Häufigste Fallen beim Online Shopping

Online Shopping erleichtert unser Leben in vielerlei Hinsicht, denn es spart Zeit und oft auch Geld. Aus diesem Grund hat beinahe jeder Händler auch bereits einen Online Shop, von wo man in ein paar schnellen Schritten bequem von Zuhause bestellen kann. Diese Bequemlichkeit wird jedoch von Betrügern mehr und mehr ausgenutzt. Von insgesamt 28.439 angezeigten Schäden im Jahr 2019 (Anstieg um 45% im Vergleich zu 2018), hat ein Großteil (16.831) mit Betrug oder betrugsähnlichen Angeboten im Internet zu tun. Zu den häufigsten Betrugsarten zählen gefälschte Zahlungsaufforderungen, Schadsoftware, Abo-Fallen, vermeintliche Gratis-Angebote oder eben keine Lieferung nach Zahlung. Wir zeigen auf, was einem beim Online Einkauf so alles widerfahren kann, wenn man nicht aufpasst.

Kleinanzeigen auf Willhaben.at, shpock & Co

Verkaufsplattformen für Private so wie Willhaben.at bergen natürlich ein großes Risiko, denn Betrüger haben es hier besonders leicht. Verlangt der Verkäufer eine Vorauszahlung, muss man auf sein Wort vertrauen und hoffen, dass man statt dem gekauften neuwertigen iPhone nicht ein kaputtes Gerät oder einen Ziegelstein bekommt. Oder eben gar nichts.
Man ist also nur „safe“, wenn man sich das Produkt und seine Funktionstüchtigkeit vorher selbst ansieht, also analog.
Selbiges Problem trifft natürlich umgekehrt auch Verkäufer in Kleinanzeigenportalen, die auf unseriöse Käuferinnen stoßen und für die versandte Ware keine Zahlung erhalten.

Fake Webshops und Markenfälscher

Fake-Shops sind immer schwerer zu erkennen. Teilweise sind sie Kopien real existierender Websites, sie wirken seriös und lassen daher auf dem ersten Blick selten Zweifel an ihrer Echtheit aufkommen. Vor allem, wenn man bei diesem Anbieter (dem echten) schon mal bestellt hat. Mit gut kopierten Produktbildern und Informationen aus dem Internet sowie einem professionellen Erscheinungsbild gewinnen unseriöse Online Shops das Vertrauen der Käufer und versuchen diese über unsichere Zahlungsarten, wie Überweisungen und Vorkasse, zu Zahlungen zu überreden. Nicht selten werden nach geleisteter Vorauszahlung minderwertige Waren oder Fälschungen zu einem überhöhten Preis verschickt, mitunter wird das Produkt aber auch gar nicht geliefert.

Auch bei Online-Riesen wie Amazon ist man vor Betrügern nicht immer geschützt. Der US-Konzern bietet nicht alle Waren selber an, sondern erlaubt auch Drittanbietern Artikel über die Plattform zu verkaufen. Aus diesem Grund sollte die Bezahlung immer über Amazon abgewickelt werden.

Gefälschte Zahlungsaufforderungen durch Phishing

Phishing wird der Trick genannt, geheime Daten, die z.B. für das Online-Banking, Online-Shops oder Soziale Netzwerke genutzt werden, herauszulocken. In der Regel werden dazu betrügerische E-Mails oder Chatnachrichten versendet, in denen dazu aufgefordert wird, Links zu folgen oder Dateianhänge zu öffnen und anschließend persönliche Daten einzugeben. Klingt so banal, dass man meinen könnte, darauf würde sowieso keiner hereinfallen. Doch auch hier werden die Betrüger immer raffinierter und nutzen täuschend ähnliche E-Mail Adressen und Inhalte von bekannten Firmen bzw. Online Shops. Wenn dadurch in weiterer Folge ein finanzieller Schaden entsteht, haftet die Bank häufig nicht, da der Kunde durch die Datenweitergabe fahrlässig gehandelt hat.

LAMIE Tipp: Für Drei Internet Zuhause Kunden gibt es jetzt einen kostenlosen Online Shopping Schutz. Dieser springt bei finanziellen Schäden durch Betrug und technischer List beim Online Shopping von physischen Produkten sowie Online Banking Missbrauch ein. Der Schutz ist jedoch vorher in der Kundenzone zu aktivieren. Alle Infos dazu hier:
 
Online Shopping Schutz
 
Aber auch alle anderen Drei Internet Kunden können sich „zum Preis von einem Eislutscher“ gegen Online Betrug versichern: https://www.drei.at/de/privat/produkte-und-services/online-shopping-schutz-plus/

Reisebuchungen

Reisebuchungsplattformen gibt es wie Sand am Meer. Dass man damit viel Geld machen kann, haben auch Internetkriminelle schon herausgefunden. So kann es schon mal passieren, dass man nach Buchung eines 5 Sterne Hotels in einem 2 Sterne Hotel unterbracht wird oder die gebuchte Pauschalreise nicht das hält, was sie versprochen hat.

Social Engineering

Unter Social Engineering versteht man, das gezielte Manipulieren von Personen, um bestimmte Verhaltensweisen hervorzurufen oder um Zugriff zu vertraulichen Informationen zu erhalten. Auch beim Online-Shopping werden oft Social Engineering Techniken von unseriösen Online Shops benutzt, welche dann meist mit Phishing Attacken kombiniert werden. Dabei wird zum Beispiel eine Webseite präpariert, die nach dem Zahlungsvorgang eine Fehlermeldung anzeigt. Kurze Zeit später meldet sich dann ein „Mitarbeiter“ der Firma und bietet seine Hilfe bei dem Zahlungsvorgang an. Wenn ein Kunde dann seine Zahlungsdaten per Telefon durchgibt, können diese dann für beliebige andere Zwecke missbraucht werden. Zur Verschleierung werden dann oft die echten Waren oder Dienstleistungen bestellt, um den Kunden in Sicherheit zu wiegen. Meistens jedoch auch zu einem höheren Preis als bei der originalen Bestellung durch den Kunden.

Schadsoftware eingekauft?

Nach dem Online Shoppen wird eine Schadsoftware am Computer installiert z.B man kauft eine Software, die schädlich ist. Oder man kauft bei einem Online Shop, der Billigwaren verkauft und einem dafür eine Malware auf den Computer schleußt.
 
Fallen Online Shopping
 

Abo-Fallen

Es gibt es Seiten, die Käufer, wenn diese nicht aufpassen, in ein Abomodell einbinden und dann monatliche Mitgliedsgebühren verlangen. Nur wer bis zum letzten Klick genau liest, kann solchen Fallen entgehen.

Vermeintliche gratis Angebote

Attraktiv gestaltete Websites bieten vermeintliche Gratis-Spiele, -Rezepte, -Tattoo-Vorlagen, -Gedichte, -Horoskope, -Hausaufgaben, -Routenplaner oder -Filmstreams etc. an. Die Kostenhinweise werden mehr oder weniger versteckt. In der Hektik, mit der die meisten Menschen Websites überfliegen, übersehen sie oft diese Preisangaben. Einige Wochen später folgt dann die böse Überraschung: Eine Rechnung flattert ins Haus und für den Fall, dass man eine Zahlung ablehnt, wird sofort mit Inkassobüro und Rechtsanwalt gedroht. Viele lassen sich von den Drohungen einschüchtern und bezahlen – unnötigerweise – die Rechnung. Von diesen Abzocke-Fallen sind auch häufig Kinder und Jugendliche betroffen.

Online Streitigkeiten

Weitere Beschwerdegründe, die den Internet-Ombudsmann 2019 beschäftigten, waren klassische Probleme im E-Commerce wie Unklarheiten beim Vertragsabschluss (8 Prozent), Lieferverzug bzw. keine Lieferung (7 Prozent), Streitigkeiten rund um das gesetzliche Rücktrittsrecht (5 Prozent), die Wirksamkeit einer Kündigung bzw. die Laufzeit eines Vertrags sowie Beschwerden zum Thema Datenschutz (jeweils 4 Prozent).

LAMIE Tipp: Auch bei Dingen wie betrügerischen Reiseangeboten, Abo-Fallen, Social Engineering und sonstigen Online Streitigkeiten unterstützt der Drei Online Shopping Schutz durch eine kostenlose Rechtsberatung.

Wo bekomme ich Hilfe bei Online Shopping Betrug?

Es gibt in Österreich verschiedene Anlaufstellen, an die man sich bei Internetkriminalität wenden kann. Wir haben diese einmal miteinander verglichen und zusammengefasst, wo man welche Hilfe bekommt.

Drei Online-Shopping Schutz:
  • Der Online-Shopping Schutz von Drei schützt Sie umfassend bei Schäden durch Online-Shopping und Online-Banking.
  • Für „Zuhause-Internet“-Kunden ist der Schutz gratis, für alle anderen Kunden kostengünstig (ab €1,90 im Monat) erhältlich und auch jederzeit kündbar.
  • Der durch Online-Shopping und Online-Banking erlittene finanzielle Schaden wird Ihnen direkt ersetzt, ohne dass Sie sich lange herumstreiten müssen.
  • Ferner erhalten Sie kostenlose Cyber-Beratung bei Online-Streitigkeiten.
  • Falls Sie den „Plus“-Tarif abgeschlossen haben, ist zudem eine professionelle Datenrettung für Smartphones inkludiert.

Phishing
 

Arbeiterkammer – VKI:

Der Verein für Konsumenteninformation bietet (für Konsumenten aus dem Westen Österreichs kostenlos) Beratungsleistungen, wenn sie Probleme mit Unternehmen haben. Hilfe besteht jedoch nur dann, wenn Täter bzw. Unternehmen bekannt sind. Finanzielle Schäden werden hierdurch jedoch nicht ersetzt.

Rechtsschutz-Versicherung:

Wenn Sie eine Rechtsschutz-Versicherung haben, werden durch diese in der Regel die Anwalts- und Gerichtskosten gedeckt, wenn Sie den Schaden über den Rechtsweg einklagen wollen. Einklagbar sind solche Schäden jedoch nur, sofern der Täter bekannt ist. Automatischer Ersatz des finanziellen Schadens ist hierbei nicht gedeckt.

Haftung Bank / Kreditkarte:

Die Haftung der Bank beschränkt sich auf Fälle der Fremdschädigung. Dies bedeutet, dass der Schaden durch einen nicht von Ihnen autorisierten Vorgang entstanden sein muss. Sind Sie einem Betrug zum Opfer gefallen, so handelt es sich grundsätzlich um einen autorisierten Vorgang, durch den Sie sich selbst geschädigt haben und somit die Haftung der Bank ausgeschlossen ist.

Paypal Käuferschutz:

Der Käuferschutz von Paypal deckt finanzielle Schäden ab, wenn Sie als Privater eine Ware nicht geliefert bekommen oder die Ware von der Beschreibung abweicht. Um diesen Service beanspruchen zu können, muss der Bestellvorgang jedoch durch dieses „Zahlungsmittel“ abgewickelt worden sein. Geben Sie zudem acht, welche Zahlungsart Sie bei Paypal verwenden, denn die Funktion „Geld an Freunde oder Familie senden“ ist vom Käuferschutz ausgenommen. Auch als Verkäufer sind Sie nicht durch den Paypal Käuferschutz geschützt. Achtung bei Paypal Käuferschutzmissbrauch (Hierbei könnten Schwierigkeiten für Sie entstehen).
Ein Problem ist zudem, dass viele Bestellseiten dem Kunden gar nicht die Möglichkeit geben, mit Paypal zu zahlen. Eine rechtliche Beratung ist nicht inkludiert.

Alexandra
Alexandra bloggt für den LAMIE Versicherungsblog über allgemeine Versicherungsthemen und Tipps. Außerdem erstellt sie leidenschaftlich gerne Checklisten. Wie alle Mitglieder des LAMIE Teams, möchte sie schwierige Versicherungsfragen auf einfache Weise darstellen. Für Anregungen, Wünsche oder detaillierte Fragen erreichen Sie Alexandra unter blog@lamie-direkt.at