Reiseversicherung – der große Kreditkartenvergleich (neue aktualisierte Version, Stand: August 2018)

Das Angebot an Kreditkarten ist nahezu endlos, die Konditionen und Inhalte können kaum unterschiedlicher sein. Viele Kreditkartenpakete beinhalten auch eine Reiseversicherung, was Urlauber besser schlafen lässt. Doch auch hier gilt – Reiseversicherung ist nicht gleich Reiseversicherung. Wir haben die Versicherungsbedingungen der großen Kreditkartenanbieter für Sie verglichen – Jetzt nachlesen und ideale Kreditkarte für Ihre Reise finden.

Leidenschaftliche Urlauber nehmen den höheren Preis für eine Kreditkarte mit Reiseversicherung gerne in Kauf – die wohl wichtigsten Bestandteile: Reiseunfall-, Reisekranken- und Reisestornoversicherung. Gerade bei längeren Fernreisen in die USA ist eine Auslandskrankenversicherung ein absolutes Must-have, sonst müssen Sie im Ernstfall alle ärztlichen Behandlungen selbst bezahlen.

Leider gibt es bei den verschiedenen Kreditkarten erhebliche preisliche und inhaltliche Unterschiede, sowie auch einige Einschränkungen im Vergleich zu klassischen Reiseversicherungen. Wir haben offiziell über die Homepage der Anbieter die verschiedenen Versicherungsbedingungen durchforstet und deren Produkte miteinander verglichen. In den folgenden Links finden Sie einen Vergleich der Reiseversicherungen pro Kartenanbieter:

PayLife Kreditkarten-Vergleich (auch erhältlich bei Oberbank, Volksbank, VKB Bank, Hypo Oberösterreich)

Card complete Kreditkarten-Vergleich (auch erhältlich bei Bank Austria, Oberbank)

American Express Kreditkarten-Vergleich

Bankeneigene Kreditkarten Vergleich (Sparkasse, Raiffeisen, BAWAG P.S.K., free.at, N26)

Studenten-Kreditkarten Vergleich

Achtung: Die hier zur Verfügung gestellten Informationen sind keine vollständige Sammlung der am österreichischen Markt vorkommenden Kreditkarten und Banken. Die Angaben sind Orientierungsgrößen und bevor Sie eine Kreditkarte beantragen sollten Sie sich von einem oder mehreren Unternehmen informieren lassen. Sämtliche Angaben ohne Gewähr – Falls Ihnen anderwärtige Informationen und Konditionen zu den jeweiligen Kreditkarten bekannt sind, so treten Sie bitte mit uns in Kontakt, sodass der Fehler behoben werden kann (blog@lamie-direkt.at).

Die neuen Online-Banken, wie etwa die Hellobank oder Easybank, haben wir in den Vergleich nicht miteinbezogen, da sie keine Kreditkarten mit Reiseversicherung anbieten.

Top-3 Platzierungen: Preis

Platz 1: free Mastercard Gold – 0 €

Platz 2: PayLife Classic Karte (Visa, Mastercard) – 22,00 € pro Jahr

Platz 3: Card Complete Classic Card (Visa, Mastercard) – 57,60 € pro Jahr

Die Kreditkarten für Studenten, die s Visa Card GÖD Gold (36,24 €) für Mitglieder der Gewerkschaft öffentlicher Dienst und die American Express Blue Card (40 €, nur Reiseunfallversicherung) haben wir bei der Preisbewertung außen vor gelassen. Die Inhalte dazu finden Sie in den einzelnen Vergleichen.

Top-3 Platzierungen: Angebotspaket*

Platz1: free Mastercard Gold

  • sämtliche Deckungsbausteine im Vergleich versichert
  • keine Ausnahmen bei Familienmitgliedern + 3 sonstige Mitreisende versichert
  • Bezahlung von mind. 50 % der Reise mit Kreditkarte als Voraussetzung für Versicherungsschutz

Platz 2: Sparkasse s-Kreditkarten (Gold, Platinum & GÖD Gold)

  • sämtliche Deckungsbausteine im Vergleich versichert
  • keine Ausnahmen bei Familienmitgliedern
  • Kartenbesitz als Voraussetzung für Versicherungsschutz

Platz 3: Raiffeisen Platinum Kreditkarte

  • sämtliche Deckungsbausteine im Vergleich versichert
  • keine Ausnahmen bei Familienmitgliedern
  • Kartenbesitz und Benutzung in den letzten 2 Monaten als Voraussetzung für Versicherungsschutz

*Angebot mit den geringsten Einschränkungen und meisten Deckungsbausteinen (unabhängig von der Versicherungssumme): Reisestornoversicherung, Reisegepäckversicherung, Reiseunfallversicherung, Verkehrsmittel-Unfallversicherung, Auslandsreise-Krankenversicherung, Reise-Haftpflichtversicherung und Reiseabbruchversicherung.

Bei den meisten anderen Kreditkarten des Vergleichs sind ebenfalls sämtliche Deckungsbausteine versichert. Ihr größtes Manko ist jedoch, dass Familienmitglieder von der Reisekranken- und oft auch von der Reiseunfallversicherung ausgenommen sind. Außerdem gilt der volle Versicherungsschutz meist nur bei Bezahlung der Reise mittels Kreditkarte.

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Top Platzierungen: Versicherungsummen**

Aufgrund der Ähnlichkeit der Produkte hinsichtlich der Versicherungssummen, lässt sich hier keine Rangfolge festlegen. Wir haben für Sie aber die 4 besten Angebote herausgesucht. Die Kreditkarten von card complete, Sparkasse und Raiffeisen sind vorteilhaft, weil sie bei der Auslandskrankenversicherung keine Beschränkung haben. Die Kreditkarten von PayLife bieten wiederum die höchsten Haftpflichtversicherungssummen, wobei dies kein Kriterium sein dürfte, da Sie durch Ihre Haushaltsversicherung normalerweise bereits einen ausreichenden, weltweiten Haftpflichtschutz haben.

Card complete Cards (Gold | Platinum)

  • Reisestornoversicherung: 2.500 € | 5.000 €
  • Auslandskrankenversicherung: kein Limit
  • Reisehaftpflichtversicherung: 750.000 € |750.000 €
  • Reiseunfallversicherung (Invalidität): 100.000 € | 150.000 €
  • Verkehrsmittelunfallversicherung (Invalidität): 152.650 € | 260.000 €

s Kreditkarten (Gold | Platinum)

  • Reisestornoversicherung: 3.500 € | 5.000 €
  • Auslandskrankenversicherung: kein Limit
  • Reisehaftpflichtversicherung: 750.000 € | 750.000 €
  • Reiseunfallversicherung (Invalidität): 75.000 € | 150.000 €
  • Verkehrsmittelunfallversicherung (Invalidität): 150.000 € | 250.000 €

Raiffeisen Kreditkarten (Gold | Platinum)

  • Reisestornoversicherung: 2.500 € | 5.000 €
  • Auslandskrankenversicherung: kein Limit
  • Reisehaftpflichtversicherung: 750.000 € | 1.000.000 €
  • Reiseunfallversicherung (Invalidität): 100.000 € | 150.000 €
  • Verkehrsmittelunfallversicherung (Invalidität): 100.000 € | 150.000 €

PayLife Karten (Gold, GoldPlus | Black | Platinum)

  • Reisestornoversicherung: 3.000 € | 3.000 € | 6.000 €
  • Auslandskrankenversicherung: 500.000 € | 1.000.000 € | 1.000.000 €
  • Reisehaftpflichtversicherung: 750.000 € | 1.000.000 € |1.500.000 €
  • Reiseunfallversicherung (Invalidität): 155.000 € | 200.000 € | 350.000 €
  • Verkehrsmittelunfallversicherung (Invalidität): 155.000 € | 200.000 € | 350.000 €

**Die Bewertung erfolgte hier auf Grundlage der Auslandskranken-, Reisehaftpflicht- und Reiseunfallversicherung, da es sich hier im Schadenfall um große Summen handeln kann.

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NEU IM VERGLEICH: Die neuen Kreditkarten von N26 bieten mit 7.500 € und 5.000 € die höchsten Versicherungssummen bei der Reisestornoversicherung und Reiseabbruchversicherung. Allerdings besteht ein nur sehr geringer Schutz (150.000 €) bei der Reisekrankenversicherung. Diese Karten sind also nur für Reisen innerhalb Europas (mit Sozialversicherungsabkommen) zu empfehlen, wo zumindest ein Krankenversicherungs-Grundschutz durch die E-Card besteht. Bei Reisen nach Übersee ist eine unlimitierte Reisekrankenversicherungen sehr zu empfehlen.
Auch die neue American Express Platinum Card bietet umfassende Versicherungssummen (z.B. Reisestornoversicherung 6.000 €, unlimitierte Krankenversicherung), diese ist jedoch mit einem unglaublichen Preis von 500 € nicht konkurrenzfähig.

Vorsicht: Bei der Paylife Classic Karte wird zwar eine Reiseversicherung beworben, diese enthält aber nur einen sehr eingeschränkten Versicherungsschutz auf den medizinisch notwendigen Krankenrücktransport, Hilfeleistungen in Notsituationen oder Sonderrückreisen. Hier kann man jedoch vor Reiseantritt einen Sonder-Reiseschutz (3-fach Reiseschutz) zukaufen.

Die American Express Blue Card beinhaltet lediglich eine Reiseunfall- und Verkehrsmittelunfallversicherung.

LAMIE-TIPP für Studenten: Die meisten Banken bieten deren Kreditkarten (PayLife, card complete oder bankeneigene) auch in der Studentenversion bzw. zum Studentenpreis an, auch wenn das Angebot auf der Homepage nicht zu finden ist. Am besten fragen Sie bei Ihrer Bank nach.

LAMIE-TIPP für Senioren: Krankheit ist nicht automatisch eine Frage des Alters, aber leider mehren sich die gesundheitlichen Probleme bei den „Lebenserfahrenen“.  Davon gehen auch die Kreditkartenanbieter aus, weshalb man bei der Reisestorno- und Reisekrankenversicherung immer – wenn auch anders formuliert – denselben Ausschlussgrund findet, nämlich Vorerkrankungen. Senioren sollten sich deshalb nicht auf die Kreditkarten-Reiseversicherung oder auf übliche Reiseversicherungspakete verlassen. Wir haben kurz zusammengefasst, worauf Senioren bei der Reiseversicherung achten sollten.

Häufige Einschränkungen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen

  • Bei den großen Kreditkartenanbietern wie PayLife, card complete oder auch bei bankeneigenen Kreditkarten wie der Raiffeisen oder BAWAG Gold Card sind Familienangehörige von der Krankenversicherung ausgenommen!
  • Die regelmäßige Benützung der Kreditkarte oder die Bezahlung der Reise mittels Kreditkarte gelten oft als Voraussetzung für den vollen Versicherungsschutz.
  • Geld, Wertpapiere, Fahrkarten und Dokumente (meist auch Laptops oder Tablets) sind von der Reisegepäckversicherung ausgenommen. Wertgegenstände und technische Geräte (Kameras) sind oft nur unter Beaufsichtigung oder Aufbewahrung in versperrten Räumen/Behältnissen versichert.
  • Bei der Reisestornoversicherung gibt es meist eine Beschränkung auf einen Schadenfall pro Jahr. Außerdem gilt die volle Versicherungssumme bei einigen Kreditkarten nur für Pauschalreisen. Individualreisen (separate Buchung von Flug und Hotel) sind dann gar nicht oder nur zum Teil gedeckt.
  • Die Reiseunfall- und Reisekrankenversicherung schließt in der Regel „gefährliche Urlaubsaktivitäten“ wie zum Beispiel Fallschirmsprünge, Paragleiten, etc. aus. Kein Versicherungsschutz besteht auch bei Schäden durch Verwendung von KFZ oder Wasserfahrzeugen.
  • Der Einkaufsschutz von einigen Kreditkarten gilt oft nur, wenn der gekaufte Gegenstand auch mit der Kreditkarte bezahlt wurde.

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Dieser Vergleich zeigt Ihnen, worauf Sie bei Ihrer Kreditkarte mit Reiseversicherung achten und was Sie vor Reiseantritt gegebenenfalls noch überprüfen sollten. Je nachdem, worauf Sie Wert legen und wie Ihre Reise genau aussieht, sind unterschiedliche Inhalte wichtig. Wie bei anderen Versicherungen, sollte auch hier der Preis nicht als einziges Kriterium zählen. Je nach Wert der Reise, kann man auf einzelne Bausteine, wie zum Beispiel der Reisestorno- oder Reiseabbruchversicherung verzichten. Für Reisen nach Übersee darf aber eine umfassende Auslandskrankenversicherung und -unfallversicherung nicht fehlen.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare und Erfahrungen zum Thema Reiseversicherungen!

Reiseversicherung für Senioren – 5 wichtige Tipps

Eine Leidenschaft, die Jung und Alt gleichermaßen teilen, ist die für das Reisen. Es war noch nie einfacher als jetzt, Reisen zu buchen und die ganze Welt zu erkunden. Auch bei der Wahl des Transportmittels hat man freie Auswahl; wer gerne schnell vorankommt, nimmt das Flugzeug, wer nicht fliegen möchte, fährt Bus, Bahn oder mit dem Kreuzfahrtschiff. Eine Sache, an die man natürlich vor oder auch im Urlaub nicht denken möchte, sind unvorhergesehene Krankheiten oder Unfälle. Für Senioren ist ein passender Versicherungsschutz auf Reisen deshalb besonders wichtig. Wir haben ein paar wichtige Informationen und Tipps für Sie, die es dabei zu beachten gibt.

Natürlich sollten auch junge Urlauber über eine entsprechende Reiseversicherung nachdenken. Die Gefahr für ältere Reisende ist dennoch höher, denn oft haben Senioren gesundheitliche Einschränkungen, die vor Reiseantritt oder auf Reisen Probleme bereiten können. Aufgrund des erhöhten Risikos gibt es bei Reiseversicherungen ein paar Einschränkungen, die Sie wissen sollten.

1. Chronische Krankheiten und Vorerkrankungen

Die Auslandsreise-Krankenversicherung stellt für Senioren ein unabdingbares Sicherheitsnetz dar. Im Falle einer Erkrankung während der Reise kommt die Versicherung für die Behandlungskosten auf. Ein wichtiger Schutz vor finanziellem Schaden, denn gerade Arztbehandlungen im Ausland können enorm viel Geld kosten – vor allem im EU-Ausland ohne Sozialversicherungsabkommen (E-Card). Ist jemand jedoch chronisch krank, bezahlen die meisten Versicherungen keine Behandlungs- oder Medikamentenkosten. Braucht man also aufgrund einer chronischen Erkrankung oder ein Erkrankung, die vor Reisebuchung bereits bestanden hat, im Urlaub eine Behandlung, übernimmt die Versicherung diese im Normalfall nicht. Dies gilt meist auch, wenn man kurz vor der Reisebuchung stationär in Behandlung war und das im Urlaub auftretende Gesundheitsproblem damit im Zusammenhang steht.

 Fragen Sie vor Abschluss einer Versicherung immer nach, wie es in Ihrem konkreten Fall aussehen würde. Lassen Sie im Zweifelsfall Ihre Reisefähigkeit vor Reiseantritt von einem Arzt bestätigen, um späteren Problemen und Diskussionen aus dem Weg zu gehen.

2. Reisestorno- und Reiseabbruchversicherung

Eine weitere wichtige Versicherung für Senioren ist die Reiserücktritts- bzw. stornoversicherung. Denn zwischen Buchung und Reiseantritt liegen oft Monate und gerade bei älteren Menschen kann eine Krankheit den Reiseantritt verhindern. Hier ist es besonders wichtig, die Versicherungsbedingungen genau durchzulesen, denn nicht jede Verhinderung ist in der Reiserücktrittsversicherung gedeckt. Grundsätzlich trägt die Versicherung die Stornokosten, wenn der Versicherte, ein Angehöriger oder ein Mitreisender schwer erkrankt oder einen Unfall hat. In solchen Fällen verlangt die Versicherung eine ärztliche Bestätigung, dass der Reiseantritt auch tatsächlich nicht möglich ist.

Achtung:

  • Auch hier sind chronische Krankheiten meist ausgeschlossen. Hat jemand beispielsweise Diabetes und kann aufgrund dieser Krankheit die Reise nicht antreten, übernimmt die Versicherung die Kosten nicht.
  • Nachdem ärztlich abgeklärt wurde, dass ein Reiseantritt nicht möglich ist, sehen Reiseversicherungen vor, dass die Reiseleistungen unverzüglich storniert werden müssen. Der Grund dafür liegt in den meist gestaffelten Stornogebühren der Reiseleistungsanbieter – je früher man storniert, desto „günstiger“ kommt man davon.

Ebenso wichtig ist der Deckungsbestandteil „Reiseabbruch“. Denn für den Fall, dass Sie die Reise unvorhersehbarer Weise frühzeitig abbrechen müssen, übernimmt diese die Zusatzkosten, die im Zuge der vorzeitigen Rückkehr entstehen.

3. Der Altersaufschlag

Der relevanteste Tipp hier lautet: Vergleichen, vergleichen, vergleichen! Versicherer staffeln ihre Angebote meist nach Altersklassen. Je älter ein Reisender also ist, desto teurer wird es für ihn. In manchen Fällen zahlen Senioren mehr als doppelt so viel für ihre Reiseversicherung als junge Kunden. Oft liegen die Altersgrenzen bei Mitte 60, manchmal schon bei Ende 50. Manche Versicherungen fordern auch erst ab 70 Jahren Aufschläge.
Eine wichtige Rolle beim Preisvergleich spielt – wie so oft – die Zeit. Keinesfalls sollte eine Reiseversicherung auf den letzten Drücker abgeschlossen werden, denn hier zahlt man oft drauf.

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4. Jahresreiseversicherung oft günstiger

Prüfen Sie, ob eine Jahresreiseversicherung, Familien- oder Einzelversicherung für Ihre individuelle Situation am besten passt. Häufig bieten Jahresreiseversicherungen ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis, dies lohnt sich jedoch nur, wenn man mehrmals im Jahr verreist. Bei einem Jahrestarif sollte man jedenfalls darauf achten, welche Reisedauer gedeckt ist. Oft sind nämlich nur Reisen abgedeckt, die nicht länger als 42 bis 56 Tage dauern. Dauert eine Reise länger, kann das sehr teuer werden. Verzichten sollte man auf die Versicherungen trotzdem nicht, denn Behandlungen und Medikamente oder schlimmstenfalls sogar ein Rücktransport können sehr ins Geld gehen.

5. Reisebuchung und Versicherung immer getrennt abschließen

Verzichten Sie auf eine „Reiseversicherung-to-go“, die man auf den Reiseportalen zusätzlich zur Reise erwerben kann. Diese sind gekennzeichnet durch mangelnde Informationen über den Versicherer, fehlende Transparenz bei den Bedingungen sowie schlechte Konditionen – erst recht für Senioren. Lassen Sie sich bei einer Reisebuchung nicht zum Abschluss einer Reiseversicherung drängen. Lieber getrennt abschließen und auf individuellen und umfassenden Schutz achten.

Sollten Sie noch Fragen zu Ihrer Reiseversicherung haben oder sich bei der Deckung nicht sicher sein, sind unsere Experten gerne für Sie da und geben Ihnen Tipps.

3 hilfreiche Spartipps für die Reiseversicherung

Wenn der Urlaub etwas kostspieliger ist oder das Urlaubsziel nicht gerade nebenan liegt, dann ist es sinnvoll die Reise abzusichern – auch wenn man das Geld für die Versicherungsprämie lieber für Cocktails am Strand ausgeben möchte. Eine Reiseversicherung springt zum Beispiel ein, wenn die Reise abgesagt werden muss, das Gepäck gestohlen wird oder man im (EU-)Ausland ins Krankenhaus muss. Für sinnvollen Versicherungsschutz ist bei der Reiseversicherung auf mehr Aspekte zu achten, als nur auf den Preis. Die folgenden Spartipps sollten Sie aber vor Versicherungsabschluss unbedingt beherzigen.

1. Immer Familien- oder Gruppenreiseversicherungen abschließen

Familien- oder Gruppenverträge sind in vielen Fällen empfehlenswert, auch für gemeinsam reisende Freunde. Die Leistung im Vergleich zu separaten Verträgen ist dieselbe, die Prämien jedoch meist deutlich günstiger. Wer sich für eine solche Familien- oder Gruppenjahresversicherung entscheidet, kann natürlich im Rest des Jahres auch getrennt voneinander verreisen und ist dabei versichert. Mehr dazu im nächsten Punkt.

2. Jahresreiseversicherungen bei mehreren Reisen meist günstiger

Wer mehrmals im Jahr verreist, für den lohnt sich eventuell eine Jahresreiseversicherung – egal ob mit Partner, Familie oder Freunden. Ein Jahresstorno- und Reiseschutz gibt es für 2 Personen ab ca. 200 €. Je nach Kosten und Umfang der Reise, übersteigen zwei Einzelversicherungen für jeweils einen einwöchigen Sommer- und Winterurlaub oder eine größere Reise (etwa in die USA) diesen Betrag bereits. Zusätzliche Reisen (auch Wochenendtrips sind versichert) erhöhen die Ersparnis einer Jahresreiseversicherung.

Achtung: Der maximale Reisepreis pro Reise ist bei Jahresreiseversicherungen meist beschränkt (z.B. 5.000 €). Für mehrere kleinere Reisen ist das völlig ausreichend. Bei einem größeren Urlaub mit der Familie oder mit dem Partner ist dieser Wert aber unter Umständen schnell erreicht. In diesem Fall kann man entweder die Versicherungssumme der Jahresreiseversicherung erhöhen, oder vom Familientarif (max. Gesamtpreis von z.B. 5.000 € pro Reise) auf den Einzeltarif für alle Mitreisenden umsteigen (max. Einzelpreis von z.B. 5.000 € pro Reise). Was das Ganze natürlich erheblich verteuert.
Außerdem ist bei Jahresreiseversicherungen darauf zu achten, dass sich der Vertrag bei den meisten Versicherungen automatisch um ein weiteres Jahr verlängert. Wenn man also Jahr darauf nur eine kleinere Reise plant, empfiehlt es sich die Jahresreiseversicherung wieder zu kündigen und auf eine Einzelreiseversicherung zurückzugreifen.

3. Kreditkartenversicherung als günstige Alternative zur Einzelreiseversicherung

Wer eine Kreditkarte hat, ist unter Umständen bereits reiseversichert – und das zu erheblich geringeren Kosten als bei einer klassischen Reiseversicherung. Hier kann es sich sogar lohnen, wenn Sie in Hinblick auf Ihre Reise für bestimmte Zeit auf eine Platinumkarte mit höherem Versicherungsschutz umsteigen.

Natürlich gibt es ein paar Haken – die Deckung ist meist im Vergleich zu einer normalen Reiseversicherung erheblich eingeschränkt:

  1. Die Versicherung ist teilweise nur bei Bezahlung der Reise mittels Kreditkarte wirksam.
  2. Bei vielen Kreditkarten sind gewisse Leistungen (z.B. Reisekrankenversicherung) auf den Kartenbesitzer beschränkt. Ansonsten sind nur Familienmitglieder mitversichert (keine Gruppenreiseversicherung möglich).
  3. Beim Reisestorno- bzw. Reiseabbruchschutz sowie bei „Zusatzleistungen“ wie z.B. Verspätungsschutz fällt die Deckung geringer aus als bei den klassischen Reiseversicherungen. Außerdem gilt der Stornoschutz bei einigen Kreditkarten nur für Pauschalreisen.

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Bei der Reiseunfall-, Reisehaftpflicht- bzw. Reisekrankenversicherung gibt es aber durchaus Kreditkartenversicherungen, die bei der Deckung mit den klassischen Reiseversicherungen mithalten können.

Wer also mit dem geringen Storno- und Abbruchschutz (meist 1.500 – 3.000 €) leben kann, für den lohnt sich eine Kreditkartenversicherung unter Umständen auch für größere Reisen nach Übersee. Plant man etwa einen USA Roadtrip, bei dem man die einzelnen Hotels über Plattformen wie Booking.com selbst gebucht hat (und diese meist 24h Stunden vorher noch storniert werden können), sind die Stornokosten unter Umständen nicht so hoch (Es bleiben z.B. nur noch die Stornokosten für Flug und Mietwagen). Das wichtigste bei einer USA-Reise ist ohnehin die Auslandskrankenversicherung und für diese gibt es auch bei Kreditkartenversicherungen teilweise unlimitierte Deckung für Karteninhaber (ACHTUNG: Hier sind Familienmitglieder häufig ausgeschlossen). Die Leistungen der verschiedenen Kreditkartenversicherungen haben wir für Sie bereits verglichen.

Egal wie die Reisepläne aussehen, es lohnt sich auf jeden Fall die Angebote der verschiedenen Jahres- und Einzelversicherungen online zu vergleichen. Ist kein umfassender Stornoschutz nötig, sollten Sie jedenfalls auch Ihre Kreditkartenversicherung in den Vergleich mitaufnehmen. Ein guter und kompetenter Ansprechpartner ist zumeist auch Ihr Reisebüro, welches Sie über die Versicherungsdeckung für Ihre konkrete Reise informieren kann.

Wir freuen uns auf Ihre Erfahrungen und Fragen zum Thema Reiseversicherung!

 

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Reiseversicherung – der große Kreditkartenvergleich

5 wichtige Aspekte der Reiseversicherung: Was brauche ich wirklich?

Einfach nur Urlaub machen und entspannen… Ganz so einfach ist es leider manchmal nicht, denn bei einer Reise kann jede Menge schief laufen. Ob Sie nun vor der Reise krank werden, am Urlaubsort ins Krankenhaus müssen oder Ihr Gepäck am Flughafen nicht ankommt, dafür gibt es Versicherungen. Welche Dinge Ihre Reiseversicherung enthalten soll, müssen Sie selbst entscheiden. LAMIE gibt dazu ein paar Tipps.

Wie bei vielen anderen Versicherungsprodukten, ist das Angebot an Reiseversicherungen nicht gerade überschaubar. Neben eigenen Versicherungsprodukten der privaten Anbieter, gibt es auch Kreditkarten mit Reiseversicherungen. Hier gibt es jedoch zahlreiche Beschränkungen, denn voller Versicherungsschutz besteht manchmal nur für den Karteninhaber. Mehr dazu können Sie in unserem großen Kreditkartenvergleich nachlesen.

Bei der Auswahl der Reiseversicherung sollten Sie auf jene Dinge achten, wo für Sie das meiste Risiko besteht. Um Ihnen die Bewertung zu erleichtern, haben wir fünf Aspekte zusammengefasst, die man sich vor Reiseantritt genauer überlegen sollte. Zum Schluss gibt es noch ein paar Expertentipps von Reisewelt GmbH und dem Reisebuchungs-Tool ThreeSteps.

Reisekrankenversicherung vs. E-Card

Die Reisekrankenversicherung ersetzt Heil- und Behandlungskosten, die bei unvorhersehbaren Erkrankungen oder Unfällen während der Reise entstehen. Mit der Europäischen Krankenversicherungskarte (Rückseite der E-Card), welche den Auslandskrankenschein auf Urlaubsreisen in EU-Staaten, EWR-Staaten, der Schweiz, Mazedonien, Serbien und Bosnien-Herzegowina ersetzt, können medizinische Leistungen bei Vertragsärzten und öffentlichen Spitälern im jeweiligen Land in Anspruch genommen werden. So müssen Sie z.B. für Ihren alljährlichen Italienurlaub, nicht extra eine Reisekrankenversicherung abschließen.

Kostspielig wird es dann, wenn Sie in einem Land ohne Sozialversicherungsabkommen medizinisch behandelt werden müssen bzw. die E-Card nicht gültig ist. Die heimischen Sozialversicherungsträger erstatten die Kosten für Heilbehandlungen zwar nach Tarif. Kosten, die diesen Tarif übersteigen, müssen Sie aber selbst tragen.
Eine Reisekrankenversicherung darf also bei Reisen nach Übersee nicht fehlen. Besonders die USA sind für hohe Behandlungskosten in Spitälern berüchtigt. Außerdem gibt es Länder, in denen eine Reisekrankenversicherung verpflichtend ist (z.B. Kuba, Ukraine).

LAMIE-TIPPNehmen Sie die Rechnung der medizinischen Behandlung gleich mit und heben Sie diese gut auf – verlassen Sie sich nicht auf eine Nachsendung per Post oder E-Mail!

Reisehaftpflichtversicherung vs. übliche Privathaftpflichtversicherung

Prüfen Sie, ob für die in Ihrer Haushaltsversicherung enthaltene Haftpflichtversicherung weltweite Deckung besteht – was meist der Fall ist. Das heißt, es besteht auch Versicherungsschutz, wenn Sie jemandem im Urlaub einen Schaden zufügen. Eine eigene Reisehaftpflichtversicherung ist dann nicht nötig, zumal auch die Versicherungssummen in der üblichen Privathaftpflichtversicherung meist viel höher sind.

Achtung: Schäden aus der Verwendung von Kraft- und Luftfahrzeugen sind weder in der üblichen Haftpflichtversicherung noch in der Reisehaftpflichtversicherung gedeckt, gilt auch für motorische Wasserfahrzeuge.

Reisestorno- & Reiseabbruchversicherung vs. Abbruchkosten ohne Versicherung

Die Reisestorno- & Abbruchversicherung übernimmt die Kosten für die Stornierung einer gebuchten Reise vor Reiseantritt oder für nicht genutzte Reiseleistungen, wenn man eine bereits angetretene Reise plötzlich abbrechen muss. Die Zusatzkosten für die Rückreise werden meist nicht übernommen.

Voraussetzung ist, dass die Reise aus bestimmten, unvorhersehbaren Gründen storniert oder abgebrochen werden muss, unter anderem:

  • eine plötzliche schwere Erkrankung, erhebliche Verschlechterung eines Leidens oder der Tod des Versicherten oder nahestehender Familienangehöriger.
  • schwere Schäden am Eigentum, wodurch die Anwesenheit des Versicherten zu Hause unerlässlich ist.
  • Unerwartete Ereignisse, wie etwa Schwangerschaft, Scheidung etc.
  • Ereignisse am Urlaubsort, die die körperliche Sicherheit gefährden (Reiseabbruchversicherung).

Man sollte sich dazu zwei Fragen stellen:

Wie wahrscheinlich ist es, dass bei Ihnen einer der Stornogründe eintritt? Bei welchen Reisen tut ein Abbruch oder eine Stornierung besonders weh? Bei kostspieligen und längeren Reisen natürlich. Da sollte der Baustein Reisestorno- und Reiseabbruchversicherung jedenfalls nicht fehlen.

(Reise-)Unfallversicherung

Die gesetzliche Unfallversicherung bietet Schutz bei Eintritt und den Folgen von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten. Zwei Drittel aller Unfälle passieren allerdings bei Freizeitaktivitäten, für die man ohne private Unfallversicherung selbst aufkommen muss.

Die private Unfallversicherung deckt unter anderem zahlreiche Behandlungskosten infolge eines Unfalls, Bergungskosten (inkl. Hubschrauber), Nottransport ins Heimatland sowie Folgekosten bei dauernder Invalidität und Tod. Wenn Sie bereits eine private Unfallversicherung mit weltweiter Deckung abgeschlossen haben, ist keine Reiseunfallversicherung mehr nötig. Ansonsten ist dieser Baustein in der Reiseversicherung absolut zu empfehlen – besonders wenn Sie eine Reise mit vielen (sportlichen) Aktivitäten planen.

Was im Urlaub (und auch generell) für Sportfreaks vielleicht relevant ist – Risiko- und Extremsportarten, Kampf- und Kraftsportarten oder andere Aktivitäten mit „außergewöhnlichem Risiko“ sind in der Regel nicht versichert. Wir denken da an Free Climbing, Tauchexpeditionen, Wettbewerbe und Rennen jeglicher Art, Bungee Jumping oder Fallschirmspringen und Ähnliches. Selbiges gilt auch für die Reisekrankenversicherung.

Reisekomfortversicherung – was heißt das eigentlich?

Bei einigen Versicherungen (v.a. Kreditkartenangeboten) werden bestimmte Leistungen unter dem Begriff Reisekomfortversicherung zusammengefasst. Wie das Wort „Komfort“ schon so schön sagt, deckt dieser Bausteine alle Kosten und Schäden, die die Reise sehr schnell unbequem machen können. Dazu gehören unter anderem die Kosten für verschwundenes oder beschädigtes Reisegepäck, verspätete Gepäckausgabe, Dokumentenersatz (Reisegepäckversicherung), Flugverspätung bzw. –versäumnis (Verspätungsschutz) etc.

Reiseversicherung

 

Hier sind die Angebote der einzelnen Reiseversicherungen sehr unterschiedlich gestaltet was die Inhalte und Versicherungssummen betrifft. Die Situation ist wieder nach Art und Länge der Reise selbst abzuschätzen.

 In der LAMIE Premium Haushaltsversicherung und LAMIE Premium Eigenheimversicherung ist Ihr Reisegepäck im Ausland ebenfalls versichert.

 

Expertentipps zur Reiseversicherung

In welchen Fällen ist eine Reiseversicherung empfehlenswert und wann nicht?

Fabian Sigl von ThreeSteps.xyz, einem neuen Reisebuchungs-Tool mit dem man bei Onlinebuchungen zusätzlich sparen kann, ist überzeugt, dass eine Reiseversicherung durchaus Sinn machen kann: „Wichtig ist, dass Sie bereits vorhandene Versicherungen auf eventuelle Deckung überprüfen und mit den Anforderungen der Reiseziele abgleichen. In vielen Europäischen Ländern sind zusätzliche Reiseversicherungen wie etwa eine Reisekrankenversicherung gar nicht notwendig.“

Tipp: Aufpassen bei Buchungen über Onlineplattformen!

Fabian Sigl dazu: „Es gibt Onlineplattformen, welche eine Reiseversicherung oder eine bestimmte Zahlungsmethode förmlich aufdrängen. Wenn man aber auf einer solchen Plattform buchen will, dann unbedingt darauf achten und lieber doppelt kontrollieren, dass man nichts mitbucht, was man gar nicht haben möchte. ThreeSteps hat solche aggressiven Plattformen nicht im Partnerprogramm. Wer also auf Nummer sicher gehen will, bucht über ThreeSteps.xyz seine Urlaubsreisen. Informationen und Rat zur Reiseversicherung holt man sich als Selbstbucher am besten beim Versicherer des Vertrauens.“

Was sind die häufigsten Unglücksfälle im oder vor dem Urlaub? Worauf muss man bei der Reiseversicherung achten?

Erkrankungen und Todesfälle im näheren Umfeld sind häufige Gründe für eine Urlaubsstornierung. Sabrina Weinzinger von Reisewelt empfiehlt deshalb die Reise- und Stornoversicherung der Hanse Merkur: „So haben Sie die Garantie, dass Sie und Ihre Mitreisenden nicht nur vor, sondern auch während dem Urlaub versichert sind.“ Unterschätzt werden laut Reisewelt auch oft die Krankenhauskosten im Ausland, deshalb sollte eine Reiseversicherung ohne Selbstbehalt abgeschlossen werden.

Zusammengefasst kann man sagen, und das bestätigen auch unsere Reiseexperten, dass es auf das Urlaubsziel und die geschätzten Kosten der Reise ankommt, ob eine Reiseversicherung Sinn macht oder nicht. Es kann auch sein, dass Sie manche umfassende Reiseversicherungspakete gar nicht benötigen, weil Sie dadurch doppelt versichert (Unfallversicherung, Krankenversicherung) wären. Empfehlenswert sind auf jeden Fall die Reisestorno- und Reiseabbruchversicherung sowie die Reisekrankenversicherung bei Reisen nach Übersee. Die Entscheidung können wir Ihnen leider nicht abnehmen.

Wir freuen uns auf Ihre Erfahrungen und Fragen zum Thema Reiseversicherung!

 

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Umfrage: Warum die Österreicher eine Reiseversicherung abschließen

Urlaubsschnäppchen gefällig?

Smartphone: Garantie und Gewährleistung VS. Handyversicherung

Kaum eine Sache hat in den letzten Jahren im Alltag mehr an Bedeutung gewonnen als das Smartphone. Aus diesem Grund werden die smarten Geräte ständig weiterentwickelt und leider auch immer teurer. Echt ärgerlich, wenn es dann plötzlich kaputt geht. Das erste woran man dabei denkt, sind Garantie und Gewährleistung. Doch wann kann man was in Anspruch nehmen und wozu braucht man dann noch eine Handyversicherung? Wir erklären Ihnen die Unterschiede.

Gewährleistung: fehlerfrei beim Kauf

Aus der gesetzlichen Gewährleistung haftet der Händler dafür, dass das Handy zum Übergabezeitpunkt (erstmaliges in Händen halten) fehlerfrei ist. Zeigt man als Käufer einen Fehler innerhalb der ersten 6 Monate nach dem Kauf an, dann wird man gesetzlich von der Vermutung unterstützt, dass dieser bei Übergabe bereits bestanden hat. Erst ab dem 7. bis zum 24. Monat muss man beweisen, dass der Mangel bei Übergabe bereits vorgelegen ist – was unter Umständen schwierig sein kann. Die Gewährleistungsfrist für Handys beträgt zwei Jahre.

Achtung: Wird das Handy getauscht, dann beginnt die zweijährige Gewährleistungsfrist völlig von Neuem zu laufen; bei einer Handyreparatur hingegen nur für die reparierten bzw. getauschten Teile.

Herstellergarantie: fehlerfrei ab Kauf

Bei der Herstellergarantie verspricht der Hersteller, dass das Handy in einem gewissen Zeitraum (ab Kaufdatum) fehlerfrei funktioniert. Je nach Handyhersteller variiert die Garantiezeit für Material- und Herstellungsfehler zwischen 12 und 24 Monaten.

Achtung: Anders als bei der Gewährleistung beginnt die Herstellergarantie nach Reparatur oder Tausch nicht neu zu laufen.

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Wann nehme ich was in Anspruch?

Gewährleistungspflicht des Händlers und Herstellergarantie bestehen nebeneinander. Verbraucher haben immer die Wahlmöglichkeit, ob Sie den Händler oder den Hersteller in Anspruch nehmen.
Bitte beachten Sie, dass Sie nach einem Gerätetausch über die Herstellergarantie keine Gewährleistungsansprüche gegen den Händler mehr haben! Der Händler ist nicht Übergeber des Tauschgerätes und daher nicht für die Fehlerfreiheit haftbar.

Muss ein Handy innerhalb der ersten sechs Monate ab Kauf getauscht werden, ist immer die Gewährleistung vorteilhafter. Danach besteht, wie oben erwähnt, leider die unangenehme Beweisfrage. Angenommen Ihr Handy muss im fünften Monat getauscht werden; bei Gewährleistung verlängert sich die Gewährleistungsfrist um weitere fünf Monate – das heißt auf insgesamt 29 Monate ab Kauf. Bei Gerätetausch über die Herstellergarantie bleibt die Garantiezeitraum bei insgesamt 12 Monaten.

Wofür brauche ich eine Handyversicherung?

Recht irreführend ist das häufige Argument, dass man nicht unbedingt eine Handyversicherung benötigt, weil ohnehin der Händler bzw. Hersteller für die Mangelfreiheit einstehen muss. Die häufig auftretenden Sturz-/Bruch-Schäden bzw. Displaybrüche entstehen durch ungeschicktes Hantieren und sind somit leider kein Gegenstand von Herstellergarantie oder Gewährleistung. Ebenso bei Feuchtigkeitsschäden – hier kann man nur dann Ansprüche aus Herstellergarantie und Gewährleistung geltend machen, wenn das Smartphone eigentlich wasserdicht sein müsste und dennoch ein Feuchteschaden auftritt. Nach Ablauf der Garantie- und Gewährleistungsfrist kann man auftretende Produktmängel nur über die Garantieverlängerung der Handyversicherung abwickeln.

Klarerweise gibt es auch bei der Handyversicherung einige Ausnahmen, über die man vorher Bescheid wissen sollte. Trotzdem sprechen schon die steigenden Smartphone-Preise und das geänderte Nutzungsverhalten für einen passenden Versicherungsschutz.

Spar- und Versicherungstipps für Elektroautos

Futuristisch, dynamisch, zukunftsweisend. Das Elektroauto wird von Experten oft als die Revolution am Automarkt gesehen. Allerdings sind E-Autos noch nicht für jedermann die optimale Wahl, da sie sehr hoch in den Anschaffungskosten und zusätzlich nicht alltagsfreundlich sind. Geringe Reichweiten und hohe Ladezeiten mit der hauseigenen Steckdose schränken die Stromer etwas ein. Doch die Mobilität ist derzeit im Umbruch und wir sind überzeugt, dass es in wenigen Jahren schon eine beträchtliche Anzahl an alltagstauglichen Elektrofahrzeugen und ein gutes Netz an Ladestationen gibt. Wir klären deshalb auf, wo man einsparen kann und was es zum Thema Versicherung rund um das E-Auto zu beachten gibt.

Gibt es für E-Autos eine eigene KFZ-Versicherung?

Grundsätzlich gibt es keine eigenen Versicherungen für Elektroautos. Der Gesetzgeber sieht wie bei normalen Kraftfahrzeugen vor, dass das Fahrzeug mit mindestens einer KFZ- Haftpflichtversicherung ausgestattet wird. In Österreich hat man den Vorteil, dass bei E-Autos die motorbezogene Steuer entfällt. Zudem belohnt nicht nur der Staat die Nutzung von klimafreundlichen Autos (bis zu 4.000 € Förderung), sondern es bieten auch einige Versicherer Spartarife bei der KFZ-Haftpflicht an (bis zu -30% Umweltbonus).

Kaskoversicherung für Elektroautos – Akkus, Kurzschlüsse und Abschleppen mitversichern

Möglich ist für E-Autos auch der Abschluss einer Teilkasko- oder einer Vollkaskoversicherung. Insgesamt fallen die Polizzen für E-Autos nicht unbedingt billig aus, da die Anschaffungskosten der Fahrzeuge höher als bei normalen Kraftfahrzeugen sind, zudem setzen Versicherungen aufgrund der teuren Bauteile hohe Polizzen an. Ein Vergleich lohnt sich auch hier, bei der Recherche kam uns zumindest ein Versicherer unter, der einen 30% Umweltbonus auch auf die Prämie der Kaskoversicherung für das Elektroauto gewährte.

Außerdem sind Elektroautos leistungsstark wie Verbrennerfahrzeuge, deshalb gibt es auch hier keine von vornherein niedrigere Prämie. Gerade Bauteile wie der Akku machen die E-Autos teuer.

Der Akku ist übrigens das Bauteil, welches auch versicherungstechnisch gesondert zu betrachten ist. Dadurch, dass dieses Bauteil extrem teuer ist, schließen es viele Polizzen gar nicht ein bzw. werden hier Abzüge gemacht. Achten Sie bei Ihrer KFZ-Versicherung auf alle Fälle, dass der Akku mitversichert ist!

Außerdem sollten in einem guten Versicherungsvertrag unbedingt das Abschleppen des Fahrzeuges sowie Kurzschlüsse versichert sein. Die Technik der Elektroautos machen den Abschleppvorgang sehr heikel, weshalb hier leicht Schäden entstehen können. Brände, verursacht beispielsweise durch einen Kurzschluss müssen bei den Elektroautos durch spezielles Equipment gelöscht werden. Ohne Versicherung kann auch das teuer werden.

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Sparen bei den laufenden Kosten

Zwar sind die Anschaffungskosten derzeit noch hoch, einige der laufenden Kosten sind beim E-Auto aber deutlich geringer als beim normalen KFZ. Beispielsweise fallen die Servicegebühren vergleichsweise billig aus, da kein Motorölwechsel durchgeführt werden muss. Zudem besitzen E-Autos viele Verschleißteile wie Auspuff, Kupplung erst gar nicht.

Auch bei den „Spritkosten“ kommen Elektroautos günstiger weg. So kommt beispielsweise der Nissans Leaf auf 100 Kilometer beispielsweise auf 4,44 € an Stromkosten. Der vergleichbare Benziner Nissan Pulsar kommt umgerechnet auf 6,50 € an Treibstoffkosten pro 100 Kilometer.

Rechnet sich ein Elektroauto für mich?

Wünschen Sie sich ein energieeffizientes Stadtauto, legen Sie eher kurze Alltagswege mit Ihrem Auto zurück und sind ausreichend Lademöglichkeiten in Ihrer Umgebung vorhanden? Wenn ja, dann passt ein Stromer jedenfalls zu Ihnen. Je nach Autotyp schaffen Sie mit einer Akkuladung ca. 150 bis 400 Kilometer, wobei Fahrweise und Außentemperaturen auch eine wesentliche Rolle spielen.

Um herauszufinden, ob sich ein Elektroauto für Sie finanziell lohnt, gilt es einen Kostenvergleich zwischen einem E-Auto und einem vergleichbaren Benzin- beziehungsweise Dieselmodell herzustellen. Dieser Vergleich kann entweder händisch am Papier gemacht werden oder online. Zum Beispiel hat das deutsche Institut für angewandte Ökologie hierfür einen Onlinerechner zur Verfügung gestellt. Je nach Wagenklasse amortisieren sich die Kosten eines Elektroautos gegenüber eines Benziners schon nach wenigen Jahren. Je mehr man fährt, desto kürzer wird die Amortisationszeit.

Weitere Infos:

5 Gründe, die für eine Handyversicherung sprechen

Displaybruch, Wasserschaden, Raub – Alles Horrorszenarien für den Smartphone-Besitzer. Und sie kommen leider nicht selten vor. Wer hat schon wirklich niemanden in seinem Bekanntenkreis, der nicht schon einmal einen Displayschaden am Handy hatte? Doch nach wie vor werden Handyversicherungen als nutzlos und überteuert abgestempelt, obwohl das passende Produkt sehr wohl Sinn machen kann. Folgender Artikel liefert Ihnen die Gründe, warum sich doch so viele Menschen für eine Smartphone-Versicherung entscheiden.

1. Smartphone Schäden treten häufig auf

Alarmierend hoch sind die Zahlen von Versicherungen, wenn es um die Schäden am Handy geht: Jeder dritte Kunde einer Handyversicherung hatte bereits einen Smartphone Schadensfall, bereits jeder zehnte Kunde hatte bereits zwei Schäden oder mehr. Es wird oft unterschätzt, wie schnell so ein Smartphone beschädigt werden kann und das obwohl es für die meisten Menschen mittlerweile der wichtigste Alltagsgegenstand schlechthin ist. Durch den Abschluss einer Versicherung verschafft man sich nicht nur Ruhe, sondern man steigt aufgrund der hohen Smartphone-Preise oft auch besser aus als ohne.

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2. Displayschäden werden in Zukunft steigen

Treten Smartphone Schäden schon jetzt häufig auf, so werden sich in Zukunft Displayschäden zusätzlich mehren. Ungefähr 60% aller gemeldeten Handyschäden sind Displaybrüche, meistens verursacht durch Stürze. Die Zukunft am Smartphone Markt weist in die Richtung, dass die Handys mit immer größeren Bildschirmen ausgestattet und gleichzeitig schmäler werden. Allerdings macht diese Bauweise die Smartphones noch anfälliger für Displaybrüche. Da reichen Schutzhüllen oft nicht aus.

Ein kleines Beispiel: Eine Displayreparatur beim offiziellen Hersteller Apple kostet 321,10 € (iPhone X). Für dasselbe Geld bekommt man bei der A1 Handygarantie schon die Prämie für 1 ½ Jahre Versicherungsschutz (18 Monate* 11,9€ Monatsprämie für iPhone X = 214,2€) plus die Displayreparatur (Selbstbehalt von 99€).

3. Smartphone Teile werden teurer – Reparaturen auch

Mit der zunehmenden Komplexität der Technik werden immer teurere Bauteile in den Handys verbaut. Einerseits steigt dadurch der Gerätepreis, andererseits steigt auch der Preis der Reparatur der einzelnen Komponenten. Kostet bei Apple die Reparatur eines „sonstigen“ Schadens für das iPhone 8 „noch“ 408,10 €, so kostet beim neuesten Modell, dem iPhone X, selbiges schon 611,10 €. Tritt beispielsweise ein Wasserschaden auf, tun sich mit mehr als 600€ Reparaturkosten Abgründe auf, die man mit einer Handyversicherung schließen kann. Beide Reparaturen kosten jedenfalls ein kleines Vermögen und die Tendenz der Preise ist steigend.

4. Das Nutzungsverhalten der Handys hat sich verändert

War früher das Handy nur zum Telefonieren oder maximal zum Verfassen einer SMS da, so macht man heute alles damit. Ob zum Arbeiten, Fotografieren, Sport machen oder einfach Musik hören, ständig ist das Smartphone in Gebrauch. Warum versichert man nicht den Gebrauchsgegenstand, den man täglich mehrere Stunden nutzt und das Schadensrisiko dadurch sehr hoch ist? Gerade Personen, die das Smartphone in riskanten Situationen verwenden, sollten sich für eine Handyversicherung entscheiden.

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5. Handyversicherung mit Bonusprogramm

Die Handyversicherung zahlt sich nur aus, wenn man auch wirklich einen Schaden erleidet. Oder? Nicht unbedingt. Denn es gibt Versicherungen, wie die A1 Handygarantie, die eine Art Treuebonus bieten. Wenn man in zwei Jahren mit aktivem Versicherungsschutz keinen Schaden meldet, so entfällt der Selbstbehalt für den nächsten Schaden. Das Beste an diesen Programm ist, das der Bonus auch immer übertragen wird, wenn man sich ein neues Gerät anschafft.

Woran Sie eine gute Handyversicherung erkennen:

  • Der Versicherungsvertrag ist klar gestaltet (was die Leistungen betrifft) und bietet Ihnen maximale Transparenz.
  • Der Versicherungsschutz enthält keine versteckten Ausnahmen (Kleingedrucktes beachten!).
  • Bei einem Totalschaden bekommt man einen gleichwertigen Ersatz, sprich man erhält das gleiche Smartphone nochmal, und nicht nur den Zeitwert des alten Gerätes ausbezahlt.
  • Sie bekommen nach einer Reparatur Ihr eigenes Gerät zurück, kein wieder aufbereitetes Fremdgerät.

Die A1 Handygarantie in Zusammenarbeit mit LAMIE direkt erfüllt alle diese Qualitätstandards! Überzeugen Sie sich davon auch im unabhängigen Vergleich der Arbeiterkammer Oberösterreichs.

E-Bike: Wann besteht Versicherungspflicht?

Selbst wenn der Anschaffungspreis nach wie vor ihr Hauptproblem ist: Der Markt für E-Bikes boomt. E-Bikes könnten für so manchen die Alternative zum Auto werden. Hersteller werben teilweise mit Geschwindigkeiten von rund 100 km/h und Reichweiten von bis zu 100 km.  Österreich liegt nach den Niederlanden und Belgien europaweit im Spitzenfeld. Jedes fünfte verkaufte Rad (insgesamt 86.000 Stück) war 2016 hierzulande bereits ein E-Bike. Wir klären auf, ob eine Versicherungspflicht besteht, eine Straßenzulassung nötig ist und was es sonst noch zu beachten gibt!

Rad durch Elektrofahrräder neu erfunden?

Das Fahrrad ist per Definition eine Vorrichtung zur Übertragung der menschlichen Muskelkraft auf die Antriebsräder. Pedelecs und E-Bikes sind durch einen elektrischen Hilfsmotor ausgestattet und zählen rechtlich gesehen, nur bis zu einer bestimmten Bauartgeschwindigkeit und Leistung zu den Fahrrädern, ansonsten gelten sie als Moped oder Motorrad („Kraftrad“).

E-Bike vs Pedelec – worin liegt der Unterschied?

Pedelec steht für Pedal Electric Cycle – ein Elektrofahrrad, das den Antrieb durch die Pedale unterstützt. Nur beim Tritt in die Pedale setzt der Motor unterstützen ein. Beim E-Bike kann man den Motor unabhängig vom Tritt in die Pedale per Gasgriff zuschalten.

Wichtig: Vor Reisen in andere EU-Länder sollte man sich über die dortigen Regelungen erkundigen! Hier gibt es große Unterschiede in Punkto Führerschein, Helm- und Versicherungspflicht, Zulassung und Radwegbenutzung.

Wer braucht ein Kennzeichen, wer nicht?

Das Kraftfahrzeuggesetz regelt, unter welchen Voraussetzungen ein E-Bike als Fahrrad, als Moped oder als Motorrad gilt.

Art Verwendungsvoraussetzungen in Österreich
Fahrrad

  • bis 25 km/h
  • bis 600W
  • Mindestalter: 10 Jahre mit Radfahrprüfung, 12 Jahre ohne Radfahrprüfung
Das E-Bike gilt als Fahrrad und darf unter denselben Voraussetzungen wie ein Fahrrad im Straßenverkehr verwendet werden. Das heißt:

  • es braucht Sicherheitseinrichtungen (zwei separate Bremsen, Klingel, Scheinwerfer, beleuchtetes Rücklicht, Rückstrahler – weiß vorne, gelb seitlich, rot hinten);
  • es besteht Helmpflicht für Kinder bis 12 Jahre;
  • es besteht keine Versicherungspflicht (Fahrradfahren kann aber in einer bestehenden Privathaftpflichtversicherung gedeckt sein).
Moped

  • bis 45 km/h
  • bis 4 kW
  • Mindestalter: 15 Jahre, mit Moped-Führerschein
E-Bikes die unter diese Kategorie fallen, gelten als „Kraftrad“ bzw. als Kraftfahrzeug. Das heißt:

  • es besteht Zulassungs-, Versicherungs- und Helmpflicht;
  • Mopeds müssen rote Kennzeichen tragen, Motorräder weiße;
  • das E-Bike muss jährlich zur Pickerl-Überprüfung;
  • Fahrradwege und -spuren dürfen nicht verwendet werden;
  • Die Zusatztafel „Ausgenommen Fahrräder“ gilt nicht für Krafträder (zB bei Fahrverboten, bei Einbahnen, auf Forststraßen die für Mountainbikes freigegeben sind).
  • zusätzliche Sicherheitseinrichtungen sind erforderlich: Rückspiegel, Bremslicht, Kennzeichenbeleuchtung.
Motorrad

  • ab 45 km/h
  • ab 4 kW
  • Mindestalter: 16 Jahre, mit Motorrad-Führerschein

 Achten Sie beim Kauf von leistungsstarken E-Bikes darauf, dass es einen Typenschein („certificate of conformity“) gibt. Ansonsten fallen für die Einzelgenehmigung mindestens EUR 150 an.

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Mein E-Bike ist ein Kraftfahrzeug – Was nun?

Gilt Ihr E-Bike als Moped oder Kraftfahrzeug, dann müssen Sie es anmelden und dürfen es nur unter den oben beschriebenen Voraussetzungen betreiben. Verstöße, wie Fahren ohne Führerschein oder Zulassung, werden mit Verwaltungsstrafen geahndet werden.

Achtung: Schäden aus der Verwendung eines E-Bikes, das als Kraftrad gilt, sind in der Privathaftpflichtversicherung nicht gedeckt. Besteht auch keine KFZ-Haftpflichtversicherung, dann haften Sie mit Ihrem gesamten Vermögen und unbeschränkt für Personen und Sachschäden aus einem Unfall! Hohe Schadenersatzforderungen und Verteidigungskosten können ihre finanzielle Existenz nachhaltig gefährden.

E-Bike-Unfall – Hilft mir der Verkehrsopferentschädigungsfond?

Personen die infolge eines Verkehrsunfalls einen Personen- oder Sachschaden erlitten haben, können sich in gewissen Fällen mit den Schadenersatzforderungen an den Verkehrsopferentschädigungsfond wenden; unter anderem wenn:

  • der Unfallverursacher ein Fahrradfahrer ist; oder
  • der Unfallverursacher ein E-Bike, das als Kraftrad gilt, ohne Versicherung und Zulassung betrieben hat.

Wenn nun der Verkehrsopferentschädigungsfond dem Geschädigten einen Schaden ersetzt, den Sie als Fahrradfahrer oder als „Kraftrad-E-Biker“ verursacht haben, heißt das nicht, dass Sie damit aus dem Schneider sind. Seine Leistung kann der Verkehrsopferentschädigungsfond bei Ihnen regressieren – im schlimmsten Fall werden Sie dabei auf Jahre hinaus auf das Existenzminimum gepfändet.

Gilt Ihr E-Bike als Fahrrad, dann überprüfen Sie Ihren Versicherungsschutz im Rahmen der Privathaftpflichtversicherung. Gilt Ihr E-Bike als Moped oder Motorrad, dann sorgen Sie für eine KFZ-Zulassung, wenn Sie es im Straßenverkehr verwenden wollen.

EU-Kommission fordert Pflichtversicherung …

Am 24.05.2018 wurde ein Vorschlag zur Verschärfung der Kraftfahrzeug-Versicherung publiziert. Darin ist eine verpflichtende Motorhaftpflichtversicherung für alle elektromotorisierten Räder geplant – auch für jene die nur eine Tretunterstützung bis 25 km/h bieten.

Im Urlaub zum Arzt: Worauf muss ich achten?

Gibt es etwas unlustigeres, als im Urlaub zum Arzt zu müssen? Wenn man wegen eines Unfalls oder einer plötzlichen Erkrankung im Ausland eine Behandlung braucht, trübt das nicht nur das Urlaubserlebnis erheblich, sondern kann sich auch finanziell niederschlagen. Denn: Man sollte sich immer im Klaren sein, dass ärztliche Behandlungskosten auf Reisen eine enorme Kostenfalle darstellen können. Wie Sie sich dagegen absichern können und worauf Sie achten müssen, erfahren Sie im folgenden Beitrag.

Krank geworden innerhalb der EU- Die Europäische Reiseversicherungskarte „hilft“

Eines der wichtigsten Dinge überhaupt für den Urlaub ist, neben dem Reisepass, die E-Card. Auf ihrer Rückseite befindet sich die sogenannte Europäische Krankenversicherungskarte (EKVK). Diese ist blau hinterlegt und gilt in allen EU- Mitgliedsstaaten, EWR- Staaten sowie in der Schweiz, Mazedonien, Montenegro, Serbien und Bosnien-Herzegowina. In diesen Staaten erhalten Sie durch die EKVK dieselben Leistungen, als wären Sie als Inländer der Urlaubsdestination Opfer einer Krankheit oder eines Unfalls geworden.

Jedoch ist zu beachten, dass in Serbien, Montenegro und Bosnien-Herzegowina die Europäische Krankenversicherungskarte vorab dem dortigen Versicherungsträger vorgelegt werden muss, der dann einen ortsüblichen Behandlungsschein ausstellt. Es kann in diesen Ländern aber auch ein Auslandskrankenschein oder auch Urlaubskrankenschein vorgelegt werden, durch den man einen Anspruch auf ärztliche Leistungen erhält. In der Türkei kann lediglich der Auslandskrankenschein verwendet werden. Dieser wird grundsätzlich vor Urlaubsantritt vom Dienstgeber ausgestellt.

Beim Arztbesuch:

Vor dem Beginn jeder medizinischen Behandlung sollte die EKVK vorgezeigt werden, um Missverständnisse, was die Kostenübernahme der Behandlung betrifft, zu vermeiden. Zudem ist die E-Card im Ausland nur bei Vertragsärzten bzw. in öffentlichen Spitälern gültig. Suchen Sie dennoch einen Wahlarzt oder eine Privatklinik im EU-Ausland auf, freiwillig (wegen höherer medizinischer Standards) oder unfreiwillig (weil zum Beispiel kein Vertragsarzt zur Verfügung steht), müssen Sie die Kosten vorerst selbst begleichen.

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Sie sollten sich in diesem Fall unbedingt eine genaue Rechnung mit einer ausführlichen Übersicht der Kosten erstellen lassen – wenn möglich auf Englisch oder Deutsch. Diese kann dann bei der heimischen Gebietskrankenkasse eingereicht werden. Man erhält in der Regel 80% jener Behandlungskosten zurück, welche dieselbe Behandlung bei einem österreichischen Vertragsarzt gekostet hätte. Ist die Behandlung im Ausland teurer, müssen Sie den restlichen Betrag aus eigener Tasche bezahlen. Diese Deckungslücke ist leider nur den Wenigsten bewusst, weshalb wir eine eigene Reisekrankenversicherung empfehlen – vor allem bei Reisen nach Übersee.

Krank außerhalb der EU- Die Reisekrankenversicherung als Nonplusultra

In den oben nicht genannten Staaten wird die E-Card nicht akzeptiert und die Krankenkasse leistet nur teilweise Kostenersatz. Reise- und Transportkosten werden nicht bezahlt. Man sollte sich daher gut überlegen, ob man sich dem Risiko horrender Arztkosten aussetzen will (in den USA oder Kanada können die Behandlungskosten pro Tag vierstellig sein), oder ob man doch lieber eine Reiseversicherung abschließen sollte.

Die Reisekrankenversicherung deckt die Behandlungskosten im Ausland ab sowie die Kosten für einen schnellen Heimtransport, der beispielsweise unumgänglich ist, wenn man sich in Ländern mit schlechter medizinischer Versorgung aufhält. Oftmals lohnt es sich auch eine Kreditkarte mit Reisekrankenversicherung zu haben.

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Achtung: Für Senioren gibt es bei der Reiseversicherung oft gewisse Einschränkungen. Aber ganz allgemein gilt: Unbedingt die Arztrechnung direkt mitnehmen, aufheben und wenn nötig auf Englisch übersetzen lassen! – verlassen Sie sich nicht auf eine Nachsendung per Post oder E-Mail!

Reisekrankenversicherung, Auslandskrankenversicherung oder Langzeitreisekrankenversicherung

Egal welchen Begriff der jeweilige Versicherer verwendet, eine einheitliche Definition gibt es für die in der Überschrift genannten Begriffe leider nicht, weshalb man sich in keinem Fall auf einen gewissen Deckungsinhalt verlassen kann. Wir empfehlen, eine Liste mit den für Sie wichtigsten Punkten zu verfassen, die Sie bei der Angebotseinholung nennen und anhand derer Sie dann die verschiedenen Produkte vergleichen können. Zunächst sollte man abklären:

  • Gibt es mit meinem beabsichtigten Reiseland ein Abkommen oder kann ich sogar meine E-Card benutzen?
  • Wie lange und wie oft möchte ich dieses Jahr verreisen?
  • Bereise ich unterschiedliche Länder oder immer dasselbe?
  • Leide ich unter einer vor- oder chronischen Erkrankung und wird dadurch ein Arztbesuch im Ausland wahrscheinlich?
  • Welche Aktivitäten möchte ich während meiner Reise/ meinem Aufenthalt nachgehen?
  • Muss oder möchte ich während meiner Reise arbeiten oder ist sie rein privat?

Besonders bei längeren Auslandsaufenthalten ist Vorsicht geboten, da die meisten Reisekrankenversicherungen nur Reisen bis zu einer Dauer von 6 Wochen versichern. Möchte man sich also längere Zeit im Ausland aufhalten oder sogar dort einer Arbeit nachgehen, ist eine genaue Auseinandersetzung mit den einzelnen Angeboten unausweichlich.

Zusammenfassung: Krank im Urlaub – welche Versicherung brauche ich wann?
  1. Reisen in EU-Länder / mit Sozialversicherungsabkommen bei Vertragsärzten:
    Gesetzliche Krankenversicherung mit E-Card
  2. Reisen außerhalb der EU:
    Reisekrankenversicherung (EMPFOHLEN: auch bei Reisen innerhalb der EU)
  3. Längere Aufenthalte im Ausland:
    Auslandskrankenversicherung od. Langzeitreisekrankversicherung

Einen Ratgeber, für alle wichtigen Versicherungen für den Urlaub finden Sie hier .

Vor dem Urlaub-Checklist: Das Zuhause „urlaubssicher“ machen

Das Gefühl kennt wohl jeder – die Koffer sind gepackt und man will am liebsten so schnell wie möglich einen großen Abstand zwischen sich und der gewohnten Umgebung lassen. Ab in den Urlaub! So groß dieses Verlangen auch ist, sollte man dennoch nicht alles, nach dem Motto „hinter mir die Sintflut“, stehen und liegen lassen. Ein paar Vorkehrungen sind zu treffen um das Zuhause während der Abwesenheit vor Einbrüchen oder Schäden zu schützen oder zumindest die Gefahr zu verringern. Denn genauso gerne wie man wegfährt, kommt man ja bekanntlich auch wieder nach Hause. Hier unsere Checklist für Ihr Zuhause:

1. Briefkasten leeren bzw. leeren lassen

Ein überfüllter Briefkasten ist ein deutliches Signal, dass die Bewohner nicht Zuhause sind. Leeren Sie ihn vor der Abreise unbedingt nochmal und beauftragen Sie bei längerer Abwesenheit eine Vertrauensperson, regelmäßig Ihre Post zu holen. Es gibt auch die Möglichkeit, sich bei der Post ein Urlaubsfach einzurichten – dort werden sämtliche Briefe während Ihrer Abwesenheit gelagert.

2. Hauptwasserhahn abdrehen

Wer einen genauen Blick in seine Haushalts- oder Eigenheimversicherungspolizze wirft, wird häufig auf die so genannte 72-Stunden-Klausel stoßen. Sie besagt, dass die Hauptwasserleitung abzudrehen ist, wenn das versicherte Gebäude oder die Wohnung länger als drei Tage unbewohnt ist. Ansonsten kann die Versicherung bei einem Wasserschaden die Leistung verweigern. Diese Regelung ist den meisten nicht bekannt, jedoch ist sie sehr üblich im Versicherungsbereich.

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3. Wasser für die Blumen

Wenn Sie jemanden haben, der mindestens alle 72 Stunden nach dem Rechten sieht und die Blumen im Haus oder im Garten spritzt oder die Katze füttert, können Sie den Wasserhahn auch aufgedreht lassen. Oft ist das auch nötig, wenn man beispielsweise eine automatische Sprinkleranlage hat. Sicherheitshalber sollten Sie dies aber noch vorher mit Ihrer Versicherung absprechen.

4. Jalousien runter oder rauf?

Der beste Schutz vor Sommergewittern mit Hagel und Sturm sind heruntergelassene Außen-Jalousien, Fenster- oder Rollläden. Allerdings sind sie auch eine schöne Einladung an Einbrecher, da sie einem den Eindruck vermitteln, dass niemand Zuhause ist – vor allem tagsüber. Auch hier wäre die Hilfe von Nachbarn, Freunden oder der Familie ratsam, indem sie ab und zu die Jalousien rauf- und runterziehen.

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5. Garten und Balkon vor Unwetter schützen

Sichern Sie sämtliche beweglichen Gegenstände auf Balkon, Terrasse und Garten um potentiellen Schadenquellen bei einem Unwetter zu vermeiden. Dies besagt auch die Schadenminderungspflicht der Versicherung – unter Umständen kann diese dann bei Nichteinhaltung (grobe Fahrlässigkeit) den Schaden ablehnen. Im LAMIE Versicherungsblog verraten wir Ihnen auch, was Sie tun müssen, damit die Versicherung bei einem Unwetter im Falle eines Schadens an Haus, Auto oder an einer Person zahlt.

6. Elektronische Geräte abstecken

Um elektronische Geräte vor direkten bzw. indirekten Blitzschäden zu schützen, sollten Sie alle Stecker rausziehen bevor Sie abreisen. Ein indirekter Blitzschlag liegt vor, wenn es infolge eines Blitzschlages in der Nähe des versicherten Grundstücks zu einer Überspannung im Stromnetz kommt und dadurch elektrische Geräte oder Leitungen beschädigt werden. Das kann auch passieren, wenn sich der Blitz mehrere Kilometer von Ihrem Zuhause entlädt. Während der direkte Blitzschlag in den gängigen Haushaltsversicherungen gedeckt ist, ist der indirekte Blitzschlag oft nicht enthalten.

Bei der LAMIE Premium Eigenheim- und Haushaltsversicherung ist der indirekte Blitzschlag mitversichert!

7. ALLES absperren

Dass man alle Türen und Fenster verschließt, wenn man in den Urlaub fährt, sagt einem schon der Hausverstand. Dennoch wird es in der Hektik oft vergessen. Gekippte Fenster, welche zudem leicht erreichbar sind, können bei einem Einbruch von der Versicherung als grob fahrlässige Obliegenheitsverletzung gesehen werden und die Versicherungsleistung bleibt dann meist aus. Von Seiten der Höchstgerichte heißt es in solchen Fällen, dass ein gekipptes Fenster „die Gefahr eines Einbruchdiebstahls erheblich steigert“. Ebenso reicht es nicht, Türen nur zuzuziehen. Der Schlüssel muss schon mindestens einmal umgedreht werden.

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Wer auf Nummer sicher gehen will, schließt „grobe Fahrlässigkeit“ in den Versicherungsvertrag mit ein. In der LAMIE Haushaltsversicherung ist grobe Fahrlässigkeit automatisch versichert.

8. NO-GOs in Sachen Einbruchschutz beachten

Ein guter Lesetipp für alle Urlauber ist auch unser Artikel zum Thema NO-GOs in Sachen Einbruchschutz. Dort sind weitere einfache Maßnahmen genannt, um das Einbruchrisiko während der Abwesenheit zu verringern.

Auch wenn das meiste Budget in die Urlaubskasse fließt, empfehlen wir in Sicherheitstüren (ÖNORM B5338, ab Widerstandsklasse 3), zusätzliche Fenstersicherung (besonders für Kellerfenster!) oder eine Alarmanlage zu investieren. Ein geübter Einbrecher braucht weniger als 15 Sekunden, um sich über ein normales Fenster oder eine normale Tür Eintritt zu verschaffen. Die Erfahrung zeigt, dass 60% der Täter nicht in alarmgesicherte Häuser einbrechen.

Ein weiterer Lesetipp zum Schluss: Prüfen Sie vorher unbedingt, welche Versicherungen für Ihren Urlaub relevant sind.