über allgemeine Versicherungsthemen und Tipps. Außerdem erstellt sie leidenschaftlich gerne Checklisten. Wie alle Mitglieder des LAMIE Teams, möchte sie schwierige Versicherungsfragen auf einfache Weise darstellen. Für Anregungen, Wünsche oder detaillierte Fragen erreichen Sie Alexandra unter blog@lamie-direkt.at