Coronavirus: Was Sie für Ihre Reise wissen sollten

Das Coronavirus ist auf dem Vormarsch. Ein schlechtes Bauchgefühl macht sich breit unter Urlaubsfreudigen. Soll man den geplanten Italienurlaub absagen? Kreuzfahrt ist wohl heuer eh nicht? Braucht man für Asien-Reisen eine Schutzmaske? Eindeutige Antworten gibt es auf diese Fragen nicht, da die Situation noch immer schlecht einzuschätzen ist. Wenn Sie vom Coronavirus irgendwie betroffen sind oder eine Reise deswegen stornieren möchten, gibt es einiges zu beachten. Die besseren Chancen hat man bei Buchungen über das Reisebüro.

Wann kann ich Reisen aufgrund einer Epidemie umbuchen oder stornieren?

Gebucht ist gebucht. Eine Reise zu stornieren kostet meistens Geld, vor allem dann, wenn man die Reiseleistungen einzeln selbst gebucht hat. Dabei ist es leider unerheblich, ob wegen Krankheit, einer Epidemie oder Wohnungsbrand abgesagt wird. Beim Abschluss einer Individualreise sollte man daher in jedem Fall unbedingt darauf achten, welche Stornobedingungen für das Hotel oder der Reiseveranstalter bestehen. Wer aufgrund des Coronavirus das Risiko nicht eingehen möchte, muss also auf Kulanz des Reisepartners hoffen oder möglichst bald stornieren, um geringe Stornosätze zu erlangen.

Tipp: Es besteht noch eine weitere Möglichkeit, um Stornokosten zu entgehen. Laut Konsumentenschutzgesetz (KSchG) kann bei Krankheit, Unfall, Todesfall oder Geschäftstermin die Reise auf eine Ersatzperson übertragen werden. Wenn Sie also jemand anderen finden, der an Ihrer Stelle die Reise antritt, können Sie die Übertragung innerhalb einer angemessenen Frist vor Anreise dem Veranstalter mitteilen. Unter Umständen entstehen hier Mehrkosten für die Übertragung.
 
Coronavirus Reise stornieren
 
Wer über das Reisebüro eine Pauschalreise bucht, hat hier schon bessere Karten, aber nur dann, wenn für den Urlaubsort einen öffentliche Reisewarnung vorliegt. Hier ermöglichen es Reiseveranstalter die Reise kostenlos umzubuchen oder zu stornieren. Das geht dann aber nur kurzfristig. Denn nur weil zwei Monate vor dem Urlaub eine Reisewarnung besteht, heißt das nicht, dass dies bei der Abreise auch noch der Fall ist.

Bislang bestehen nur partielle Reisewarnungen für die Provinz Hubei in China sowie für Gemeinden in der Lombardei und Venetien in Italien. Damit eine Reisewarnung für ein ganzes Land ausgesprochen wird, braucht es enorm viel. Da müsste schon die ganze Infrastruktur zusammenbrechen bzw. die Gefährdung der körperlichen Sicherheit eindeutig gegeben sein. Reisewarnungen für die vom Coronavirus betroffenen Ländern finden Sie auf der Homepage des Bundesministeriums für Europäische und internationale Angelegenheiten.
 

 
Zudem hat man als Pauschalreisender das Recht die Reise zu stornieren, wenn am Urlaubsort plötzlich unberechenbare Umstände auftreten, welche den Aufenthalt oder die Beförderung zum Reiseziel erheblich beeinträchtigen. Wer also im Urlaub vom Ausbruch des Coronavirus überrascht wird und seine Pauschalreise daher frühzeitig abbrechen muss, wendet sich am besten an seinen Reiseveranstalter. Dieser muss den Rücktransport organisieren und bezahlen.

Wenn Sie gerade Ihre Frühlingsferien planen, bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als die Entwicklungen abzuwarten und möglichst so zu buchen, dass eine Stornierung möglich ist.
 
Coronavirus
 

Reiseversicherung zahlt nicht bei schlechtem Bauchgefühl

Wer den Urlaub nur aufgrund eines schlechten Gefühls absagen möchte, geht wahrscheinlich auch mit einer Reiseversicherung leer aus. Bei Reisestornoversicherungen, die Epidemien versichern, muss für die jeweilige Region meist ebenfalls eine öffentliche Reisewarnung vorliegen, damit die Versicherung bei Storno oder Abbruch der Reise zahlt.

Oft sind aber auch Reisewarnungen kein versicherter Stornogrund, vor allem bei Kreditkarten-Reiseversicherungen.

Anreise aufgrund von Coronavirus nicht möglich, was tun?

Anders sieht die Situation aus, wenn aufgrund des Coronavirus der Ferienort abgeriegelt wird und man die gebuchte Reiseleistung nicht antreten kann. Bei Fällen von höherer Gewalt, kann man sich als Kunde auf den Wegfall der Geschäftsgrundlage berufen und von der Reise kostenlos zurücktreten. Der Reiseveranstalter kann aber auch eine Alternative anbieten.

Wegen Coronavirus unter Quarantäne

Die Angst selbst unter Quarantäne zu fallen steigt. Möglich ist das schließlich schon bei einem kleinen Verdacht. Als Verdachtsfall wird man eingestuft, wenn man innerhalb von 14 Tagen Kontakt mit einem bestätigten oder wahrscheinlichen Covid-19-Patienten hatte oder sich in einer Region aufgehalten hat, in der Fälle nachgewiesen wurden.
 
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So unangenehm die Situation auch ist, müssen Sie zumindest keine Angst vor Entgelteinbußen haben, wenn Sie Ihre Arbeit nach der Reise nicht pünktlich antreten können. Die Entgeltfortzahlung erfolgt durch den Bund. Das Wichtigste ist nur, Ihren Arbeitgeber sobald wie möglich zu informieren. Dieser kann sich das Geld auf Basis des Epidemiegesetzes zurückholen.

Achtung: Dies gilt jedoch nicht, wenn Sie in ein betroffenes Gebiet reisen, wo vorher schon eine Reisewarnung bestand. Kommt man dort unter Quarantäne, ist der Arbeitgeber nicht verpflichtet, Ihr Gehalt weiter zu bezahlen. Dies wäre dann eine unbezahlte Dienstverhinderung, die aber keinen Entlassungsgrund darstellt.

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Reiseschutz via Smartphone für 3 Kunden

LAMIE direkt und Drei Österreich bieten nun Mobilfunkkunden eine innovative und praktische Reiseversicherung via Smartphone. Damit sind Sie im Ausland immer versichert, im Urlaub und auf Geschäftsreisen, denn der Schutz aktiviert sich bei Verbindung mit dem ausländischen Netz automatisch. Alle was Sie dafür tun müssen: Einfach online anmelden und auf Reisen einmalig ins Mobilfunknetz einwählen. Datenroaming ist dafür nicht notwendig. Abgerechnet werden nur die genutzten Reisetage via Handyrechnung von Drei.

Der Reiseschutz enthält folgende Leistungen schon um
1,5€ pro Tag:

    • Auslandskrankenversicherung
      Behandlungskosten, Nottransporte, ein notwendiger Rücktransport ins Heimatsland, Unterbringungskosten eines Angehörigen und weitere Leistungen sind bis zu einer Versicherungssumme von 200.000 € versichert. Auch Such- und Bergungskosten bis zu einer Höhe von 20.000 € sind gedeckt.
    • Reise-Unfallversicherung
      Bei Langzeitschäden aufgrund eines Unfalles (Invalidität) im Ausland werden Ihnen bis zu 20.000 € erstattet. Ihre Hinterbliebenen erhalten 10.000 € im Todesfall.
    • Reisegepäckversicherung
      Deckt Schäden auf Grund von Diebstahl, Einbruchdiebstahl oder Raubüberfall in der Unterkunft, aus einem Fahrzeug oder nach einem Unfall, sowie den Verlust oder Diebstahl von Reisedokumenten bis zu 1.500 € (3.000 € im Familientarif)
    • Reise-Privathaftpflichtversicherung
      Fügen Sie Dritten während einer Reise einen Schaden zu (Personen- und Sachschäden), ist dieser bis zu einer Versicherungssumme von 100.000 € versichert. Beispielsweise, wenn Sie in Ihrem Skiurlaub aus Versehen gleich mit mehreren anderen Wintersportlern zusammenstoßen und einige davon schwer verletzen. Neben den zu verschmerzenden Sachschäden (Kleidung und Ausrüstung) entstehen hohe ärztliche Behandlungs- und Folgekosten, die Sie als Verursacher des Unfalls zu tragen haben.
    • Weltweiter 24-Stunden-Notdienst
      Bei medizinischen Notfällen steht Ihnen einen Notdienst an 365 Tagen telefonisch zur Seite.
    • Weltweit gültig
    • Schutz für die gesamte Familie um 3,80 € pro Tag
      Sie können einen zusätzlichen Erwachsenen und bis zu drei Kinder (unter 18 Jahren) eintragen lassen.

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Häufige Irrtümer in Sachen Reiseversicherung

1. Ich habe eine E-Card, ich brauche das nicht.

Ja, aber diese deckt nur die Kosten, die Sie auch in Österreich ersetzt bekommen hätten. Die E-Card ist im Ausland nur bei Vertragsärzten bzw. in öffentlichen Spitälern gültig. Oft sind aber aufgrund mangelnder medizinischer Standards Privatärzte oder -kliniken die einzige vernünftige Anlaufstelle. Von der heimischen Krankenkasse bekommt man dann oft nur einen Teil rückerstattet und muss den Rest aus eigener Tasche bezahlen. Auch ein Ambulanz-Jet für den Rücktransport ins Heimatland ist zum Beispiel nicht gedeckt.

Außerhalb der EU ist die E-Card sowieso nicht gültig, was gerade in Ländern wie den USA zu horrenden Behandlungskosten führen kann.

Eine 24 Stunden-Assistance für Notfälle gibt es auch nicht.
 
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2. Ich habe eine Kreditkarte, ich bin bereits versichert.

Kreditkartenversicherungen haben teilweise beträchtliche Lücken, auf die auch der Durchblicker immer wieder hinweist. Oft ist es auch schwer herauszufinden, welche Leistungen wirklich bei der jeweiligen Kreditkarte versichert sind, da es an der nötigen Transparenz fehlt. An wen kann ich mich im Notfall wenden? Sind auch meine mitreisenden Familienangehörigen versichert? Gibt es spezielle Ausschlüsse?

Besonders die Reisekrankenversicherung ist ein wichtiges Thema, denn Kreditkartenleistungen unterliegen besonderen Nutzungsbedingungen und leisten meist nur eingeschränkt. Wirklich umfassenden Versicherungsschutz gibt es oft auch erst bei den eher teuren Gold- und Platinum-Kreditkarten mit Kosten von über 100€ pro Jahr.

Beispiele

  • Die regelmäßige Benützung der Kreditkarte oder die Bezahlung der Reise mittels Kreditkarte gelten oft als Voraussetzung für den vollen Versicherungsschutz.
  • Bei Kreditkartenversicherung gibt es häufig Selbstbehalte.
  • Bei vielen Kreditkarten-Reiseversicherungen sind Familienangehörigen in der Krankenversicherung ausgeschlossen.
  • Bei Einreise in einige Länder wie z.B. KUBA und Russland sind Reiseversicherungen inkl. Auslandskrankenversicherung sogar verpflichtend. Reiseversicherungen inkludiert in Kreditkartenleistungen werden hierfür nicht akzeptiert.

3. Ich habe bereits eine günstige Jahresreiseversicherung.

Diese zahlt sich meistens nur aus, wenn man viel im Ausland ist. Da man beim Reiseschutz nur pro Reisetag zahlt, kann man leicht Prämie sparen. Hier ein Preisvergleich:
 

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*Quelle: Durchblicker.at, Stand08/2019


 

4. Im Urlaub ist mir noch nie etwas passiert.

Statistisch gesehen war schon jeder 5. Österreicher im Urlaub krank. Unfälle sind nie ausgeschlossen und mit Kindern hat man auch ein erhöhtes Risiko. Die Family-Option schützt auch diese. Der Reiseschutz ist ein solider und günstiger Basisschutz für alle, die das Geld für eine teure Reiseversicherung lieber in der Urlaubskasse lassen wollen. Zum Preis von einer Eiskugel sind Sie und Ihre Familie im Urlaub automatisch gegen hohe Arzt-, Unfallkosten etc. geschützt und haben bei medizinischen Notfällen einen weltweiten 24-Stunden-Notdienst.

5. Da ist keine Stornoversicherung inkludiert.

Der Reiseschutz via Smartphone aktiviert sich automatisch erst bei Reisebeginn. Da eine Stornoversicherung Ereignisse vor Reiseantritt versichert, ist ein dementsprechender Schutz nicht mehr notwendig bzw. sinnvoll.
Der Reiseschutz deckt daher kostengünstig alle Risiken ab Reisebeginn ab und ist ideal für Spontanreisende bzw. preisbewusste Kunden. Gerade Kurztrips werden oft spontan angetreten, wo der Kunde durch den überschaubaren Reisepreis das Risiko von Stornokosten in Kauf nimmt. Vielfach werden Hotelaufenthalte auch über Buchungsseiten reserviert, die bis zum Tag vor der Abreise kostenlose Stornierungen ermöglichen und daher eine Stornoversicherung unnötig machen.

Ist nun der Reiseschutz nichts für längere bzw. im Reisebüro gebuchte Reisen?

Ganz im Gegenteil. Drei Kunden können den Reiseschutz via Smartphone auf jeder Art von Reise verwenden. Neben der Altersbeschränkung von 70 Jahren, stellt die maximal mögliche versicherbare Reisedauer von 90 Tagen die einzig wirkliche Begrenzung dar. Der Reiseschutz kann eine sinnvolle Ergänzung zu einem im Reisebüro abgeschlossenen Stornoschutz sein, bietet dem Kunden aber auch die Möglichkeit frei zu wählen und den Schutz für einzelne Reisen einfach zu deaktivieren.

Insurance Innovation: REISEVERSICHERUNG VIA SMARTPHONE

LAMIE direkt und Drei Österreich haben eine Produktinnovation auf dem Markt gebracht, mit der Sie bei der Urlaubsplanung zukünftig an eines nicht mehr denken müssen: Die Reiseversicherung. Mit dem Reiseschutz via Smartphone sind Sie im Ausland automatisch versichert. Ein günstiger Schutz im Urlaub oder auf Geschäftsreisen, taggenau und ohne Bindung – so funktioniert’s:

Mit dem Smartphone kann man ja mittlerweile fast alles machen, deshalb ist es für viele ja so extrem wichtig. Neben Urlaubsfotos, Musik und WhatsApp können Drei Kunden mit ihrem Handy in Zukunft auch für automatischen Versicherungsschutz auf Auslandreisen sorgen. Vor allem eine Reisekrankenversicherung ist im Urlaub essentiell, da die E-Card nicht überall gültig ist bzw. oft nur ein Teil der Kosten ersetzt wird. Daran denken viele Urlauber nicht oder stecken das Geld für eine Reiseversicherung lieber in die Urlaubskasse. Flattert nach einer Behandlung im Ausland dann aber eine saftige Rechnung ins Haus, wird diese Kasse wahrscheinlich bei Weitem gesprengt. Der praktische Reiseschutz von LAMIE direkt und Drei Österreich schont mit nur 1,50 € am Tag auf jeden Fall Ihr Reisebudget und wird bequem per Drei Handyrechnung abgerechnet.

So einfach geht’s:

  1. Sie melden sich einmalig und kostenlos für den Reiseschutz an.
    Das war’s soweit.
  2. Bei Ausreise und einmaliger Verbindung mit dem ausländischen Mobilfunknetz wird der Schutz automatisch aktiviert. Dafür müssen Sie nur Ihr Handy einmalig einschalten. Datenroaming ist nicht notwendig. Die mobilen Daten können Sie also ausgeschaltet lassen.
  3. Nachdem Sie sich bei der Heimreise wieder in das österreichische Netz eingewählt haben, deaktiviert sich die Versicherung ebenfalls automatisch. Sie werden darüber benachrichtigt.

So erhalten Sie passgenauen Schutz und zahlen nur die versicherten Reisetage.


 

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Preisvergleich mit einer gängigen Reiseversicherung

Reiseversicherung Vergleich

*Quelle: Durchblicker.at, Stand08/2019

 

Guter Basisschutz zum Preis von einer Eiskugel

  • Auslandskrankenversicherung
    Behandlungskosten, Nottransporte, ein notwendiger Rücktransport ins Heimatsland, Unterbringungskosten eines Angehörigen und weitere Leistungen sind bis zu einer Versicherungssumme von 200.000 € versichert. Auch Such- und Bergungskosten bis zu einer Höhe von 20.000€ sind gedeckt.
  • Reise-Unfallversicherung
    Bei Langzeitschäden aufgrund eines Unfalles (Invalidität) im Ausland werden 20.000 € erstattet. 10.000 € im Todesfall.
  • Reisegepäckversicherung bei Schäden und Diebstahl bis zu 1.500 € (3.000 € im Familientarif)
  • Reise-Privathaftpflichtversicherung
    Fügen Sie Dritten einen Schaden zu (Personen- und Sachschäden), ist dieser bis zu einer Versicherungssumme von 100.000 € versichert.
  • Weltweiter 24-Stunden-Notdienst
    Bei medizinischen Notfällen steht Ihnen einen Notdienst an 365 Tagen telefonisch zur Seite.
  • Weltweit gültig
  • Schutz für die gesamte Familie um 3,80 € pro Tag

Sorgenfrei im Urlaub

 

Einfach und flexibel

Man braucht sich also nur einmal anmelden und ist mit dem Handy im Ausland immer automatisch versichert. Vor der Fahrt in den Urlaub ist dann nichts weiter zu tun. Und wenn man die Versicherung einmal nicht braucht, kann man diese ganz leicht per Klick deaktivieren. Nach Einreise und Verbindung mit dem ausländischen Netz bekommt man jedes Mal eine Benachrichtigung, wenn der Schutz aktiv ist und kann die Versicherung die jeweiligen Reise über einen Link innerhalb von 3 Stunden wieder deaktivieren.

Auch eine generelle Abmeldung ist jederzeit möglich.
 

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8 mögliche Lücken bei der Kreditkarten-Reiseversicherung

Wer eine Kreditkarte hat, ist unter Umständen auch reiseversichert – und das oft zu erheblich geringeren Kosten als bei einer klassischen Reiseversicherung. Klarerweise kommt der geringe Preis nicht von irgendwo her. Fakt ist, dass sehr viele und sehr unterschiedliche Angebote am Markt bestehen und es bei der Kreditkartenreiseversicherung häufig ordentliche Einschränkungen gibt. Der Versicherungsschutz des Kreditkartenanbieters wird aber oft nicht genauer geprüft, weshalb sich viele im Urlaub bestens geschützt fühlen. Wir haben eine Liste mit den häufigsten Lücken von Kreditkarten-Reiseversicherungen erstellt, die Sie kennen sollten.  
Kreditkartenversicherungen sind praktisch und günstig, weshalb sie durchaus ihre Daseinsberechtigung haben. Das ganze Jahr über ist man dadurch auf Reisen versichert. In Sachen Reiseunfall-, Reisehaftpflicht- bzw. Reisekrankenversicherung gibt es einige Kreditkartenversicherungen, die bei der Deckung durchaus mit den klassischen Reiseversicherungen mithalten können. Es hängt sehr stark von Art und Umfang der geplanten Reise ab, ob und welche Kreditkarte ausreichend ist. In unserem großen Kreditkarten-Reiseversicherungsvergleich haben wir bereits die gängigsten Anbieter in Österreich miteinander verglichen und die besten Angebote hervorgehoben. Nun möchten wir aber auch die möglichen Lücken aufzeigen, auf die Sie beim Angebotsvergleich und auch in Bezug auf die Länge und Kosten Ihres Urlaubes besonders achten sollten.

1. Bezahlung mittels Kreditkarte

Die Versicherung ist teilweise nur bei Bezahlung der Reise mittels Kreditkarte wirksam. Teilweise reicht es auch, wenn die Karte regelmäßig benützt wird (z.B. einmal in 2 Monaten). Nur bei einigen wenigen Anbieter reicht der Kartenbesitz alleine aus.

2. Leistungen teilweise auf den Kartenbesitzer beschränkt

Oft sind gewisse Leistungen, z.B. die Reisekrankenversicherung, auf den Kartenbesitzer beschränkt. Gerade bei Reisen nach Übersee, wo die E-Card nicht gültig ist, ist eine ordentliche Auslandskrankenversicherung für alle Mitreisenden notwendig, da sonst keinerlei Versicherungsschutz besteht.

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3. Nur Familienmitglieder mitversichert

Eine Gruppenreiseversicherung ist mittels Kreditkarte nicht möglich. Zusätzlich mitversichert sind meist nur Familienangehörige. Dazu zählen Ehepartner bzw. der im gemeinsamen Haushalt lebende Lebensgefährte und Kinder des Karteninhabers bzw. des Ehepartners / Lebensgefährten bis zum 18. Geburtstag.

4. Geringere Deckung bei Reisestorno- und Reiseabbruchversicherung

Beim Reisestorno- bzw. Reiseabbruchschutz fällt die Deckung geringer aus als bei den klassischen Reiseversicherungen. Meist reicht die Versicherungssumme von 1.500 bis 3.000 € bei den gängigen Classic und Gold Karten, höhere Beträge bieten nur wenige (Platinum) Karten.
Bei einigen Karten oder deren Abstufungen ist die Stornierung oder der vorzeitige Abbruch der Reise gleich gar nicht versichert.

5. Oft nur Pauschalreisen gedeckt

Der Stornoschutz gilt bei einigen Kreditkarten nur für Pauschalreisen, nicht jedoch Individualreisen. Eine genaue Definition für Pauschalreisen findet sich in der EU Pauschalreiserichtlinie. Dazu zählen beispielsweise auch „Durchklick“-Angebote im Internet. Ein solches liegt vor, wenn man beim Flugbuchen, zusätzlich auch einen angebotenen Mietwagen oder eine Unterkunft buchen kann.
Oftmals liegt jedoch keine Pauschalreise vor. Deshalb sollte man darauf achten, dass wenn nötig auch Individualreisen (separate, selbst gebuchte Reiseleistungen) versichert sind.

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6. Oft nur ein Schadenfall pro Jahr

Bei der Reisestornoversicherung gibt es meist eine Beschränkung auf einen Schadenfall pro Jahr.

7. Geld, Wertpapiere, Fahrkarten und Dokumente meist ausgenommen

Bargeld, Kreditkarten und Reisedokumente (meist auch Laptops oder Tablets) sind von der Reisegepäckversicherung ausgenommen. Wertgegenstände und technische Geräte (Kameras) sind oft nur unter Beaufsichtigung oder Aufbewahrung in versperrten Räumen/Behältnissen versichert. Diese Ausnahmen gelten jedoch auch für klassische Reiseversicherungen.

8. Selbstbehalte

Selbstbehalte sind lästig. Die gibt es bei Kreditkartenversicherung leider häufiger als beim klassischen Produkt, vor allem bei der Reisestorno-Deckung. Hier beträgt der Selbstbehalt in der Regel 20% vom entstandenen Schadensbetrag.

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Reiseversicherung – der große Kreditkartenvergleich

Das Angebot an Kreditkarten ist nahezu endlos, die Konditionen und Inhalte können kaum unterschiedlicher sein. Viele Kreditkartenpakete beinhalten auch eine Reiseversicherung, was Urlauber besser schlafen lässt. Doch auch hier gilt – Reiseversicherung ist nicht gleich Reiseversicherung. Wir haben die Versicherungsbedingungen der großen Kreditkartenanbieter für Sie verglichen – Jetzt nachlesen und ideale Kreditkarte für Ihre Reise finden.

Leidenschaftliche Urlauber nehmen den höheren Preis für eine Kreditkarte mit Reiseversicherung gerne in Kauf – die wohl wichtigsten Bestandteile: Reiseunfall-, Reisekranken- und Reisestornoversicherung. Gerade bei längeren Fernreisen in die USA ist eine Auslandskrankenversicherung ein absolutes Must-have, sonst müssen Sie im Ernstfall alle ärztlichen Behandlungen selbst bezahlen.

Leider gibt es bei den verschiedenen Kreditkarten erhebliche preisliche und inhaltliche Unterschiede, sowie auch einige Einschränkungen im Vergleich zu klassischen Reiseversicherungen. Wir haben offiziell über die Homepage der Anbieter die verschiedenen Versicherungsbedingungen durchforstet und deren Produkte miteinander verglichen. In den folgenden Links finden Sie einen Vergleich der Reiseversicherungen pro Kartenanbieter:

PayLife Kreditkarten-Vergleich (auch erhältlich bei Oberbank, Volksbank, VKB Bank, Hypo Oberösterreich)

Card complete Kreditkarten-Vergleich (auch erhältlich bei Bank Austria, Oberbank)

American Express Kreditkarten-Vergleich

Bankeneigene Kreditkarten Vergleich (Sparkasse, Raiffeisen, BAWAG P.S.K., free.at, N26)

Studenten-Kreditkarten Vergleich

Achtung: Die hier zur Verfügung gestellten Informationen sind keine vollständige Sammlung der am österreichischen Markt vorkommenden Kreditkarten und Banken. Die Angaben sind Orientierungsgrößen und bevor Sie eine Kreditkarte beantragen sollten Sie sich von einem oder mehreren Unternehmen informieren lassen. Sämtliche Angaben ohne Gewähr – Falls Ihnen anderwärtige Informationen und Konditionen zu den jeweiligen Kreditkarten bekannt sind, so treten Sie bitte mit uns in Kontakt, sodass der Fehler behoben werden kann (blog@lamie-direkt.at).

Die neuen Online-Banken, wie etwa die Hellobank oder Easybank, haben wir in den Vergleich nicht miteinbezogen, da sie keine Kreditkarten mit Reiseversicherung anbieten.

Top-3 Platzierungen: Preis

Platz 1: free Mastercard Gold – 0 €

Platz 2: PayLife Classic Karte (Visa, Mastercard) – 22,00 € pro Jahr

Platz 3: Card Complete Classic Card (Visa, Mastercard) – 57,60 € pro Jahr

Die Kreditkarten für Studenten, die s Visa Card GÖD Gold (36,24 €) für Mitglieder der Gewerkschaft öffentlicher Dienst und die American Express Blue Card (40 €, nur Reiseunfallversicherung) haben wir bei der Preisbewertung außen vor gelassen. Die Inhalte dazu finden Sie in den einzelnen Vergleichen.

Top-3 Platzierungen: Angebotspaket*

Platz1: free Mastercard Gold

  • sämtliche Deckungsbausteine im Vergleich versichert
  • keine Ausnahmen bei Familienmitgliedern + 3 sonstige Mitreisende versichert
  • Bezahlung von mind. 50 % der Reise mit Kreditkarte als Voraussetzung für Versicherungsschutz

Platz 2: Sparkasse s-Kreditkarten (Gold, Platinum & GÖD Gold)

  • sämtliche Deckungsbausteine im Vergleich versichert
  • keine Ausnahmen bei Familienmitgliedern
  • Kartenbesitz als Voraussetzung für Versicherungsschutz

Platz 3: Raiffeisen Platinum Kreditkarte

  • sämtliche Deckungsbausteine im Vergleich versichert
  • keine Ausnahmen bei Familienmitgliedern
  • Kartenbesitz und Benutzung in den letzten 2 Monaten als Voraussetzung für Versicherungsschutz

*Angebot mit den geringsten Einschränkungen und meisten Deckungsbausteinen (unabhängig von der Versicherungssumme): Reisestornoversicherung, Reisegepäckversicherung, Reiseunfallversicherung, Verkehrsmittel-Unfallversicherung, Auslandsreise-Krankenversicherung, Reise-Haftpflichtversicherung und Reiseabbruchversicherung.

Bei den meisten anderen Kreditkarten des Vergleichs sind ebenfalls sämtliche Deckungsbausteine versichert. Ihr größtes Manko ist jedoch, dass Familienmitglieder von der Reisekranken- und oft auch von der Reiseunfallversicherung ausgenommen sind. Außerdem gilt der volle Versicherungsschutz meist nur bei Bezahlung der Reise mittels Kreditkarte.

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Top Platzierungen: Versicherungsummen**

Aufgrund der Ähnlichkeit der Produkte hinsichtlich der Versicherungssummen, lässt sich hier keine Rangfolge festlegen. Wir haben für Sie aber die 4 besten Angebote herausgesucht. Die Kreditkarten von card complete, Sparkasse und Raiffeisen sind vorteilhaft, weil sie bei der Auslandskrankenversicherung keine Beschränkung haben. Die Kreditkarten von PayLife bieten wiederum die höchsten Haftpflichtversicherungssummen, wobei dies kein Kriterium sein dürfte, da Sie durch Ihre Haushaltsversicherung normalerweise bereits einen ausreichenden, weltweiten Haftpflichtschutz haben.

Card complete Cards (Gold | Platinum)

  • Reisestornoversicherung: 2.500 € | 5.000 €
  • Auslandskrankenversicherung: kein Limit
  • Reisehaftpflichtversicherung: 750.000 € |750.000 €
  • Reiseunfallversicherung (Invalidität): 100.000 € | 150.000 €
  • Verkehrsmittelunfallversicherung (Invalidität): 152.650 € | 260.000 €

s Kreditkarten (Gold | Platinum)

  • Reisestornoversicherung: 3.500 € | 5.000 €
  • Auslandskrankenversicherung: kein Limit
  • Reisehaftpflichtversicherung: 750.000 € | 750.000 €
  • Reiseunfallversicherung (Invalidität): 75.000 € | 150.000 €
  • Verkehrsmittelunfallversicherung (Invalidität): 150.000 € | 250.000 €

Raiffeisen Kreditkarten (Gold | Platinum)

  • Reisestornoversicherung: 2.500 € | 5.000 €
  • Auslandskrankenversicherung: kein Limit
  • Reisehaftpflichtversicherung: 750.000 € | 1.000.000 €
  • Reiseunfallversicherung (Invalidität): 100.000 € | 150.000 €
  • Verkehrsmittelunfallversicherung (Invalidität): 100.000 € | 150.000 €

PayLife Karten (Gold, GoldPlus | Black | Platinum)

  • Reisestornoversicherung: 3.000 € | 3.000 € | 6.000 €
  • Auslandskrankenversicherung: 500.000 € | 1.000.000 € | 1.000.000 €
  • Reisehaftpflichtversicherung: 750.000 € | 1.000.000 € |1.500.000 €
  • Reiseunfallversicherung (Invalidität): 155.000 € | 200.000 € | 350.000 €
  • Verkehrsmittelunfallversicherung (Invalidität): 155.000 € | 200.000 € | 350.000 €

**Die Bewertung erfolgte hier auf Grundlage der Auslandskranken-, Reisehaftpflicht- und Reiseunfallversicherung, da es sich hier im Schadenfall um große Summen handeln kann.

Kreditkarten-Vergleich jetzt downloaden

NEU IM VERGLEICH: Die neuen Kreditkarten von N26 bieten mit 7.500 € und 5.000 € die höchsten Versicherungssummen bei der Reisestornoversicherung und Reiseabbruchversicherung. Allerdings besteht ein nur sehr geringer Schutz (150.000 €) bei der Reisekrankenversicherung. Diese Karten sind also nur für Reisen innerhalb Europas (mit Sozialversicherungsabkommen) zu empfehlen, wo zumindest ein Krankenversicherungs-Grundschutz durch die E-Card besteht. Bei Reisen nach Übersee ist eine unlimitierte Reisekrankenversicherungen sehr zu empfehlen.
Auch die neue American Express Platinum Card bietet umfassende Versicherungssummen (z.B. Reisestornoversicherung 6.000 €, unlimitierte Krankenversicherung), diese ist jedoch mit einem unglaublichen Preis von 500 € nicht konkurrenzfähig.

Vorsicht: Bei der Paylife Classic Karte wird zwar eine Reiseversicherung beworben, diese enthält aber nur einen sehr eingeschränkten Versicherungsschutz auf den medizinisch notwendigen Krankenrücktransport, Hilfeleistungen in Notsituationen oder Sonderrückreisen. Hier kann man jedoch vor Reiseantritt einen Sonder-Reiseschutz (3-fach Reiseschutz) zukaufen.

Die American Express Blue Card beinhaltet lediglich eine Reiseunfall- und Verkehrsmittelunfallversicherung.

LAMIE-TIPP für Studenten: Die meisten Banken bieten deren Kreditkarten (PayLife, card complete oder bankeneigene) auch in der Studentenversion bzw. zum Studentenpreis an, auch wenn das Angebot auf der Homepage nicht zu finden ist. Am besten fragen Sie bei Ihrer Bank nach.

LAMIE-TIPP für Senioren: Krankheit ist nicht automatisch eine Frage des Alters, aber leider mehren sich die gesundheitlichen Probleme bei den „Lebenserfahrenen“.  Davon gehen auch die Kreditkartenanbieter aus, weshalb man bei der Reisestorno- und Reisekrankenversicherung immer – wenn auch anders formuliert – denselben Ausschlussgrund findet, nämlich Vorerkrankungen. Senioren sollten sich deshalb nicht auf die Kreditkarten-Reiseversicherung oder auf übliche Reiseversicherungspakete verlassen. Wir haben kurz zusammengefasst, worauf Senioren bei der Reiseversicherung achten sollten.

Häufige Einschränkungen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen

  • Bei den großen Kreditkartenanbietern wie PayLife, card complete oder auch bei bankeneigenen Kreditkarten wie der Raiffeisen oder BAWAG Gold Card sind Familienangehörige von der Krankenversicherung ausgenommen!
  • Die regelmäßige Benützung der Kreditkarte oder die Bezahlung der Reise mittels Kreditkarte gelten oft als Voraussetzung für den vollen Versicherungsschutz.
  • Geld, Wertpapiere, Fahrkarten und Dokumente (meist auch Laptops oder Tablets) sind von der Reisegepäckversicherung ausgenommen. Wertgegenstände und technische Geräte (Kameras) sind oft nur unter Beaufsichtigung oder Aufbewahrung in versperrten Räumen/Behältnissen versichert.
  • Bei der Reisestornoversicherung gibt es meist eine Beschränkung auf einen Schadenfall pro Jahr. Außerdem gilt die volle Versicherungssumme bei einigen Kreditkarten nur für Pauschalreisen. Individualreisen (separate Buchung von Flug und Hotel) sind dann gar nicht oder nur zum Teil gedeckt.
  • Die Reiseunfall- und Reisekrankenversicherung schließt in der Regel „gefährliche Urlaubsaktivitäten“ wie zum Beispiel Fallschirmsprünge, Paragleiten, etc. aus. Kein Versicherungsschutz besteht auch bei Schäden durch Verwendung von KFZ oder Wasserfahrzeugen.
  • Der Einkaufsschutz von einigen Kreditkarten gilt oft nur, wenn der gekaufte Gegenstand auch mit der Kreditkarte bezahlt wurde.

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Dieser Vergleich zeigt Ihnen, worauf Sie bei Ihrer Kreditkarte mit Reiseversicherung achten und was Sie vor Reiseantritt gegebenenfalls noch überprüfen sollten. Je nachdem, worauf Sie Wert legen und wie Ihre Reise genau aussieht, sind unterschiedliche Inhalte wichtig. Wie bei anderen Versicherungen, sollte auch hier der Preis nicht als einziges Kriterium zählen. Je nach Wert der Reise, kann man auf einzelne Bausteine, wie zum Beispiel der Reisestorno- oder Reiseabbruchversicherung verzichten. Für Reisen nach Übersee darf aber eine umfassende Auslandskrankenversicherung und -unfallversicherung nicht fehlen.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare und Erfahrungen zum Thema Reiseversicherungen!

Reiseversicherung für Senioren – 5 wichtige Tipps

Eine Leidenschaft, die Jung und Alt gleichermaßen teilen, ist die für das Reisen. Es war noch nie einfacher als jetzt, Reisen zu buchen und die ganze Welt zu erkunden. Auch bei der Wahl des Transportmittels hat man freie Auswahl; wer gerne schnell vorankommt, nimmt das Flugzeug, wer nicht fliegen möchte, fährt Bus, Bahn oder mit dem Kreuzfahrtschiff. Eine Sache, an die man natürlich vor oder auch im Urlaub nicht denken möchte, sind unvorhergesehene Krankheiten oder Unfälle. Für Senioren ist ein passender Versicherungsschutz auf Reisen deshalb besonders wichtig. Wir haben ein paar wichtige Informationen und Tipps für Sie, die es dabei zu beachten gibt.

Natürlich sollten auch junge Urlauber über eine entsprechende Reiseversicherung nachdenken. Die Gefahr für ältere Reisende ist dennoch höher, denn oft haben Senioren gesundheitliche Einschränkungen, die vor Reiseantritt oder auf Reisen Probleme bereiten können. Aufgrund des erhöhten Risikos gibt es bei Reiseversicherungen ein paar Einschränkungen, die Sie wissen sollten.

1. Chronische Krankheiten und Vorerkrankungen

Die Auslandsreise-Krankenversicherung stellt für Senioren ein unabdingbares Sicherheitsnetz dar. Im Falle einer Erkrankung während der Reise kommt die Versicherung für die Behandlungskosten auf. Ein wichtiger Schutz vor finanziellem Schaden, denn gerade Arztbehandlungen im Ausland können enorm viel Geld kosten – vor allem im EU-Ausland ohne Sozialversicherungsabkommen (E-Card). Ist jemand jedoch chronisch krank, bezahlen die meisten Versicherungen keine Behandlungs- oder Medikamentenkosten. Braucht man also aufgrund einer chronischen Erkrankung oder ein Erkrankung, die vor Reisebuchung bereits bestanden hat, im Urlaub eine Behandlung, übernimmt die Versicherung diese im Normalfall nicht. Dies gilt meist auch, wenn man kurz vor der Reisebuchung stationär in Behandlung war und das im Urlaub auftretende Gesundheitsproblem damit im Zusammenhang steht.

 Fragen Sie vor Abschluss einer Versicherung immer nach, wie es in Ihrem konkreten Fall aussehen würde. Lassen Sie im Zweifelsfall Ihre Reisefähigkeit vor Reiseantritt von einem Arzt bestätigen, um späteren Problemen und Diskussionen aus dem Weg zu gehen.

2. Reisestorno- und Reiseabbruchversicherung

Eine weitere wichtige Versicherung für Senioren ist die Reiserücktritts- bzw. stornoversicherung. Denn zwischen Buchung und Reiseantritt liegen oft Monate und gerade bei älteren Menschen kann eine Krankheit den Reiseantritt verhindern. Hier ist es besonders wichtig, die Versicherungsbedingungen genau durchzulesen, denn nicht jede Verhinderung ist in der Reiserücktrittsversicherung gedeckt. Grundsätzlich trägt die Versicherung die Stornokosten, wenn der Versicherte, ein Angehöriger oder ein Mitreisender schwer erkrankt oder einen Unfall hat. In solchen Fällen verlangt die Versicherung eine ärztliche Bestätigung, dass der Reiseantritt auch tatsächlich nicht möglich ist.

Achtung:

  • Auch hier sind chronische Krankheiten meist ausgeschlossen. Hat jemand beispielsweise Diabetes und kann aufgrund dieser Krankheit die Reise nicht antreten, übernimmt die Versicherung die Kosten nicht.
  • Nachdem ärztlich abgeklärt wurde, dass ein Reiseantritt nicht möglich ist, sehen Reiseversicherungen vor, dass die Reiseleistungen unverzüglich storniert werden müssen. Der Grund dafür liegt in den meist gestaffelten Stornogebühren der Reiseleistungsanbieter – je früher man storniert, desto „günstiger“ kommt man davon.

Ebenso wichtig ist der Deckungsbestandteil „Reiseabbruch“. Denn für den Fall, dass Sie die Reise unvorhersehbarer Weise frühzeitig abbrechen müssen, übernimmt diese die Zusatzkosten, die im Zuge der vorzeitigen Rückkehr entstehen.

3. Der Altersaufschlag

Der relevanteste Tipp hier lautet: Vergleichen, vergleichen, vergleichen! Versicherer staffeln ihre Angebote meist nach Altersklassen. Je älter ein Reisender also ist, desto teurer wird es für ihn. In manchen Fällen zahlen Senioren mehr als doppelt so viel für ihre Reiseversicherung als junge Kunden. Oft liegen die Altersgrenzen bei Mitte 60, manchmal schon bei Ende 50. Manche Versicherungen fordern auch erst ab 70 Jahren Aufschläge.
Eine wichtige Rolle beim Preisvergleich spielt – wie so oft – die Zeit. Keinesfalls sollte eine Reiseversicherung auf den letzten Drücker abgeschlossen werden, denn hier zahlt man oft drauf.

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4. Jahresreiseversicherung oft günstiger

Prüfen Sie, ob eine Jahresreiseversicherung, Familien- oder Einzelversicherung für Ihre individuelle Situation am besten passt. Häufig bieten Jahresreiseversicherungen ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis, dies lohnt sich jedoch nur, wenn man mehrmals im Jahr verreist. Bei einem Jahrestarif sollte man jedenfalls darauf achten, welche Reisedauer gedeckt ist. Oft sind nämlich nur Reisen abgedeckt, die nicht länger als 42 bis 56 Tage dauern. Dauert eine Reise länger, kann das sehr teuer werden. Verzichten sollte man auf die Versicherungen trotzdem nicht, denn Behandlungen und Medikamente oder schlimmstenfalls sogar ein Rücktransport können sehr ins Geld gehen.

5. Reisebuchung und Versicherung immer getrennt abschließen

Verzichten Sie auf eine „Reiseversicherung-to-go“, die man auf den Reiseportalen zusätzlich zur Reise erwerben kann. Diese sind gekennzeichnet durch mangelnde Informationen über den Versicherer, fehlende Transparenz bei den Bedingungen sowie schlechte Konditionen – erst recht für Senioren. Lassen Sie sich bei einer Reisebuchung nicht zum Abschluss einer Reiseversicherung drängen. Lieber getrennt abschließen und auf individuellen und umfassenden Schutz achten.

Sollten Sie noch Fragen zu Ihrer Reiseversicherung haben oder sich bei der Deckung nicht sicher sein, sind unsere Experten gerne für Sie da und geben Ihnen Tipps.

3 hilfreiche Spartipps für die Reiseversicherung

Wenn der Urlaub etwas kostspieliger ist oder das Urlaubsziel nicht gerade nebenan liegt, dann ist es sinnvoll die Reise abzusichern – auch wenn man das Geld für die Versicherungsprämie lieber für Cocktails am Strand ausgeben möchte. Eine Reiseversicherung springt zum Beispiel ein, wenn die Reise abgesagt werden muss, das Gepäck gestohlen wird oder man im (EU-)Ausland ins Krankenhaus muss. Für sinnvollen Versicherungsschutz ist bei der Reiseversicherung auf mehr Aspekte zu achten, als nur auf den Preis. Die folgenden Spartipps sollten Sie aber vor Versicherungsabschluss unbedingt beherzigen.

1. Immer Familien- oder Gruppenreiseversicherungen abschließen

Familien- oder Gruppenverträge sind in vielen Fällen empfehlenswert, auch für gemeinsam reisende Freunde. Die Leistung im Vergleich zu separaten Verträgen ist dieselbe, die Prämien jedoch meist deutlich günstiger. Wer sich für eine solche Familien- oder Gruppenjahresversicherung entscheidet, kann natürlich im Rest des Jahres auch getrennt voneinander verreisen und ist dabei versichert. Mehr dazu im nächsten Punkt.

2. Jahresreiseversicherungen bei mehreren Reisen meist günstiger

Wer mehrmals im Jahr verreist, für den lohnt sich eventuell eine Jahresreiseversicherung – egal ob mit Partner, Familie oder Freunden. Ein Jahresstorno- und Reiseschutz gibt es für 2 Personen ab ca. 200 €. Je nach Kosten und Umfang der Reise, übersteigen zwei Einzelversicherungen für jeweils einen einwöchigen Sommer- und Winterurlaub oder eine größere Reise (etwa in die USA) diesen Betrag bereits. Zusätzliche Reisen (auch Wochenendtrips sind versichert) erhöhen die Ersparnis einer Jahresreiseversicherung.

Achtung: Der maximale Reisepreis pro Reise ist bei Jahresreiseversicherungen meist beschränkt (z.B. 5.000 €). Für mehrere kleinere Reisen ist das völlig ausreichend. Bei einem größeren Urlaub mit der Familie oder mit dem Partner ist dieser Wert aber unter Umständen schnell erreicht. In diesem Fall kann man entweder die Versicherungssumme der Jahresreiseversicherung erhöhen, oder vom Familientarif (max. Gesamtpreis von z.B. 5.000 € pro Reise) auf den Einzeltarif für alle Mitreisenden umsteigen (max. Einzelpreis von z.B. 5.000 € pro Reise). Was das Ganze natürlich erheblich verteuert.
Außerdem ist bei Jahresreiseversicherungen darauf zu achten, dass sich der Vertrag bei den meisten Versicherungen automatisch um ein weiteres Jahr verlängert. Wenn man also Jahr darauf nur eine kleinere Reise plant, empfiehlt es sich die Jahresreiseversicherung wieder zu kündigen und auf eine Einzelreiseversicherung zurückzugreifen.

3. Kreditkartenversicherung als günstige Alternative zur Einzelreiseversicherung

Wer eine Kreditkarte hat, ist unter Umständen bereits reiseversichert – und das zu erheblich geringeren Kosten als bei einer klassischen Reiseversicherung. Hier kann es sich sogar lohnen, wenn Sie in Hinblick auf Ihre Reise für bestimmte Zeit auf eine Platinumkarte mit höherem Versicherungsschutz umsteigen.

Natürlich gibt es ein paar Haken – die Deckung ist meist im Vergleich zu einer normalen Reiseversicherung erheblich eingeschränkt:

  1. Die Versicherung ist teilweise nur bei Bezahlung der Reise mittels Kreditkarte wirksam.
  2. Bei vielen Kreditkarten sind gewisse Leistungen (z.B. Reisekrankenversicherung) auf den Kartenbesitzer beschränkt. Ansonsten sind nur Familienmitglieder mitversichert (keine Gruppenreiseversicherung möglich).
  3. Beim Reisestorno- bzw. Reiseabbruchschutz sowie bei „Zusatzleistungen“ wie z.B. Verspätungsschutz fällt die Deckung geringer aus als bei den klassischen Reiseversicherungen. Außerdem gilt der Stornoschutz bei einigen Kreditkarten nur für Pauschalreisen.

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Bei der Reiseunfall-, Reisehaftpflicht- bzw. Reisekrankenversicherung gibt es aber durchaus Kreditkartenversicherungen, die bei der Deckung mit den klassischen Reiseversicherungen mithalten können.

Wer also mit dem geringen Storno- und Abbruchschutz (meist 1.500 – 3.000 €) leben kann, für den lohnt sich eine Kreditkartenversicherung unter Umständen auch für größere Reisen nach Übersee. Plant man etwa einen USA Roadtrip, bei dem man die einzelnen Hotels über Plattformen wie Booking.com selbst gebucht hat (und diese meist 24h Stunden vorher noch storniert werden können), sind die Stornokosten unter Umständen nicht so hoch (Es bleiben z.B. nur noch die Stornokosten für Flug und Mietwagen). Das wichtigste bei einer USA-Reise ist ohnehin die Auslandskrankenversicherung und für diese gibt es auch bei Kreditkartenversicherungen teilweise unlimitierte Deckung für Karteninhaber (ACHTUNG: Hier sind Familienmitglieder häufig ausgeschlossen). Die Leistungen der verschiedenen Kreditkartenversicherungen haben wir für Sie bereits verglichen.

Egal wie die Reisepläne aussehen, es lohnt sich auf jeden Fall die Angebote der verschiedenen Jahres- und Einzelversicherungen online zu vergleichen. Ist kein umfassender Stornoschutz nötig, sollten Sie jedenfalls auch Ihre Kreditkartenversicherung in den Vergleich mitaufnehmen. Ein guter und kompetenter Ansprechpartner ist zumeist auch Ihr Reisebüro, welches Sie über die Versicherungsdeckung für Ihre konkrete Reise informieren kann.

Wir freuen uns auf Ihre Erfahrungen und Fragen zum Thema Reiseversicherung!

 

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5 wichtige Aspekte der Reiseversicherung: Was brauche ich wirklich?

Einfach nur Urlaub machen und entspannen… Ganz so einfach ist es leider manchmal nicht, denn bei einer Reise kann jede Menge schief laufen. Ob Sie nun vor der Reise krank werden, am Urlaubsort ins Krankenhaus müssen oder Ihr Gepäck am Flughafen nicht ankommt, dafür gibt es Versicherungen. Welche Dinge Ihre Reiseversicherung enthalten soll, müssen Sie selbst entscheiden. LAMIE gibt dazu ein paar Tipps.

Wie bei vielen anderen Versicherungsprodukten, ist das Angebot an Reiseversicherungen nicht gerade überschaubar. Neben eigenen Versicherungsprodukten der privaten Anbieter, gibt es auch Kreditkarten mit Reiseversicherungen. Hier gibt es jedoch zahlreiche Beschränkungen, denn voller Versicherungsschutz besteht manchmal nur für den Karteninhaber. Mehr dazu können Sie in unserem großen Kreditkartenvergleich nachlesen.

Bei der Auswahl der Reiseversicherung sollten Sie auf jene Dinge achten, wo für Sie das meiste Risiko besteht. Um Ihnen die Bewertung zu erleichtern, haben wir fünf Aspekte zusammengefasst, die man sich vor Reiseantritt genauer überlegen sollte. Zum Schluss gibt es noch ein paar Expertentipps von Reisewelt GmbH und dem Reisebuchungs-Tool ThreeSteps.

Reisekrankenversicherung vs. E-Card

Die Reisekrankenversicherung ersetzt Heil- und Behandlungskosten, die bei unvorhersehbaren Erkrankungen oder Unfällen während der Reise entstehen. Mit der Europäischen Krankenversicherungskarte (Rückseite der E-Card), welche den Auslandskrankenschein auf Urlaubsreisen in EU-Staaten, EWR-Staaten, der Schweiz, Mazedonien, Serbien und Bosnien-Herzegowina ersetzt, können medizinische Leistungen bei Vertragsärzten und öffentlichen Spitälern im jeweiligen Land in Anspruch genommen werden. So müssen Sie z.B. für Ihren alljährlichen Italienurlaub, nicht extra eine Reisekrankenversicherung abschließen.

Kostspielig wird es dann, wenn Sie in einem Land ohne Sozialversicherungsabkommen medizinisch behandelt werden müssen bzw. die E-Card nicht gültig ist. Die heimischen Sozialversicherungsträger erstatten die Kosten für Heilbehandlungen zwar nach Tarif. Kosten, die diesen Tarif übersteigen, müssen Sie aber selbst tragen.
Eine Reisekrankenversicherung darf also bei Reisen nach Übersee nicht fehlen. Besonders die USA sind für hohe Behandlungskosten in Spitälern berüchtigt. Außerdem gibt es Länder, in denen eine Reisekrankenversicherung verpflichtend ist (z.B. Kuba, Ukraine).

LAMIE-TIPPNehmen Sie die Rechnung der medizinischen Behandlung gleich mit und heben Sie diese gut auf – verlassen Sie sich nicht auf eine Nachsendung per Post oder E-Mail!
 

 

Für Kunden von Drei Österreich gibt es eine flexible und automatische Reiseversicherung via Smartphone. Die Versicherung aktiviert sich, sobald Sie sich im Urlaub in ein ausländisches Netz einwählen (kein Datenroaming notwendig) und deaktiviert sich, sobald Sie wieder im österreichischen Netz sind. So erhalten Sie weltweiten Versicherungsschutz auf Reisen, der taggenau abgerechnet wird.

Reisehaftpflichtversicherung vs. übliche Privathaftpflichtversicherung

Prüfen Sie, ob für die in Ihrer Haushaltsversicherung enthaltene Haftpflichtversicherung weltweite Deckung besteht – was meist der Fall ist. Das heißt, es besteht auch Versicherungsschutz, wenn Sie jemandem im Urlaub einen Schaden zufügen. Eine eigene Reisehaftpflichtversicherung ist dann nicht nötig, zumal auch die Versicherungssummen in der üblichen Privathaftpflichtversicherung meist viel höher sind.

Achtung: Schäden aus der Verwendung von Kraft- und Luftfahrzeugen sind weder in der üblichen Haftpflichtversicherung noch in der Reisehaftpflichtversicherung gedeckt, gilt auch für motorische Wasserfahrzeuge.

Reisestorno- & Reiseabbruchversicherung vs. Abbruchkosten ohne Versicherung

Die Reisestorno- & Abbruchversicherung übernimmt die Kosten für die Stornierung einer gebuchten Reise vor Reiseantritt oder für nicht genutzte Reiseleistungen, wenn man eine bereits angetretene Reise plötzlich abbrechen muss. Die Zusatzkosten für die Rückreise werden meist nicht übernommen.

Voraussetzung ist, dass die Reise aus bestimmten, unvorhersehbaren Gründen storniert oder abgebrochen werden muss, unter anderem:

  • eine plötzliche schwere Erkrankung, erhebliche Verschlechterung eines Leidens oder der Tod des Versicherten oder nahestehender Familienangehöriger.
  • schwere Schäden am Eigentum, wodurch die Anwesenheit des Versicherten zu Hause unerlässlich ist.
  • Unerwartete Ereignisse, wie etwa Schwangerschaft, Scheidung etc.
  • Ereignisse am Urlaubsort, die die körperliche Sicherheit gefährden (Reiseabbruchversicherung).

Man sollte sich dazu zwei Fragen stellen:

Wie wahrscheinlich ist es, dass bei Ihnen einer der Stornogründe eintritt? Bei welchen Reisen tut ein Abbruch oder eine Stornierung besonders weh? Bei kostspieligen und längeren Reisen natürlich. Da sollte der Baustein Reisestorno- und Reiseabbruchversicherung jedenfalls nicht fehlen.

(Reise-)Unfallversicherung

Die gesetzliche Unfallversicherung bietet Schutz bei Eintritt und den Folgen von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten. Zwei Drittel aller Unfälle passieren allerdings bei Freizeitaktivitäten, für die man ohne private Unfallversicherung selbst aufkommen muss.

Die private Unfallversicherung deckt unter anderem zahlreiche Behandlungskosten infolge eines Unfalls, Bergungskosten (inkl. Hubschrauber), Nottransport ins Heimatland sowie Folgekosten bei dauernder Invalidität und Tod. Wenn Sie bereits eine private Unfallversicherung mit weltweiter Deckung abgeschlossen haben, ist keine Reiseunfallversicherung mehr nötig. Ansonsten ist dieser Baustein in der Reiseversicherung absolut zu empfehlen – besonders wenn Sie eine Reise mit vielen (sportlichen) Aktivitäten planen.

Was im Urlaub (und auch generell) für Sportfreaks vielleicht relevant ist – Risiko- und Extremsportarten, Kampf- und Kraftsportarten oder andere Aktivitäten mit „außergewöhnlichem Risiko“ sind in der Regel nicht versichert. Wir denken da an Free Climbing, Tauchexpeditionen, Wettbewerbe und Rennen jeglicher Art, Bungee Jumping oder Fallschirmspringen und Ähnliches. Selbiges gilt auch für die Reisekrankenversicherung.

Reisekomfortversicherung – was heißt das eigentlich?

Bei einigen Versicherungen (v.a. Kreditkartenangeboten) werden bestimmte Leistungen unter dem Begriff Reisekomfortversicherung zusammengefasst. Wie das Wort „Komfort“ schon so schön sagt, deckt dieser Bausteine alle Kosten und Schäden, die die Reise sehr schnell unbequem machen können. Dazu gehören unter anderem die Kosten für verschwundenes oder beschädigtes Reisegepäck, verspätete Gepäckausgabe, Dokumentenersatz (Reisegepäckversicherung), Flugverspätung bzw. –versäumnis (Verspätungsschutz) etc.

Reiseversicherung

 

Hier sind die Angebote der einzelnen Reiseversicherungen sehr unterschiedlich gestaltet was die Inhalte und Versicherungssummen betrifft. Die Situation ist wieder nach Art und Länge der Reise selbst abzuschätzen.

 In der LAMIE Premium Haushaltsversicherung und LAMIE Premium Eigenheimversicherung ist Ihr Reisegepäck im Ausland ebenfalls versichert.

 

Expertentipps zur Reiseversicherung

In welchen Fällen ist eine Reiseversicherung empfehlenswert und wann nicht?

Fabian Sigl von ThreeSteps.xyz, einem neuen Reisebuchungs-Tool mit dem man bei Onlinebuchungen zusätzlich sparen kann, ist überzeugt, dass eine Reiseversicherung durchaus Sinn machen kann: „Wichtig ist, dass Sie bereits vorhandene Versicherungen auf eventuelle Deckung überprüfen und mit den Anforderungen der Reiseziele abgleichen. In vielen Europäischen Ländern sind zusätzliche Reiseversicherungen wie etwa eine Reisekrankenversicherung gar nicht notwendig.“

Tipp: Aufpassen bei Buchungen über Onlineplattformen!

Fabian Sigl dazu: „Es gibt Onlineplattformen, welche eine Reiseversicherung oder eine bestimmte Zahlungsmethode förmlich aufdrängen. Wenn man aber auf einer solchen Plattform buchen will, dann unbedingt darauf achten und lieber doppelt kontrollieren, dass man nichts mitbucht, was man gar nicht haben möchte. ThreeSteps hat solche aggressiven Plattformen nicht im Partnerprogramm. Wer also auf Nummer sicher gehen will, bucht über ThreeSteps.xyz seine Urlaubsreisen. Informationen und Rat zur Reiseversicherung holt man sich als Selbstbucher am besten beim Versicherer des Vertrauens.“

Was sind die häufigsten Unglücksfälle im oder vor dem Urlaub? Worauf muss man bei der Reiseversicherung achten?

Erkrankungen und Todesfälle im näheren Umfeld sind häufige Gründe für eine Urlaubsstornierung. Sabrina Weinzinger von Reisewelt empfiehlt deshalb die Reise- und Stornoversicherung der Hanse Merkur: „So haben Sie die Garantie, dass Sie und Ihre Mitreisenden nicht nur vor, sondern auch während dem Urlaub versichert sind.“ Unterschätzt werden laut Reisewelt auch oft die Krankenhauskosten im Ausland, deshalb sollte eine Reiseversicherung ohne Selbstbehalt abgeschlossen werden.

Zusammengefasst kann man sagen, und das bestätigen auch unsere Reiseexperten, dass es auf das Urlaubsziel und die geschätzten Kosten der Reise ankommt, ob eine Reiseversicherung Sinn macht oder nicht. Es kann auch sein, dass Sie manche umfassende Reiseversicherungspakete gar nicht benötigen, weil Sie dadurch doppelt versichert (Unfallversicherung, Krankenversicherung) wären. Empfehlenswert sind auf jeden Fall die Reisestorno- und Reiseabbruchversicherung sowie die Reisekrankenversicherung bei Reisen nach Übersee. Die Entscheidung können wir Ihnen leider nicht abnehmen.

Wir freuen uns auf Ihre Erfahrungen und Fragen zum Thema Reiseversicherung!

 

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Umfrage: Warum die Österreicher eine Reiseversicherung abschließen

Urlaubsschnäppchen gefällig?

Home Office: Wer haftet bei Schäden durch Cyberkriminelle?

Gerade in Zeiten wie diesen, wo viele Unternehmen auf Home Office setzen, ist es für „Cyberkriminelle ein Leichtes, Personen und Unternehmen zu schädigen. Klickt man zum Beispiel während der Telearbeit leichtsinnig auf Links oder ist der Heimcomputer schlecht gesichert, so kann dadurch schnell einmal ein Schaden für den Arbeitgeber sowie auch für den Arbeitnehmer entstehen. Doch wie sieht es bei solchen Fauxpas mit der Haftung aus? Ein wichtiges Thema, kurz erklärt. 

Arbeitsrechtlich sind Sie als Arbeitnehmer durch das verankerte „Haftungsprivileg“ in vielen Fällen gegen Cyberschäden geschützt. Demnach haftet man als Arbeitnehmer nicht bei entschuldbarer Fehlleistung. Von entschuldbarer Fehlleistung spricht man, wenn der Fehler grundsätzlich jedem unterlaufen und nur bei außerordentlicher Aufmerksamkeit entdeckt werden könnte. Bei leichter oder grober Fahrlässigkeit besteht die Möglichkeit auf richterliche Mäßigung zugunsten des Arbeitnehmers. Der Richter entscheidet daher im Einzelfall, ob der Arbeitnehmer schadenersatzpflichtig wird. Handelt der Arbeitnehmer vorsätzlich, muss er für den entstandenen Schaden in voller Höhe aufkommen.

Wer muss für Schäden am Heimcomputer aufkommen?

Wird im Home-Office, mangels Bereitstellung durch den Arbeitgeber, der eigene Computer verwendet und dieser bei der Erbringung der Arbeitsleistung beschädigt, so ist der Arbeitgeber grundsätzlich ersatzpflichtig. Dieses Prinzip der Risikohaftung bei Tätigkeiten in fremden Interesse ergibt sich aus der analogen Anwendung von § 1014 ABGB (RS0019522). Ein eigenes (Mit-)Verschulden schränkt die Haftung des Arbeitgebers jedoch ein.
 
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Weitere wichtige Infos zum Thema Corona

Coronavirus: Wer zahlt bei Quarantäne oder Krankheit?

Die Ungewissheit rund um das Coronavirus und dessen rasante Verbreitung sorgt bei vielen für ein schlechtes Bauchgefühl. Immer mehr bereitet man sich für den Fall vor, dass man selbst unter Quarantäne fällt und für einige Zeit das Haus nicht mehr verlassen zu darf oder ganze Gebiete gesperrt werden. Teilweise werden Supermärkte deshalb fast leergeräumt. Doch wie sieht es aus, wenn man aufgrund der Epidemie nicht zur Arbeit gehen kann oder die Arbeitsstätte selbst für einige Zeit geschlossen wird? Welche Rechte Sie als Arbeitnehmer und Arbeitsgeber haben, können Sie hier nachlesen.

Unter Quarantäne gelandet, bekomme ich mein Gehalt weiterhin?

Was das betrifft, können wir Sie soweit schon einmal beruhigen. Der Arbeitgeber ist laut Epidemiegesetz verpflichtet, das Gehalt weiter zu bezahlen, wenn Sie aufgrund einer behördlichen Quarantäne zuhause festsitzen und Ihrer Arbeitsleistung nicht nachgehen können. Auch die Beiträge zur Sozialversicherung werden weiterhin geleistet. Als Arbeitgeber kann man in diesem Fall allerdings vom Bund Kostenersatz beantragen.

Für Dienstnehmer, die im Ausland unter Quarantäne gestellt werden und deshalb nicht an ihrem Arbeitsplatz in Österreich erscheinen können, gilt das österreichische Epidemiegesetz nicht. Allgemeine arbeitsrechtliche Bestimmungen bleiben aber unverändert anwendbar. Das heißt es besteht generell ein Anspruch auf Entgeltfortzahlung, wenn man durch wichtige, die Person betreffende Gründe ohne Verschulden an der Arbeitsleistung gehindert wird. Eine tatsächliche oder rechtliche Verhinderung der Rückreise stellt einen gerechtfertigten Abwesenheitsgrund von der Arbeit dar, als Arbeitnehmer können Sie daher nicht entlassen werden.

Gebiete gesperrt – kann ich von der Arbeit zuhause bleiben?

Grundsätzlich nein. Wenn die Arbeitsstätte, der eigene Wohnort oder der Weg zur Arbeit sich in einem Quarantänegebiet befinden, darf man nur dann der Arbeit fernbleiben, wenn tatsächlich Ansteckungsgefahr besteht. Das ist der Fall, wenn es im unmittelbaren Arbeitsumfeld bereits zu Ansteckungen gekommen ist.

Wenn man allerdings zur Betreuung seiner Kinder zuhause bleiben muss, weil der Kindergarten oder die Schule aufgrund von behördlichen Maßnahmen gesperrt ist und man sonst keine Möglichkeit hat, diese woanders unterzubringen, ist die Abwesenheit gerechtfertigt. Man hat Anspruch auf Entgeltfortzahlung für die Dauer der Quarantäne.
 
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Erkrankung durch Coronavirus

Im Krankheitsfall hat man denselben Anspruch auf Entgeltfortzahlung nach den gesetzlichen bzw. kollektivvertraglichen Bestimmungen. Das heißt, es liegt ein normaler Krankenstand vor und man benötigt wie üblich eine ärztliche Bestätigung. Als Arbeitsnehmer müssen Sie, in Anbetracht der Umstände bei Infektionskrankheiten, Ihren Arbeitgeber von der Corona Infektion berichten.
Arbeitgeber mit maximal bis zu 50 Mitarbeitern können bei einem längeren Krankenstand ab dem 11. Krankheitstag des Arbeitnehmers einen Zuschuss zur Entgeltfortzahlung von der AUVA erhalten. Dafür müssen die Arbeitgeber fristgerecht einen Antrag einbringen.

Achtung: Erkrankt der Arbeitnehmer während seines Urlaubs in einem gefährdeten Gebiet, könnte der Arbeitgeber unter Umständen die Entgeltfortzahlung verweigern, da der Arbeitnehmer seine Arbeitsunfähigkeit grob fahrlässig herbeigeführt hat.

Angst vor Ansteckung – darf man von der Arbeit fernbleiben?

Rein aus schlechtem Bauchgefühl ist eine Arbeitsverweigerung nicht gerechtfertigt. Eine Rechtfertigung für das Fernbleiben vom Arbeitsplatz wäre nur dann gegeben, wenn eine nachvollziehbare Gefahr besteht, dass eine Ansteckung möglich ist. Zum Beispiel, wenn es im unmittelbaren Arbeitsumfeld bereits Erkrankungen gab oder gibt (von Gesundheitsberufen einmal abgesehen). Allgemein betrachtet obliegt dem Arbeitgeber generell eine Fürsorgepflicht und er hat sobald er Kenntnis von der Ansteckungsgefahr erlangt, alle Maßnahmen zur Vorbeugung von beruflich bedingten Krankheiten und Unfällen treffen. In Gesundheitsberufen werden Mitarbeiter etwa neben einer Unterweisung auch Schutzausrüstungen, wie Atemschutzmasken oder Schutzkleidung durch den Arbeitgeber zur Verfügung gestellt.

Telearbeit / Home-Office muss mit dem Arbeitgeber vorher vereinbart werden. Auch der Arbeitgeber kann somit keine Telearbeit anordnen, wenn es zuvor keine entsprechende Vereinbarung gab.

Dienstreisen in betroffene Gebiete dürfen nur dann verweigert werden, wenn für eine Reisewarnung des Bundesministeriums für Europäische und internationale Angelegenheiten besteht oder eine Ansteckungsgefahr sonst irgendwie belegbar ist (z.B. Aushängung von Quarantäne, Notstand). Von der anderen Seite betrachtet, darf auch der Arbeitgeber die Zusammenarbeit mit dem Arbeitnehmer nicht verweigern, wenn dieser ohne Krankheitssymptome aus einem betroffenen Corona-Gebiet zurückkommt.