6 hilfreiche Tipps für einen sicheren Herbst rund um Wohnung und Auto

Sobald sich der Altweibersommer verabschiedet, lässt uns der Herbst meist prompt seine Anwesenheit spüren. Alleine die veränderten Wetterverhältnisse bringen verschiedenste Gefahren mit sich, auf die man sich jährlich wieder von neuem einstellen muss. Damit Sie sicher durch den Herbst kommen, haben wir eine Liste mit den wichtigsten To-Dos und Versicherungstipps für Sie zusammengestellt.

Wohnen

1. Dämmerungszeit ist Einbruchszeit

Diebe nutzen die frühe Abenddämmerung um in Häuser / Wohnungen einzubrechen, da viele Menschen zu dieser Zeit noch nicht zu Hause sind. Laut Kriminalstatistik der Polizei stieg die Zahl der Einbrüche in den Herbst- und Wintermonaten 2015 um etwa 50% an.

Einfache Tipps zum Einbruchsschutz speziell in der Dämmerungszeit sind unter anderem:

  • Verwenden Sie Zeitschaltuhren und beleuchten Sie Kellerabgänge.
  • Bringen Sie Bewegungsmelder an.
  • Installieren Sie eine möglichst lückenlose Außenbeleuchtung.
  • Überprüfen Sie typische Einbruchsschwachstellen.

LAMIE-TIPP Worauf Sie achten müssen, damit die Haushaltsversicherung bei einem Einbruch zahlt, finden Sie in unserem Blogbeitrag zum Thema Einbruchdiebstahl.

2. Laub räumen

Laut § 93 StVO sind Hausbesitzer dazu verpflichtet, an die eigene Liegenschaft angrenzende, öffentliche Gehwege, Gehsteige und Stiegen zu räumen. Obwohl diese Bestimmungen meistens nur mit den klassischen „Schneeräum- und Streupflichten“ im Winter in Verbindung gebracht werden, fällt auch die Laubbeseitigung unter diese Verpflichtung und zwar dann, wenn z.B. nasses Laub die Sicherheit der Fußgänger gefährdet. Wohnungsmieter aufgepasst – Hausbesitzer können die Pflicht zum Räumen des Bürgersteigs an ihre Mieter übertragen. Dann haften diese, wenn etwa ein Fußgänger vor dem Haus ausrutscht und sich verletzt.

Achtung: Das Laub vom Gehsteig auf die Straße zu kehren ist verboten, wenn dadurch die Verkehrssicherheit gefährdet ist (§ 92 StVO).

LAMIE-TIPP Vergessen Sie auch nicht, private Gehwege auf Ihrem Grundstück zu räumen. Als Wegehalter haften Sie dafür, dass Gehwege gefahrlos von berechtigten Personen benutzt werden können.

 

Autofahren

3. Laub und Aquaplaning

Frühnebel, Regenschauer und Wind – an das grausige Herbstwetter muss man sich auch als Autofahrer erst einmal wieder gewöhnen. Herumliegendes Laub oder starke Regenfälle im Herbst können auf manchen Straßen schon einmal für eine ordentliche Rutschpartie sorgen. Auf nassen Straßen und bei schlechten Sichtverhältnissen ist also höchste Vorsicht geboten. Halten Sie Abstand und rechnen Sie mit einem längeren Bremsweg!

LAMIE-TIPP Sie denken aufgrund Ihrer Kaskoversicherung ist das alles kein Problem? Wiegen Sie sich nicht in falscher Sicherheit. Bei Unfallschäden am eigenen Auto, die Sie selbst fahrlässig verursacht haben, weil Sie z.B. die Geschwindigkeit trotz starkem Regen nicht ausreichend reduziert haben, ist die Kaskoversicherung nicht verpflichtet den Schaden zu bezahlen. Manche Versicherungen bieten aber den Schutz bei grober Fahrlässigkeit gegen einen Aufpreis an. Prüfen Sie Ihren Versicherungsvertrag!

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4. Wildwechsel

Im Herbst müssen Autofahrer mit verstärktem Wildwechsel zur Morgen- und Abenddämmerung rechnen – vor allem in ländlichen Gebieten.

Achtung: Wer wegen eines Tieres bremst, riskiert ein Mitverschulden bei einem Auffahrunfall. Mitverschulden heißt, dass Sie dann einen Teil des Schadens selbst tragen bzw. dem Auffahrenden einen Teil dessen Schadens ersetzen müssen. Ob das Bremsmanöver gerechtfertigt ist und es damit nicht zu einem Mitverschulden Ihrerseits kommt, hängt von der Größe des Tieres ab. Je größer das Tier, desto eher rechtfertigt die Selbst- und Sachgefährdung eine Vollbremsung; so etwa bei Reh, Hirsch und großen Hunden; nicht aber etwa bei Igel, Hasen und Katzen.

LAMIE-TIPP Wenn man „Bambi“ nicht mehr ausweichen kann, bezahlt die Kaskoversicherung die Schäden am eigenen Auto. Der Wildschaden muss allerdings unverzüglich bei der Polizei angezeigt werden.

5. Steinschlag

Sobald die Straßenverhältnisse im Herbst schlechter werden, mehrt sich auch der Rollsplit auf der Fahrbahn. Dann kann es schon einmal passieren, dass ein Kieselstein vom Reifen eines Fahrzeuges erfasst und an die Windschutzscheibe des dahinter fahrenden Wagens geschleudert wird.

LAMIE-TIPP Die Kaskoversicherung übernimmt Schäden an Windschutzscheiben aufgrund von Steinschlag. Ohne Kaskoversicherung kann man Schadenersatz aus der KFZ-Haftpflichtversicherung des Vordermanns nur dann fordern, wenn dieser auf dem Straßenbankett fährt oder bei schlechten Fahrbahnverhältnissen mit überhöhter Geschwindigkeit gefahren ist.

6. Reifenwechsel

In Österreich gilt die Winterreifenpflicht von 1. November bis 15. April bei winterlichen Fahrverhältnissen (Schnee, Matsch oder Eis). Für mehr Sicherheit bei schlechten Straßenverhältnissen und kälteren Temperaturen (weniger als 7°C) ist es ratsam, eventuell schon vorher auf Winterreifen umzurüsten. Denn die höhere Profiltiefe der Winterreifen (mind. 4 mm) und die weichere Gummimischung sorgt für bessere Bodenhaftung.

Mehr Infos zur Winterreifenpflicht in Europa finden Sie hier.

 

Starke Regenfälle, Hagel und Stürme sind auch im Herbst keine Seltenheit. In unserem Blogbeitrag zum Thema Unwetter erfahren Sie, woran Sie denken müssen, damit die Versicherung bei einem Schaden zahlt.

Kennen Sie noch eine typische Gefahr im Herbst, die wir hier nicht erwähnt haben? Dann schreiben Sie uns doch einfach einen Kommentar.

Alexandra
Alexandra bloggt für den LAMIE Versicherungsblog über allgemeine Versicherungsthemen und Tipps. Außerdem erstellt sie leidenschaftlich gerne Checklisten. Wie alle Mitglieder des LAMIE Teams, möchte sie schwierige Versicherungsfragen auf einfache Weise darstellen. Für Anregungen, Wünsche oder detaillierte Fragen erreichen Sie Alexandra unter blog@lamie-direkt.at