Haustier Schaden: Was deckt die Versicherung?

Es gibt wohl keinen Haustierbesitzer, dessen Liebling zuhause nicht schon einmal was angestellt hat. Kaputtes Geschirr, halb aufgegessene Schuhe oder ruinierte Fußböden – so gern wir sie haben, so groß kann der Ärger manchmal sein. Noch blöder ist die Situation, wenn der Vierbeiner, jemand anderem einen Schaden verursacht – ob nun körperlich oder rein materiell. Doch kommen dafür eigentlich Versicherungen auf und wenn ja welche? Wir klären auf. 

Haustier-Schäden an Einrichtung und Möbeln

Wenn die Katze die neue Ledercouch als Kratzbaum benutzt oder der Wauwau Gefallen am neuen Smartphone findet, geht man bei der Haushaltsversicherung leider leer aus. Schäden durch Kauen, Kratzen, Reißen oder Verunreinigung sind Eigenschäden, für die man selbst verantwortlich ist und kein versichertes Risiko.

Jetzt könnte man denken, ja gut, aber größere Schäden sind gedeckt wie zum Beispiel ein Brand oder eine Wohnungsüberflutung ausgelöst durch das Haustier. Leider nein. Eine handelsübliche Haushaltsversicherung deckt Risiken wie bestimmungswidriges Austreten von Wasser aus Rohren oder sanitären Anlagen und Ähnliches ab. Dabei kommt es auf die Verwirklichung der versicherten Gefahr an. Dreht die Katze den Wasserhahn auf, gehört das nicht dazu.

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Bei der LAMIE direkt Premium Haushaltsversicherung sind solche ungewöhnlichen Schäden durch die All-Risk-Deckung bis zu einem Sublimit von 25% der Versicherungssumme versichert.

Beschädigungen in der Mietwohnung

Lebt man in einer Mietwohnung und die Katze beschädigt Gebäudebestandteile des Vermieters, zum Beispiel den Fußboden, springt die meist vorhandene Privathaftpflichtversicherung ebenso nicht in die Bresche, weil hier meistens ein sogenannter Mietsachschaden und somit ein Ausschlussgrund vorliegt.

Schäden an Dritten

Verrichtet Kater Carlo auf der teuren Designerjacke der Freundin sein Geschäft, deckt die Privathaftpflichtversicherung den Schaden. Diese übernimmt Schäden an Dritten verursacht durch Katzen oder andere ungefährliche (und ungiftige) Kleintiere und ist in Österreich normalerweise in der Haushaltsversicherung inkludiert. Schäden wegen falscher Haltung oder von Tieren, für die eine behördliche Genehmigung erforderlich ist (z.B. Schlangen), werden jedoch nicht übernommen.

Schäden durch größere Tiere wie Pferde und Hunde sind in der Privathaftpflichtversicherung nicht mitversichert. Geht Bello beim Gassi-Gehen auf einen Passanten los, muss man dafür geradestehen, wenn man keine eigene Hundehaftpflichtversicherung hat – welche übrigens in Wien, Oberösterreich, Salzburg, Tirol und der Steiermark schon verpflichtend ist. In Anbetracht des jüngsten Vorfalls in den Medien, wo ein Rotweiler ein Kind totgebissen hat, können wir diese Tierhalterhaftpflicht jedem Hundebesitzer ans Herz legen. Für eine Prämie von ca. 40 € pro Jahr erhält man eine Deckungssumme von ungefähr 3 Mio. €.

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Achtung: Passiert ein Unfall mit einem Tier ohne schuldhafte Verletzung der Aufsichtspflicht, kann die Versicherung die Deckung eines Schadens mit großer Erfolgswahrscheinlichkeit ablehnen, z.B. wenn ein Hund beim Spielen im eigenen Garten den Hund des Besuchers verletzt.

Tierversicherungen?

In einem anderen Beitrag erklären wir auch, wann und vor allem welche Tierversicherungen sonst noch relevant sein können.

Haustier Schaden in der Wohnung oder wenn man wo zu Besuch ist? Jeder Tierhalter kennt das. Doch kommt dafür eigentlich die Versicherung auf? Wir klären auf.

 

Alexandra
Alexandra bloggt für den LAMIE Versicherungsblog über allgemeine Versicherungsthemen und Tipps. Außerdem erstellt sie leidenschaftlich gerne Checklisten. Wie alle Mitglieder des LAMIE Teams, möchte sie schwierige Versicherungsfragen auf einfache Weise darstellen. Für Anregungen, Wünsche oder detaillierte Fragen erreichen Sie Alexandra unter blog@lamie-direkt.at