Reiseschutz via Smartphone für 3 Kunden

LAMIE direkt und Drei Österreich bieten nun Mobilfunkkunden eine innovative und praktische Reiseversicherung via Smartphone. Damit sind Sie im Ausland immer versichert, im Urlaub und auf Geschäftsreisen, denn der Schutz aktiviert sich bei Verbindung mit dem ausländischen Netz automatisch. Alle was Sie dafür tun müssen: Einfach online anmelden und auf Reisen einmalig ins Mobilfunknetz einwählen. Datenroaming ist dafür nicht notwendig. Abgerechnet werden nur die genutzten Reisetage via Handyrechnung von Drei.

Der Reiseschutz enthält folgende Leistungen schon um
1,5€ pro Tag:

    • Auslandskrankenversicherung
      Behandlungskosten, Nottransporte, ein notwendiger Rücktransport ins Heimatsland, Unterbringungskosten eines Angehörigen und weitere Leistungen sind bis zu einer Versicherungssumme von 200.000 € versichert. Auch Such- und Bergungskosten bis zu einer Höhe von 20.000 € sind gedeckt.
    • Reise-Unfallversicherung
      Bei Langzeitschäden aufgrund eines Unfalles (Invalidität) im Ausland werden Ihnen bis zu 20.000 € erstattet. Ihre Hinterbliebenen erhalten 10.000 € im Todesfall.
    • Reisegepäckversicherung
      Deckt Schäden auf Grund von Diebstahl, Einbruchdiebstahl oder Raubüberfall in der Unterkunft, aus einem Fahrzeug oder nach einem Unfall, sowie den Verlust oder Diebstahl von Reisedokumenten bis zu 1.500 € (3.000 € im Familientarif)
    • Reise-Privathaftpflichtversicherung
      Fügen Sie Dritten während einer Reise einen Schaden zu (Personen- und Sachschäden), ist dieser bis zu einer Versicherungssumme von 100.000 € versichert. Beispielsweise, wenn Sie in Ihrem Skiurlaub aus Versehen gleich mit mehreren anderen Wintersportlern zusammenstoßen und einige davon schwer verletzen. Neben den zu verschmerzenden Sachschäden (Kleidung und Ausrüstung) entstehen hohe ärztliche Behandlungs- und Folgekosten, die Sie als Verursacher des Unfalls zu tragen haben.
    • Weltweiter 24-Stunden-Notdienst
      Bei medizinischen Notfällen steht Ihnen einen Notdienst an 365 Tagen telefonisch zur Seite.
    • Weltweit gültig
    • Schutz für die gesamte Familie um 3,80 € pro Tag
      Sie können einen zusätzlichen Erwachsenen und bis zu drei Kinder (unter 18 Jahren) eintragen lassen.

Reiseversicherung online Familie
 

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Häufige Irrtümer in Sachen Reiseversicherung

1. Ich habe eine E-Card, ich brauche das nicht.

Ja, aber diese deckt nur die Kosten, die Sie auch in Österreich ersetzt bekommen hätten. Die E-Card ist im Ausland nur bei Vertragsärzten bzw. in öffentlichen Spitälern gültig. Oft sind aber aufgrund mangelnder medizinischer Standards Privatärzte oder -kliniken die einzige vernünftige Anlaufstelle. Von der heimischen Krankenkasse bekommt man dann oft nur einen Teil rückerstattet und muss den Rest aus eigener Tasche bezahlen. Auch ein Ambulanz-Jet für den Rücktransport ins Heimatland ist zum Beispiel nicht gedeckt.

Außerhalb der EU ist die E-Card sowieso nicht gültig, was gerade in Ländern wie den USA zu horrenden Behandlungskosten führen kann.

Eine 24 Stunden-Assistance für Notfälle gibt es auch nicht.

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2. Ich habe eine Kreditkarte, ich bin bereits versichert.

Kreditkartenversicherungen haben teilweise beträchtliche Lücken, auf die auch der Durchblicker immer wieder hinweist. Oft ist es auch schwer herauszufinden, welche Leistungen wirklich bei der jeweiligen Kreditkarte versichert sind, da es an der nötigen Transparenz fehlt. An wen kann ich mich im Notfall wenden? Sind auch meine mitreisenden Familienangehörigen versichert? Gibt es spezielle Ausschlüsse?

Besonders die Reisekrankenversicherung ist ein wichtiges Thema, denn Kreditkartenleistungen unterliegen besonderen Nutzungsbedingungen und leisten meist nur eingeschränkt. Wirklich umfassenden Versicherungsschutz gibt es oft auch erst bei den eher teuren Gold- und Platinum-Kreditkarten mit Kosten von über 100€ pro Jahr.

Beispiele

  • Die regelmäßige Benützung der Kreditkarte oder die Bezahlung der Reise mittels Kreditkarte gelten oft als Voraussetzung für den vollen Versicherungsschutz.
  • Bei Kreditkartenversicherung gibt es häufig Selbstbehalte.
  • Bei vielen Kreditkarten-Reiseversicherungen sind Familienangehörigen in der Krankenversicherung ausgeschlossen.
  • Bei Einreise in einige Länder wie z.B. KUBA und Russland sind Reiseversicherungen inkl. Auslandskrankenversicherung sogar verpflichtend. Reiseversicherungen inkludiert in Kreditkartenleistungen werden hierfür nicht akzeptiert.

3. Ich habe bereits eine günstige Jahresreiseversicherung.

Diese zahlt sich meistens nur aus, wenn man viel im Ausland ist. Da man beim Reiseschutz nur pro Reisetag zahlt, kann man leicht Prämie sparen. Hier ein Preisvergleich:

Reiseversicherung Vergleich

*Quelle: Durchblicker.at, Stand08/2019

 

4. Im Urlaub ist mir noch nie etwas passiert.

Statistisch gesehen war schon jeder 5. Österreicher im Urlaub krank. Unfälle sind nie ausgeschlossen und mit Kindern hat man auch ein erhöhtes Risiko. Die Family-Option schützt auch diese. Der Reiseschutz ist ein solider und günstiger Basisschutz für alle, die das Geld für eine teure Reiseversicherung lieber in der Urlaubskasse lassen wollen. Zum Preis von einer Eiskugel sind Sie und Ihre Familie im Urlaub automatisch gegen hohe Arzt-, Unfallkosten etc. geschützt und haben bei medizinischen Notfällen einen weltweiten 24-Stunden-Notdienst.

5. Da ist keine Stornoversicherung inkludiert.

Der Reiseschutz via Smartphone aktiviert sich automatisch erst bei Reisebeginn. Da eine Stornoversicherung Ereignisse vor Reiseantritt versichert, ist ein dementsprechender Schutz nicht mehr notwendig bzw. sinnvoll.
Der Reiseschutz deckt daher kostengünstig alle Risiken ab Reisebeginn ab und ist ideal für Spontanreisende bzw. preisbewusste Kunden. Gerade Kurztrips werden oft spontan angetreten, wo der Kunde durch den überschaubaren Reisepreis das Risiko von Stornokosten in Kauf nimmt. Vielfach werden Hotelaufenthalte auch über Buchungsseiten reserviert, die bis zum Tag vor der Abreise kostenlose Stornierungen ermöglichen und daher eine Stornoversicherung unnötig machen.

Ist nun der Reiseschutz nichts für längere bzw. im Reisebüro gebuchte Reisen?

Ganz im Gegenteil. Drei Kunden können den Reiseschutz via Smartphone auf jeder Art von Reise verwenden. Neben der Altersbeschränkung von 70 Jahren, stellt die maximal mögliche versicherbare Reisedauer von 90 Tagen die einzig wirkliche Begrenzung dar. Der Reiseschutz kann eine sinnvolle Ergänzung zu einem im Reisebüro abgeschlossenen Stornoschutz sein, bietet dem Kunden aber auch die Möglichkeit frei zu wählen und den Schutz für einzelne Reisen einfach zu deaktivieren.

Insurance Innovation: REISEVERSICHERUNG VIA SMARTPHONE

LAMIE direkt und Drei Österreich haben eine Produktinnovation auf dem Markt gebracht, mit der Sie bei der Urlaubsplanung zukünftig an eines nicht mehr denken müssen: Die Reiseversicherung. Mit dem Reiseschutz via Smartphone sind Sie im Ausland automatisch versichert. Ein günstiger Schutz im Urlaub oder auf Geschäftsreisen, taggenau und ohne Bindung – so funktioniert’s:

Mit dem Smartphone kann man ja mittlerweile fast alles machen, deshalb ist es für viele ja so extrem wichtig. Neben Urlaubsfotos, Musik und WhatsApp können Drei Kunden mit ihrem Handy in Zukunft auch für automatischen Versicherungsschutz auf Auslandreisen sorgen. Vor allem eine Reisekrankenversicherung ist im Urlaub essentiell, da die E-Card nicht überall gültig ist bzw. oft nur ein Teil der Kosten ersetzt wird. Daran denken viele Urlauber nicht oder stecken das Geld für eine Reiseversicherung lieber in die Urlaubskasse. Flattert nach einer Behandlung im Ausland dann aber eine saftige Rechnung ins Haus, wird diese Kasse wahrscheinlich bei Weitem gesprengt. Der praktische Reiseschutz von LAMIE direkt und Drei Österreich schont mit nur 1,50 € am Tag auf jeden Fall Ihr Reisebudget und wird bequem per Drei Handyrechnung abgerechnet.

So einfach geht’s:

  1. Sie melden sich einmalig und kostenlos für den Reiseschutz an.
    Das war’s soweit.
  2. Bei Ausreise und einmaliger Verbindung mit dem ausländischen Mobilfunknetz wird der Schutz automatisch aktiviert. Dafür müssen Sie nur Ihr Handy einmalig einschalten. Datenroaming ist nicht notwendig. Die mobilen Daten können Sie also ausgeschaltet lassen.
  3. Nachdem Sie sich bei der Heimreise wieder in das österreichische Netz eingewählt haben, deaktiviert sich die Versicherung ebenfalls automatisch. Sie werden darüber benachrichtigt.

So erhalten Sie passgenauen Schutz und zahlen nur die versicherten Reisetage.


 

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Preisvergleich mit einer gängigen Reiseversicherung

Reiseversicherung Vergleich

*Quelle: Durchblicker.at, Stand08/2019

 

Guter Basisschutz zum Preis von einer Eiskugel

  • Auslandskrankenversicherung
    Behandlungskosten, Nottransporte, ein notwendiger Rücktransport ins Heimatsland, Unterbringungskosten eines Angehörigen und weitere Leistungen sind bis zu einer Versicherungssumme von 200.000 € versichert. Auch Such- und Bergungskosten bis zu einer Höhe von 20.000€ sind gedeckt.
  • Reise-Unfallversicherung
    Bei Langzeitschäden aufgrund eines Unfalles (Invalidität) im Ausland werden 20.000 € erstattet. 10.000 € im Todesfall.
  • Reisegepäckversicherung bei Schäden und Diebstahl bis zu 1.500 € (3.000 € im Familientarif)
  • Reise-Privathaftpflichtversicherung
    Fügen Sie Dritten einen Schaden zu (Personen- und Sachschäden), ist dieser bis zu einer Versicherungssumme von 100.000 € versichert.
  • Weltweiter 24-Stunden-Notdienst
    Bei medizinischen Notfällen steht Ihnen einen Notdienst an 365 Tagen telefonisch zur Seite.
  • Weltweit gültig
  • Schutz für die gesamte Familie um 3,80 € pro Tag

Sorgenfrei im Urlaub

 

Einfach und flexibel

Man braucht sich also nur einmal anmelden und ist mit dem Handy im Ausland immer automatisch versichert. Vor der Fahrt in den Urlaub ist dann nichts weiter zu tun. Und wenn man die Versicherung einmal nicht braucht, kann man diese ganz leicht per Klick deaktivieren. Nach Einreise und Verbindung mit dem ausländischen Netz bekommt man jedes Mal eine Benachrichtigung, wenn der Schutz aktiv ist und kann die Versicherung die jeweiligen Reise über einen Link innerhalb von 3 Stunden wieder deaktivieren.

Auch eine generelle Abmeldung ist jederzeit möglich.
 

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8 mögliche Lücken bei der Kreditkarten-Reiseversicherung

Wer eine Kreditkarte hat, ist unter Umständen auch reiseversichert – und das oft zu erheblich geringeren Kosten als bei einer klassischen Reiseversicherung. Klarerweise kommt der geringe Preis nicht von irgendwo her. Fakt ist, dass sehr viele und sehr unterschiedliche Angebote am Markt bestehen und es bei der Kreditkartenreiseversicherung häufig ordentliche Einschränkungen gibt. Der Versicherungsschutz des Kreditkartenanbieters wird aber oft nicht genauer geprüft, weshalb sich viele im Urlaub bestens geschützt fühlen. Wir haben eine Liste mit den häufigsten Lücken von Kreditkarten-Reiseversicherungen erstellt, die Sie kennen sollten.  
Kreditkartenversicherungen sind praktisch und günstig, weshalb sie durchaus ihre Daseinsberechtigung haben. Das ganze Jahr über ist man dadurch auf Reisen versichert. In Sachen Reiseunfall-, Reisehaftpflicht- bzw. Reisekrankenversicherung gibt es einige Kreditkartenversicherungen, die bei der Deckung durchaus mit den klassischen Reiseversicherungen mithalten können. Es hängt sehr stark von Art und Umfang der geplanten Reise ab, ob und welche Kreditkarte ausreichend ist. In unserem großen Kreditkarten-Reiseversicherungsvergleich haben wir bereits die gängigsten Anbieter in Österreich miteinander verglichen und die besten Angebote hervorgehoben. Nun möchten wir aber auch die möglichen Lücken aufzeigen, auf die Sie beim Angebotsvergleich und auch in Bezug auf die Länge und Kosten Ihres Urlaubes besonders achten sollten.

1. Bezahlung mittels Kreditkarte

Die Versicherung ist teilweise nur bei Bezahlung der Reise mittels Kreditkarte wirksam. Teilweise reicht es auch, wenn die Karte regelmäßig benützt wird (z.B. einmal in 2 Monaten). Nur bei einigen wenigen Anbieter reicht der Kartenbesitz alleine aus.

2. Leistungen teilweise auf den Kartenbesitzer beschränkt

Oft sind gewisse Leistungen, z.B. die Reisekrankenversicherung, auf den Kartenbesitzer beschränkt. Gerade bei Reisen nach Übersee, wo die E-Card nicht gültig ist, ist eine ordentliche Auslandskrankenversicherung für alle Mitreisenden notwendig, da sonst keinerlei Versicherungsschutz besteht.

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3. Nur Familienmitglieder mitversichert

Eine Gruppenreiseversicherung ist mittels Kreditkarte nicht möglich. Zusätzlich mitversichert sind meist nur Familienangehörige. Dazu zählen Ehepartner bzw. der im gemeinsamen Haushalt lebende Lebensgefährte und Kinder des Karteninhabers bzw. des Ehepartners / Lebensgefährten bis zum 18. Geburtstag.

4. Geringere Deckung bei Reisestorno- und Reiseabbruchversicherung

Beim Reisestorno- bzw. Reiseabbruchschutz fällt die Deckung geringer aus als bei den klassischen Reiseversicherungen. Meist reicht die Versicherungssumme von 1.500 bis 3.000 € bei den gängigen Classic und Gold Karten, höhere Beträge bieten nur wenige (Platinum) Karten.
Bei einigen Karten oder deren Abstufungen ist die Stornierung oder der vorzeitige Abbruch der Reise gleich gar nicht versichert.

5. Oft nur Pauschalreisen gedeckt

Der Stornoschutz gilt bei einigen Kreditkarten nur für Pauschalreisen, nicht jedoch Individualreisen. Eine genaue Definition für Pauschalreisen findet sich in der EU Pauschalreiserichtlinie. Dazu zählen beispielsweise auch „Durchklick“-Angebote im Internet. Ein solches liegt vor, wenn man beim Flugbuchen, zusätzlich auch einen angebotenen Mietwagen oder eine Unterkunft buchen kann.
Oftmals liegt jedoch keine Pauschalreise vor. Deshalb sollte man darauf achten, dass wenn nötig auch Individualreisen (separate, selbst gebuchte Reiseleistungen) versichert sind.

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6. Oft nur ein Schadenfall pro Jahr

Bei der Reisestornoversicherung gibt es meist eine Beschränkung auf einen Schadenfall pro Jahr.

7. Geld, Wertpapiere, Fahrkarten und Dokumente meist ausgenommen

Bargeld, Kreditkarten und Reisedokumente (meist auch Laptops oder Tablets) sind von der Reisegepäckversicherung ausgenommen. Wertgegenstände und technische Geräte (Kameras) sind oft nur unter Beaufsichtigung oder Aufbewahrung in versperrten Räumen/Behältnissen versichert. Diese Ausnahmen gelten jedoch auch für klassische Reiseversicherungen.

8. Selbstbehalte

Selbstbehalte sind lästig. Die gibt es bei Kreditkartenversicherung leider häufiger als beim klassischen Produkt, vor allem bei der Reisestorno-Deckung. Hier beträgt der Selbstbehalt in der Regel 20% vom entstandenen Schadensbetrag.

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Reiseversicherung – der große Kreditkartenvergleich

Das Angebot an Kreditkarten ist nahezu endlos, die Konditionen und Inhalte können kaum unterschiedlicher sein. Viele Kreditkartenpakete beinhalten auch eine Reiseversicherung, was Urlauber besser schlafen lässt. Doch auch hier gilt – Reiseversicherung ist nicht gleich Reiseversicherung. Wir haben die Versicherungsbedingungen der großen Kreditkartenanbieter für Sie verglichen – Jetzt nachlesen und ideale Kreditkarte für Ihre Reise finden.

Leidenschaftliche Urlauber nehmen den höheren Preis für eine Kreditkarte mit Reiseversicherung gerne in Kauf – die wohl wichtigsten Bestandteile: Reiseunfall-, Reisekranken- und Reisestornoversicherung. Gerade bei längeren Fernreisen in die USA ist eine Auslandskrankenversicherung ein absolutes Must-have, sonst müssen Sie im Ernstfall alle ärztlichen Behandlungen selbst bezahlen.

Leider gibt es bei den verschiedenen Kreditkarten erhebliche preisliche und inhaltliche Unterschiede, sowie auch einige Einschränkungen im Vergleich zu klassischen Reiseversicherungen. Wir haben offiziell über die Homepage der Anbieter die verschiedenen Versicherungsbedingungen durchforstet und deren Produkte miteinander verglichen. In den folgenden Links finden Sie einen Vergleich der Reiseversicherungen pro Kartenanbieter:

PayLife Kreditkarten-Vergleich (auch erhältlich bei Oberbank, Volksbank, VKB Bank, Hypo Oberösterreich)

Card complete Kreditkarten-Vergleich (auch erhältlich bei Bank Austria, Oberbank)

American Express Kreditkarten-Vergleich

Bankeneigene Kreditkarten Vergleich (Sparkasse, Raiffeisen, BAWAG P.S.K., free.at, N26)

Studenten-Kreditkarten Vergleich

Achtung: Die hier zur Verfügung gestellten Informationen sind keine vollständige Sammlung der am österreichischen Markt vorkommenden Kreditkarten und Banken. Die Angaben sind Orientierungsgrößen und bevor Sie eine Kreditkarte beantragen sollten Sie sich von einem oder mehreren Unternehmen informieren lassen. Sämtliche Angaben ohne Gewähr – Falls Ihnen anderwärtige Informationen und Konditionen zu den jeweiligen Kreditkarten bekannt sind, so treten Sie bitte mit uns in Kontakt, sodass der Fehler behoben werden kann (blog@lamie-direkt.at).

Die neuen Online-Banken, wie etwa die Hellobank oder Easybank, haben wir in den Vergleich nicht miteinbezogen, da sie keine Kreditkarten mit Reiseversicherung anbieten.

Top-3 Platzierungen: Preis

Platz 1: free Mastercard Gold – 0 €

Platz 2: PayLife Classic Karte (Visa, Mastercard) – 22,00 € pro Jahr

Platz 3: Card Complete Classic Card (Visa, Mastercard) – 57,60 € pro Jahr

Die Kreditkarten für Studenten, die s Visa Card GÖD Gold (36,24 €) für Mitglieder der Gewerkschaft öffentlicher Dienst und die American Express Blue Card (40 €, nur Reiseunfallversicherung) haben wir bei der Preisbewertung außen vor gelassen. Die Inhalte dazu finden Sie in den einzelnen Vergleichen.

Top-3 Platzierungen: Angebotspaket*

Platz1: free Mastercard Gold

  • sämtliche Deckungsbausteine im Vergleich versichert
  • keine Ausnahmen bei Familienmitgliedern + 3 sonstige Mitreisende versichert
  • Bezahlung von mind. 50 % der Reise mit Kreditkarte als Voraussetzung für Versicherungsschutz

Platz 2: Sparkasse s-Kreditkarten (Gold, Platinum & GÖD Gold)

  • sämtliche Deckungsbausteine im Vergleich versichert
  • keine Ausnahmen bei Familienmitgliedern
  • Kartenbesitz als Voraussetzung für Versicherungsschutz

Platz 3: Raiffeisen Platinum Kreditkarte

  • sämtliche Deckungsbausteine im Vergleich versichert
  • keine Ausnahmen bei Familienmitgliedern
  • Kartenbesitz und Benutzung in den letzten 2 Monaten als Voraussetzung für Versicherungsschutz

*Angebot mit den geringsten Einschränkungen und meisten Deckungsbausteinen (unabhängig von der Versicherungssumme): Reisestornoversicherung, Reisegepäckversicherung, Reiseunfallversicherung, Verkehrsmittel-Unfallversicherung, Auslandsreise-Krankenversicherung, Reise-Haftpflichtversicherung und Reiseabbruchversicherung.

Bei den meisten anderen Kreditkarten des Vergleichs sind ebenfalls sämtliche Deckungsbausteine versichert. Ihr größtes Manko ist jedoch, dass Familienmitglieder von der Reisekranken- und oft auch von der Reiseunfallversicherung ausgenommen sind. Außerdem gilt der volle Versicherungsschutz meist nur bei Bezahlung der Reise mittels Kreditkarte.

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Top Platzierungen: Versicherungsummen**

Aufgrund der Ähnlichkeit der Produkte hinsichtlich der Versicherungssummen, lässt sich hier keine Rangfolge festlegen. Wir haben für Sie aber die 4 besten Angebote herausgesucht. Die Kreditkarten von card complete, Sparkasse und Raiffeisen sind vorteilhaft, weil sie bei der Auslandskrankenversicherung keine Beschränkung haben. Die Kreditkarten von PayLife bieten wiederum die höchsten Haftpflichtversicherungssummen, wobei dies kein Kriterium sein dürfte, da Sie durch Ihre Haushaltsversicherung normalerweise bereits einen ausreichenden, weltweiten Haftpflichtschutz haben.

Card complete Cards (Gold | Platinum)

  • Reisestornoversicherung: 2.500 € | 5.000 €
  • Auslandskrankenversicherung: kein Limit
  • Reisehaftpflichtversicherung: 750.000 € |750.000 €
  • Reiseunfallversicherung (Invalidität): 100.000 € | 150.000 €
  • Verkehrsmittelunfallversicherung (Invalidität): 152.650 € | 260.000 €

s Kreditkarten (Gold | Platinum)

  • Reisestornoversicherung: 3.500 € | 5.000 €
  • Auslandskrankenversicherung: kein Limit
  • Reisehaftpflichtversicherung: 750.000 € | 750.000 €
  • Reiseunfallversicherung (Invalidität): 75.000 € | 150.000 €
  • Verkehrsmittelunfallversicherung (Invalidität): 150.000 € | 250.000 €

Raiffeisen Kreditkarten (Gold | Platinum)

  • Reisestornoversicherung: 2.500 € | 5.000 €
  • Auslandskrankenversicherung: kein Limit
  • Reisehaftpflichtversicherung: 750.000 € | 1.000.000 €
  • Reiseunfallversicherung (Invalidität): 100.000 € | 150.000 €
  • Verkehrsmittelunfallversicherung (Invalidität): 100.000 € | 150.000 €

PayLife Karten (Gold, GoldPlus | Black | Platinum)

  • Reisestornoversicherung: 3.000 € | 3.000 € | 6.000 €
  • Auslandskrankenversicherung: 500.000 € | 1.000.000 € | 1.000.000 €
  • Reisehaftpflichtversicherung: 750.000 € | 1.000.000 € |1.500.000 €
  • Reiseunfallversicherung (Invalidität): 155.000 € | 200.000 € | 350.000 €
  • Verkehrsmittelunfallversicherung (Invalidität): 155.000 € | 200.000 € | 350.000 €

**Die Bewertung erfolgte hier auf Grundlage der Auslandskranken-, Reisehaftpflicht- und Reiseunfallversicherung, da es sich hier im Schadenfall um große Summen handeln kann.

Kreditkarten-Vergleich jetzt downloaden

NEU IM VERGLEICH: Die neuen Kreditkarten von N26 bieten mit 7.500 € und 5.000 € die höchsten Versicherungssummen bei der Reisestornoversicherung und Reiseabbruchversicherung. Allerdings besteht ein nur sehr geringer Schutz (150.000 €) bei der Reisekrankenversicherung. Diese Karten sind also nur für Reisen innerhalb Europas (mit Sozialversicherungsabkommen) zu empfehlen, wo zumindest ein Krankenversicherungs-Grundschutz durch die E-Card besteht. Bei Reisen nach Übersee ist eine unlimitierte Reisekrankenversicherungen sehr zu empfehlen.
Auch die neue American Express Platinum Card bietet umfassende Versicherungssummen (z.B. Reisestornoversicherung 6.000 €, unlimitierte Krankenversicherung), diese ist jedoch mit einem unglaublichen Preis von 500 € nicht konkurrenzfähig.

Vorsicht: Bei der Paylife Classic Karte wird zwar eine Reiseversicherung beworben, diese enthält aber nur einen sehr eingeschränkten Versicherungsschutz auf den medizinisch notwendigen Krankenrücktransport, Hilfeleistungen in Notsituationen oder Sonderrückreisen. Hier kann man jedoch vor Reiseantritt einen Sonder-Reiseschutz (3-fach Reiseschutz) zukaufen.

Die American Express Blue Card beinhaltet lediglich eine Reiseunfall- und Verkehrsmittelunfallversicherung.

LAMIE-TIPP für Studenten: Die meisten Banken bieten deren Kreditkarten (PayLife, card complete oder bankeneigene) auch in der Studentenversion bzw. zum Studentenpreis an, auch wenn das Angebot auf der Homepage nicht zu finden ist. Am besten fragen Sie bei Ihrer Bank nach.

LAMIE-TIPP für Senioren: Krankheit ist nicht automatisch eine Frage des Alters, aber leider mehren sich die gesundheitlichen Probleme bei den „Lebenserfahrenen“.  Davon gehen auch die Kreditkartenanbieter aus, weshalb man bei der Reisestorno- und Reisekrankenversicherung immer – wenn auch anders formuliert – denselben Ausschlussgrund findet, nämlich Vorerkrankungen. Senioren sollten sich deshalb nicht auf die Kreditkarten-Reiseversicherung oder auf übliche Reiseversicherungspakete verlassen. Wir haben kurz zusammengefasst, worauf Senioren bei der Reiseversicherung achten sollten.

Häufige Einschränkungen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen

  • Bei den großen Kreditkartenanbietern wie PayLife, card complete oder auch bei bankeneigenen Kreditkarten wie der Raiffeisen oder BAWAG Gold Card sind Familienangehörige von der Krankenversicherung ausgenommen!
  • Die regelmäßige Benützung der Kreditkarte oder die Bezahlung der Reise mittels Kreditkarte gelten oft als Voraussetzung für den vollen Versicherungsschutz.
  • Geld, Wertpapiere, Fahrkarten und Dokumente (meist auch Laptops oder Tablets) sind von der Reisegepäckversicherung ausgenommen. Wertgegenstände und technische Geräte (Kameras) sind oft nur unter Beaufsichtigung oder Aufbewahrung in versperrten Räumen/Behältnissen versichert.
  • Bei der Reisestornoversicherung gibt es meist eine Beschränkung auf einen Schadenfall pro Jahr. Außerdem gilt die volle Versicherungssumme bei einigen Kreditkarten nur für Pauschalreisen. Individualreisen (separate Buchung von Flug und Hotel) sind dann gar nicht oder nur zum Teil gedeckt.
  • Die Reiseunfall- und Reisekrankenversicherung schließt in der Regel „gefährliche Urlaubsaktivitäten“ wie zum Beispiel Fallschirmsprünge, Paragleiten, etc. aus. Kein Versicherungsschutz besteht auch bei Schäden durch Verwendung von KFZ oder Wasserfahrzeugen.
  • Der Einkaufsschutz von einigen Kreditkarten gilt oft nur, wenn der gekaufte Gegenstand auch mit der Kreditkarte bezahlt wurde.

Kreditkarten-Vergleich jetzt downloaden

Dieser Vergleich zeigt Ihnen, worauf Sie bei Ihrer Kreditkarte mit Reiseversicherung achten und was Sie vor Reiseantritt gegebenenfalls noch überprüfen sollten. Je nachdem, worauf Sie Wert legen und wie Ihre Reise genau aussieht, sind unterschiedliche Inhalte wichtig. Wie bei anderen Versicherungen, sollte auch hier der Preis nicht als einziges Kriterium zählen. Je nach Wert der Reise, kann man auf einzelne Bausteine, wie zum Beispiel der Reisestorno- oder Reiseabbruchversicherung verzichten. Für Reisen nach Übersee darf aber eine umfassende Auslandskrankenversicherung und -unfallversicherung nicht fehlen.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare und Erfahrungen zum Thema Reiseversicherungen!

Reiseversicherung für Senioren – 5 wichtige Tipps

Eine Leidenschaft, die Jung und Alt gleichermaßen teilen, ist die für das Reisen. Es war noch nie einfacher als jetzt, Reisen zu buchen und die ganze Welt zu erkunden. Auch bei der Wahl des Transportmittels hat man freie Auswahl; wer gerne schnell vorankommt, nimmt das Flugzeug, wer nicht fliegen möchte, fährt Bus, Bahn oder mit dem Kreuzfahrtschiff. Eine Sache, an die man natürlich vor oder auch im Urlaub nicht denken möchte, sind unvorhergesehene Krankheiten oder Unfälle. Für Senioren ist ein passender Versicherungsschutz auf Reisen deshalb besonders wichtig. Wir haben ein paar wichtige Informationen und Tipps für Sie, die es dabei zu beachten gibt.

Natürlich sollten auch junge Urlauber über eine entsprechende Reiseversicherung nachdenken. Die Gefahr für ältere Reisende ist dennoch höher, denn oft haben Senioren gesundheitliche Einschränkungen, die vor Reiseantritt oder auf Reisen Probleme bereiten können. Aufgrund des erhöhten Risikos gibt es bei Reiseversicherungen ein paar Einschränkungen, die Sie wissen sollten.

1. Chronische Krankheiten und Vorerkrankungen

Die Auslandsreise-Krankenversicherung stellt für Senioren ein unabdingbares Sicherheitsnetz dar. Im Falle einer Erkrankung während der Reise kommt die Versicherung für die Behandlungskosten auf. Ein wichtiger Schutz vor finanziellem Schaden, denn gerade Arztbehandlungen im Ausland können enorm viel Geld kosten – vor allem im EU-Ausland ohne Sozialversicherungsabkommen (E-Card). Ist jemand jedoch chronisch krank, bezahlen die meisten Versicherungen keine Behandlungs- oder Medikamentenkosten. Braucht man also aufgrund einer chronischen Erkrankung oder ein Erkrankung, die vor Reisebuchung bereits bestanden hat, im Urlaub eine Behandlung, übernimmt die Versicherung diese im Normalfall nicht. Dies gilt meist auch, wenn man kurz vor der Reisebuchung stationär in Behandlung war und das im Urlaub auftretende Gesundheitsproblem damit im Zusammenhang steht.

 Fragen Sie vor Abschluss einer Versicherung immer nach, wie es in Ihrem konkreten Fall aussehen würde. Lassen Sie im Zweifelsfall Ihre Reisefähigkeit vor Reiseantritt von einem Arzt bestätigen, um späteren Problemen und Diskussionen aus dem Weg zu gehen.

2. Reisestorno- und Reiseabbruchversicherung

Eine weitere wichtige Versicherung für Senioren ist die Reiserücktritts- bzw. stornoversicherung. Denn zwischen Buchung und Reiseantritt liegen oft Monate und gerade bei älteren Menschen kann eine Krankheit den Reiseantritt verhindern. Hier ist es besonders wichtig, die Versicherungsbedingungen genau durchzulesen, denn nicht jede Verhinderung ist in der Reiserücktrittsversicherung gedeckt. Grundsätzlich trägt die Versicherung die Stornokosten, wenn der Versicherte, ein Angehöriger oder ein Mitreisender schwer erkrankt oder einen Unfall hat. In solchen Fällen verlangt die Versicherung eine ärztliche Bestätigung, dass der Reiseantritt auch tatsächlich nicht möglich ist.

Achtung:

  • Auch hier sind chronische Krankheiten meist ausgeschlossen. Hat jemand beispielsweise Diabetes und kann aufgrund dieser Krankheit die Reise nicht antreten, übernimmt die Versicherung die Kosten nicht.
  • Nachdem ärztlich abgeklärt wurde, dass ein Reiseantritt nicht möglich ist, sehen Reiseversicherungen vor, dass die Reiseleistungen unverzüglich storniert werden müssen. Der Grund dafür liegt in den meist gestaffelten Stornogebühren der Reiseleistungsanbieter – je früher man storniert, desto „günstiger“ kommt man davon.

Ebenso wichtig ist der Deckungsbestandteil „Reiseabbruch“. Denn für den Fall, dass Sie die Reise unvorhersehbarer Weise frühzeitig abbrechen müssen, übernimmt diese die Zusatzkosten, die im Zuge der vorzeitigen Rückkehr entstehen.

3. Der Altersaufschlag

Der relevanteste Tipp hier lautet: Vergleichen, vergleichen, vergleichen! Versicherer staffeln ihre Angebote meist nach Altersklassen. Je älter ein Reisender also ist, desto teurer wird es für ihn. In manchen Fällen zahlen Senioren mehr als doppelt so viel für ihre Reiseversicherung als junge Kunden. Oft liegen die Altersgrenzen bei Mitte 60, manchmal schon bei Ende 50. Manche Versicherungen fordern auch erst ab 70 Jahren Aufschläge.
Eine wichtige Rolle beim Preisvergleich spielt – wie so oft – die Zeit. Keinesfalls sollte eine Reiseversicherung auf den letzten Drücker abgeschlossen werden, denn hier zahlt man oft drauf.

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4. Jahresreiseversicherung oft günstiger

Prüfen Sie, ob eine Jahresreiseversicherung, Familien- oder Einzelversicherung für Ihre individuelle Situation am besten passt. Häufig bieten Jahresreiseversicherungen ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis, dies lohnt sich jedoch nur, wenn man mehrmals im Jahr verreist. Bei einem Jahrestarif sollte man jedenfalls darauf achten, welche Reisedauer gedeckt ist. Oft sind nämlich nur Reisen abgedeckt, die nicht länger als 42 bis 56 Tage dauern. Dauert eine Reise länger, kann das sehr teuer werden. Verzichten sollte man auf die Versicherungen trotzdem nicht, denn Behandlungen und Medikamente oder schlimmstenfalls sogar ein Rücktransport können sehr ins Geld gehen.

5. Reisebuchung und Versicherung immer getrennt abschließen

Verzichten Sie auf eine „Reiseversicherung-to-go“, die man auf den Reiseportalen zusätzlich zur Reise erwerben kann. Diese sind gekennzeichnet durch mangelnde Informationen über den Versicherer, fehlende Transparenz bei den Bedingungen sowie schlechte Konditionen – erst recht für Senioren. Lassen Sie sich bei einer Reisebuchung nicht zum Abschluss einer Reiseversicherung drängen. Lieber getrennt abschließen und auf individuellen und umfassenden Schutz achten.

Sollten Sie noch Fragen zu Ihrer Reiseversicherung haben oder sich bei der Deckung nicht sicher sein, sind unsere Experten gerne für Sie da und geben Ihnen Tipps.

3 hilfreiche Spartipps für die Reiseversicherung

Wenn der Urlaub etwas kostspieliger ist oder das Urlaubsziel nicht gerade nebenan liegt, dann ist es sinnvoll die Reise abzusichern – auch wenn man das Geld für die Versicherungsprämie lieber für Cocktails am Strand ausgeben möchte. Eine Reiseversicherung springt zum Beispiel ein, wenn die Reise abgesagt werden muss, das Gepäck gestohlen wird oder man im (EU-)Ausland ins Krankenhaus muss. Für sinnvollen Versicherungsschutz ist bei der Reiseversicherung auf mehr Aspekte zu achten, als nur auf den Preis. Die folgenden Spartipps sollten Sie aber vor Versicherungsabschluss unbedingt beherzigen.

1. Immer Familien- oder Gruppenreiseversicherungen abschließen

Familien- oder Gruppenverträge sind in vielen Fällen empfehlenswert, auch für gemeinsam reisende Freunde. Die Leistung im Vergleich zu separaten Verträgen ist dieselbe, die Prämien jedoch meist deutlich günstiger. Wer sich für eine solche Familien- oder Gruppenjahresversicherung entscheidet, kann natürlich im Rest des Jahres auch getrennt voneinander verreisen und ist dabei versichert. Mehr dazu im nächsten Punkt.

2. Jahresreiseversicherungen bei mehreren Reisen meist günstiger

Wer mehrmals im Jahr verreist, für den lohnt sich eventuell eine Jahresreiseversicherung – egal ob mit Partner, Familie oder Freunden. Ein Jahresstorno- und Reiseschutz gibt es für 2 Personen ab ca. 200 €. Je nach Kosten und Umfang der Reise, übersteigen zwei Einzelversicherungen für jeweils einen einwöchigen Sommer- und Winterurlaub oder eine größere Reise (etwa in die USA) diesen Betrag bereits. Zusätzliche Reisen (auch Wochenendtrips sind versichert) erhöhen die Ersparnis einer Jahresreiseversicherung.

Achtung: Der maximale Reisepreis pro Reise ist bei Jahresreiseversicherungen meist beschränkt (z.B. 5.000 €). Für mehrere kleinere Reisen ist das völlig ausreichend. Bei einem größeren Urlaub mit der Familie oder mit dem Partner ist dieser Wert aber unter Umständen schnell erreicht. In diesem Fall kann man entweder die Versicherungssumme der Jahresreiseversicherung erhöhen, oder vom Familientarif (max. Gesamtpreis von z.B. 5.000 € pro Reise) auf den Einzeltarif für alle Mitreisenden umsteigen (max. Einzelpreis von z.B. 5.000 € pro Reise). Was das Ganze natürlich erheblich verteuert.
Außerdem ist bei Jahresreiseversicherungen darauf zu achten, dass sich der Vertrag bei den meisten Versicherungen automatisch um ein weiteres Jahr verlängert. Wenn man also Jahr darauf nur eine kleinere Reise plant, empfiehlt es sich die Jahresreiseversicherung wieder zu kündigen und auf eine Einzelreiseversicherung zurückzugreifen.

3. Kreditkartenversicherung als günstige Alternative zur Einzelreiseversicherung

Wer eine Kreditkarte hat, ist unter Umständen bereits reiseversichert – und das zu erheblich geringeren Kosten als bei einer klassischen Reiseversicherung. Hier kann es sich sogar lohnen, wenn Sie in Hinblick auf Ihre Reise für bestimmte Zeit auf eine Platinumkarte mit höherem Versicherungsschutz umsteigen.

Natürlich gibt es ein paar Haken – die Deckung ist meist im Vergleich zu einer normalen Reiseversicherung erheblich eingeschränkt:

  1. Die Versicherung ist teilweise nur bei Bezahlung der Reise mittels Kreditkarte wirksam.
  2. Bei vielen Kreditkarten sind gewisse Leistungen (z.B. Reisekrankenversicherung) auf den Kartenbesitzer beschränkt. Ansonsten sind nur Familienmitglieder mitversichert (keine Gruppenreiseversicherung möglich).
  3. Beim Reisestorno- bzw. Reiseabbruchschutz sowie bei „Zusatzleistungen“ wie z.B. Verspätungsschutz fällt die Deckung geringer aus als bei den klassischen Reiseversicherungen. Außerdem gilt der Stornoschutz bei einigen Kreditkarten nur für Pauschalreisen.

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Bei der Reiseunfall-, Reisehaftpflicht- bzw. Reisekrankenversicherung gibt es aber durchaus Kreditkartenversicherungen, die bei der Deckung mit den klassischen Reiseversicherungen mithalten können.

Wer also mit dem geringen Storno- und Abbruchschutz (meist 1.500 – 3.000 €) leben kann, für den lohnt sich eine Kreditkartenversicherung unter Umständen auch für größere Reisen nach Übersee. Plant man etwa einen USA Roadtrip, bei dem man die einzelnen Hotels über Plattformen wie Booking.com selbst gebucht hat (und diese meist 24h Stunden vorher noch storniert werden können), sind die Stornokosten unter Umständen nicht so hoch (Es bleiben z.B. nur noch die Stornokosten für Flug und Mietwagen). Das wichtigste bei einer USA-Reise ist ohnehin die Auslandskrankenversicherung und für diese gibt es auch bei Kreditkartenversicherungen teilweise unlimitierte Deckung für Karteninhaber (ACHTUNG: Hier sind Familienmitglieder häufig ausgeschlossen). Die Leistungen der verschiedenen Kreditkartenversicherungen haben wir für Sie bereits verglichen.

Egal wie die Reisepläne aussehen, es lohnt sich auf jeden Fall die Angebote der verschiedenen Jahres- und Einzelversicherungen online zu vergleichen. Ist kein umfassender Stornoschutz nötig, sollten Sie jedenfalls auch Ihre Kreditkartenversicherung in den Vergleich mitaufnehmen. Ein guter und kompetenter Ansprechpartner ist zumeist auch Ihr Reisebüro, welches Sie über die Versicherungsdeckung für Ihre konkrete Reise informieren kann.

Wir freuen uns auf Ihre Erfahrungen und Fragen zum Thema Reiseversicherung!

 

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5 wichtige Aspekte der Reiseversicherung: Was brauche ich wirklich?

Einfach nur Urlaub machen und entspannen… Ganz so einfach ist es leider manchmal nicht, denn bei einer Reise kann jede Menge schief laufen. Ob Sie nun vor der Reise krank werden, am Urlaubsort ins Krankenhaus müssen oder Ihr Gepäck am Flughafen nicht ankommt, dafür gibt es Versicherungen. Welche Dinge Ihre Reiseversicherung enthalten soll, müssen Sie selbst entscheiden. LAMIE gibt dazu ein paar Tipps.

Wie bei vielen anderen Versicherungsprodukten, ist das Angebot an Reiseversicherungen nicht gerade überschaubar. Neben eigenen Versicherungsprodukten der privaten Anbieter, gibt es auch Kreditkarten mit Reiseversicherungen. Hier gibt es jedoch zahlreiche Beschränkungen, denn voller Versicherungsschutz besteht manchmal nur für den Karteninhaber. Mehr dazu können Sie in unserem großen Kreditkartenvergleich nachlesen.

Bei der Auswahl der Reiseversicherung sollten Sie auf jene Dinge achten, wo für Sie das meiste Risiko besteht. Um Ihnen die Bewertung zu erleichtern, haben wir fünf Aspekte zusammengefasst, die man sich vor Reiseantritt genauer überlegen sollte. Zum Schluss gibt es noch ein paar Expertentipps von Reisewelt GmbH und dem Reisebuchungs-Tool ThreeSteps.

Reisekrankenversicherung vs. E-Card

Die Reisekrankenversicherung ersetzt Heil- und Behandlungskosten, die bei unvorhersehbaren Erkrankungen oder Unfällen während der Reise entstehen. Mit der Europäischen Krankenversicherungskarte (Rückseite der E-Card), welche den Auslandskrankenschein auf Urlaubsreisen in EU-Staaten, EWR-Staaten, der Schweiz, Mazedonien, Serbien und Bosnien-Herzegowina ersetzt, können medizinische Leistungen bei Vertragsärzten und öffentlichen Spitälern im jeweiligen Land in Anspruch genommen werden. So müssen Sie z.B. für Ihren alljährlichen Italienurlaub, nicht extra eine Reisekrankenversicherung abschließen.

Kostspielig wird es dann, wenn Sie in einem Land ohne Sozialversicherungsabkommen medizinisch behandelt werden müssen bzw. die E-Card nicht gültig ist. Die heimischen Sozialversicherungsträger erstatten die Kosten für Heilbehandlungen zwar nach Tarif. Kosten, die diesen Tarif übersteigen, müssen Sie aber selbst tragen.
Eine Reisekrankenversicherung darf also bei Reisen nach Übersee nicht fehlen. Besonders die USA sind für hohe Behandlungskosten in Spitälern berüchtigt. Außerdem gibt es Länder, in denen eine Reisekrankenversicherung verpflichtend ist (z.B. Kuba, Ukraine).

LAMIE-TIPPNehmen Sie die Rechnung der medizinischen Behandlung gleich mit und heben Sie diese gut auf – verlassen Sie sich nicht auf eine Nachsendung per Post oder E-Mail!
 

 

Für Kunden von Drei Österreich gibt es eine flexible und automatische Reiseversicherung via Smartphone. Die Versicherung aktiviert sich, sobald Sie sich im Urlaub in ein ausländisches Netz einwählen (kein Datenroaming notwendig) und deaktiviert sich, sobald Sie wieder im österreichischen Netz sind. So erhalten Sie weltweiten Versicherungsschutz auf Reisen, der taggenau abgerechnet wird.

Reisehaftpflichtversicherung vs. übliche Privathaftpflichtversicherung

Prüfen Sie, ob für die in Ihrer Haushaltsversicherung enthaltene Haftpflichtversicherung weltweite Deckung besteht – was meist der Fall ist. Das heißt, es besteht auch Versicherungsschutz, wenn Sie jemandem im Urlaub einen Schaden zufügen. Eine eigene Reisehaftpflichtversicherung ist dann nicht nötig, zumal auch die Versicherungssummen in der üblichen Privathaftpflichtversicherung meist viel höher sind.

Achtung: Schäden aus der Verwendung von Kraft- und Luftfahrzeugen sind weder in der üblichen Haftpflichtversicherung noch in der Reisehaftpflichtversicherung gedeckt, gilt auch für motorische Wasserfahrzeuge.

Reisestorno- & Reiseabbruchversicherung vs. Abbruchkosten ohne Versicherung

Die Reisestorno- & Abbruchversicherung übernimmt die Kosten für die Stornierung einer gebuchten Reise vor Reiseantritt oder für nicht genutzte Reiseleistungen, wenn man eine bereits angetretene Reise plötzlich abbrechen muss. Die Zusatzkosten für die Rückreise werden meist nicht übernommen.

Voraussetzung ist, dass die Reise aus bestimmten, unvorhersehbaren Gründen storniert oder abgebrochen werden muss, unter anderem:

  • eine plötzliche schwere Erkrankung, erhebliche Verschlechterung eines Leidens oder der Tod des Versicherten oder nahestehender Familienangehöriger.
  • schwere Schäden am Eigentum, wodurch die Anwesenheit des Versicherten zu Hause unerlässlich ist.
  • Unerwartete Ereignisse, wie etwa Schwangerschaft, Scheidung etc.
  • Ereignisse am Urlaubsort, die die körperliche Sicherheit gefährden (Reiseabbruchversicherung).

Man sollte sich dazu zwei Fragen stellen:

Wie wahrscheinlich ist es, dass bei Ihnen einer der Stornogründe eintritt? Bei welchen Reisen tut ein Abbruch oder eine Stornierung besonders weh? Bei kostspieligen und längeren Reisen natürlich. Da sollte der Baustein Reisestorno- und Reiseabbruchversicherung jedenfalls nicht fehlen.

(Reise-)Unfallversicherung

Die gesetzliche Unfallversicherung bietet Schutz bei Eintritt und den Folgen von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten. Zwei Drittel aller Unfälle passieren allerdings bei Freizeitaktivitäten, für die man ohne private Unfallversicherung selbst aufkommen muss.

Die private Unfallversicherung deckt unter anderem zahlreiche Behandlungskosten infolge eines Unfalls, Bergungskosten (inkl. Hubschrauber), Nottransport ins Heimatland sowie Folgekosten bei dauernder Invalidität und Tod. Wenn Sie bereits eine private Unfallversicherung mit weltweiter Deckung abgeschlossen haben, ist keine Reiseunfallversicherung mehr nötig. Ansonsten ist dieser Baustein in der Reiseversicherung absolut zu empfehlen – besonders wenn Sie eine Reise mit vielen (sportlichen) Aktivitäten planen.

Was im Urlaub (und auch generell) für Sportfreaks vielleicht relevant ist – Risiko- und Extremsportarten, Kampf- und Kraftsportarten oder andere Aktivitäten mit „außergewöhnlichem Risiko“ sind in der Regel nicht versichert. Wir denken da an Free Climbing, Tauchexpeditionen, Wettbewerbe und Rennen jeglicher Art, Bungee Jumping oder Fallschirmspringen und Ähnliches. Selbiges gilt auch für die Reisekrankenversicherung.

Reisekomfortversicherung – was heißt das eigentlich?

Bei einigen Versicherungen (v.a. Kreditkartenangeboten) werden bestimmte Leistungen unter dem Begriff Reisekomfortversicherung zusammengefasst. Wie das Wort „Komfort“ schon so schön sagt, deckt dieser Bausteine alle Kosten und Schäden, die die Reise sehr schnell unbequem machen können. Dazu gehören unter anderem die Kosten für verschwundenes oder beschädigtes Reisegepäck, verspätete Gepäckausgabe, Dokumentenersatz (Reisegepäckversicherung), Flugverspätung bzw. –versäumnis (Verspätungsschutz) etc.

Reiseversicherung

 

Hier sind die Angebote der einzelnen Reiseversicherungen sehr unterschiedlich gestaltet was die Inhalte und Versicherungssummen betrifft. Die Situation ist wieder nach Art und Länge der Reise selbst abzuschätzen.

 In der LAMIE Premium Haushaltsversicherung und LAMIE Premium Eigenheimversicherung ist Ihr Reisegepäck im Ausland ebenfalls versichert.

 

Expertentipps zur Reiseversicherung

In welchen Fällen ist eine Reiseversicherung empfehlenswert und wann nicht?

Fabian Sigl von ThreeSteps.xyz, einem neuen Reisebuchungs-Tool mit dem man bei Onlinebuchungen zusätzlich sparen kann, ist überzeugt, dass eine Reiseversicherung durchaus Sinn machen kann: „Wichtig ist, dass Sie bereits vorhandene Versicherungen auf eventuelle Deckung überprüfen und mit den Anforderungen der Reiseziele abgleichen. In vielen Europäischen Ländern sind zusätzliche Reiseversicherungen wie etwa eine Reisekrankenversicherung gar nicht notwendig.“

Tipp: Aufpassen bei Buchungen über Onlineplattformen!

Fabian Sigl dazu: „Es gibt Onlineplattformen, welche eine Reiseversicherung oder eine bestimmte Zahlungsmethode förmlich aufdrängen. Wenn man aber auf einer solchen Plattform buchen will, dann unbedingt darauf achten und lieber doppelt kontrollieren, dass man nichts mitbucht, was man gar nicht haben möchte. ThreeSteps hat solche aggressiven Plattformen nicht im Partnerprogramm. Wer also auf Nummer sicher gehen will, bucht über ThreeSteps.xyz seine Urlaubsreisen. Informationen und Rat zur Reiseversicherung holt man sich als Selbstbucher am besten beim Versicherer des Vertrauens.“

Was sind die häufigsten Unglücksfälle im oder vor dem Urlaub? Worauf muss man bei der Reiseversicherung achten?

Erkrankungen und Todesfälle im näheren Umfeld sind häufige Gründe für eine Urlaubsstornierung. Sabrina Weinzinger von Reisewelt empfiehlt deshalb die Reise- und Stornoversicherung der Hanse Merkur: „So haben Sie die Garantie, dass Sie und Ihre Mitreisenden nicht nur vor, sondern auch während dem Urlaub versichert sind.“ Unterschätzt werden laut Reisewelt auch oft die Krankenhauskosten im Ausland, deshalb sollte eine Reiseversicherung ohne Selbstbehalt abgeschlossen werden.

Zusammengefasst kann man sagen, und das bestätigen auch unsere Reiseexperten, dass es auf das Urlaubsziel und die geschätzten Kosten der Reise ankommt, ob eine Reiseversicherung Sinn macht oder nicht. Es kann auch sein, dass Sie manche umfassende Reiseversicherungspakete gar nicht benötigen, weil Sie dadurch doppelt versichert (Unfallversicherung, Krankenversicherung) wären. Empfehlenswert sind auf jeden Fall die Reisestorno- und Reiseabbruchversicherung sowie die Reisekrankenversicherung bei Reisen nach Übersee. Die Entscheidung können wir Ihnen leider nicht abnehmen.

Wir freuen uns auf Ihre Erfahrungen und Fragen zum Thema Reiseversicherung!

 

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Mitversicherung von Familienangehörigen: die häufigsten Irrtümer

Während bei der gesetzlichen Kranken- und Unfallversicherung Familienmitglieder meist (mit)versichert sind, ist das bei privaten Versicherungen oft nicht der Fall. Wo und wann Sie eine Mitversicherung beantragen müssen, welche häufigen Irrtümer es gibt und was Sie dabei beachten sollten, haben unsere LAMIE Experten für Sie zusammengefasst.  

Irrtum Nr. 1: Kinder in Ausbildung sind in der gesetzlichen Krankenversicherung immer mitversichert

Also automatisch bei den Eltern mitversichert sind hier nur Kinder unter 18 Jahre. Dauert die schulische Ausbildung länger, kann unter bestimmten Voraussetzungen, eine Mitversicherung beantragt werden. Dafür muss das Kind unter 27 Jahre sein, Anspruch auf Familienbeihilfe haben (oder einen Studienerfolgsnachweis erbringen) und er oder sie darf nicht mehr als die Geringfügigkeitsgrenze verdienen. Dies gilt für auch für Stiefkinder, Wahlkinder, Enkelkinder oder Pflegekinder.
 
Mitversicherung
 
Zusätzlich können Ehegatten, eingetragene Partner und Lebensgefährten, die keine Krankenversicherung haben und sonstige Familienangehörige, die unentgeltlich den Haushalt führen, bei der gesetzlichen Krankenversicherung mitversichert werden. Weitere Infos dazu hier.

Irrtum Nr.2: Familienangehörige sind in der Unfallversicherung automatisch mitversichert

Durch die gesetzliche Unfallversicherung sind Personen in Ausbildung, bei der Arbeit und Kindergartenkinder (ab dem verpflichtenden Kindergartenjahr und für mindestens 16 Stunden) versichert. Kleinkinder, Hausfrauen und Pensionisten haben diesen Schutz nicht.
Leistungen für Folgeschäden eines Unfalls werden zudem nur für Unfälle in der Arbeit, im Kindergarten, in der Schule, auf dem Weg dorthin und bei damit zusammenhängenden Veranstaltungen erbracht. Kein Schutz besteht für Unfälle in der Freizeit, im Haushalt, beim Sport oder im Urlaub.
Außerdem sind Familienangehörige hier bei niemanden mitversichert. Jeder ist, sobald er die obigen Voraussetzungen erfüllt, selbst versichert. Von den Versicherten werden keine Beiträge eingehoben; die Finanzierung erfolgt durch die AUVA und durch einen Beitrag aus dem Familienlastenausgleichsfonds.

Für einen ausreichenden Unfallschutz auch in der Freizeit und im Haushalt ist eine private Familien Unfallversicherung (vorzugsweise mit weltweiter Deckung) notwendig.
 

Mitversicherung Kinder

 

Irrtum Nr. 3: Haushalts- und Haftpflichtversicherung: Mitversicherung von allen Personen im Haushalt

Bei der Haushaltsversicherung inklusive privater Haftpflichtversicherung wird häufig angenommen, dass Kinder mitversichert sind, solange sie im gleichen Haushalt der Eltern wohnen, auch wenn sie erwachsen sind. Fakt ist jedoch, die Kriterien für die Mitversicherung können sehr unterschiedlich sein und hängen meist vom Alter (meist bis zum 25. Oder 27. Lebensjahr), dem Familienstand, der Ausbildung oder ob Familienbeihilfe bezogen wird ab. Steigt das Kind in das Berufsleben ein, erlischt die Mitversicherung in der Regel. Kinder, die erwerbstätig sind oder die obigen Kriterien nicht erfüllen, müssen es extra in den Versicherungsvertrag mit aufgenommen werden, wenn sie noch zu Hause wohnen.

Viele Versicherer bieten an, den Hausrat der Kinder am Studienort mitzuversichern. Dieser Schutz ist jedoch meist auch beschränkt und gilt für Studentenheime, Internate oder eventuell für WGs. Zusätzlich gibt hier bei einigen die Ausnahme, dass der Versicherungsschutz nur für die Haftpflicht, nicht aber für den Wohnungsinhalt gilt. Ist dies der Fall, sollte für die Studentenwohnung eine eigene Haushaltsversicherung abgeschlossen werden, wo alle Mitbewohner inkl. deren Haushalt versichert sind.

Beitragsfrei mitversichert sind in der Haushaltsversicherung generell meist nur Familienangehörige und Lebensgefährten. Wenn man also mit einem Kumpel zusammenwohnt, muss dieser meist eigens in den Vertrag aufgenommen werden.

LAMIE Tipp: In der LAMIE direkt Haushaltsversicherung inkl. Haftpflichtversicherung ist der Hausrat aller im Haushalt gemeldeten Bewohner automatisch mitversichert.
 
Wohngemeinschaft

 

Irrtum Nr. 4: Bei Tod haben Familienangehörige Anspruch auf private Lebens- und Pensionsversicherungen

Spätestens bei Hausbau und Familiengründung sollte man über eine Ab- und/oder Erlebensversicherung nachdenken. Besonders wichtig ist hier die Kapitalabfindung, mit der beispielsweise Hypotheken im Todesfall getilgt werden und den Hinterbliebenen so eine schuldenfreie Wohnung zum Leben bleiben kann.
Bei einer bestehenden oder bei Abschluss einer neuen Lebensversicherung oder privaten Pensionsversicherung kann allerdings auch eine bestimmte Personen im Vertrag als Begünstigter aufgenommen werden. So wird die Summe direkt an diesen Begünstigten ausbezahlt. Ansonsten fällt die Lebensversicherung eines Verstorbenen in den Nachlass und wird nach dem österreichischen Erbrecht auf die Familienmitglieder aufgeteilt.

Irrtum Nr. 5: Mitversicherung von Familienangehörigen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen

Bei vielen Kreditkarten-Versicherungen sind Familienangehörige auf Reisen mitversichert. Zumindest wird das immer besonders hervorgehoben. Wenn man sich aber die Details der verschiedenen Bedingungen ansieht, bemerkt man, dass gewissen Leistungen – wie etwa die wichtige Reisekrankenversicherung- oft dann doch wieder auf den Kartenbesitzer beschränkt sind. Mehr dazu finden Sie in unserem großen Kreditkarten-Reiseversicherungsvergleich.

Auch bei anderen privaten Versicherungen wie etwa einer Jahresreiseversicherung, Rechtschutzversicherung oder einer privaten Krankenversicherung müssen Sie Familienangehörige extra mitversichern bzw. eine Familienversicherung abschließen.

Unfall in der Freizeit: Was die Sozialversicherung nicht zahlt

Die meisten Unfälle – nämlich 75% – passieren im Haushalt oder bei Freizeitaktivitäten. In Österreich waren es 2018 rund 800 Haushaltsunfälle täglich. Durch die gesetzliche Unfallversicherung sind nur Unfälle in der Arbeit oder auf dem Weg dorthin abgesichert – also nur ein kleiner Teil aller Verunglückten. Die Sozialversicherung bietet zwar ein Auffangnetz was die Behandlung betrifft, kommt jedoch längst nicht für alles auf, was so ein Freizeitunfall mit sich ziehen kann. Wir geben dazu einen kleinen Überblick.

In der gesetzlichen Unfallversicherung sind nur Unfälle versichert, die sich am Arbeitsplatz, in Uni, Schule und Kindergarten oder auf dem Weg dorthin ereignen (sogenannte Wegunfälle). Fällt man nun in der Freizeit vom Fahrrad, bedeutet das natürlich nicht, dass man komplett schutzlos ist. Die gesetzliche Krankenversicherung kommt für die Behandlungskosten auf, nicht aber für die Folgeschäden.

Bei bleibender Invalidität kann dies Ihren Alltag stark einschränken. Sie benötigen vielleicht einen Rollstuhl, können nicht mehr Autofahren und müssen beispielsweise für den behindertengerechten Umbau der Wohnung selbst aufkommen. Im schlimmsten Fall können Sie Ihren Beruf nicht mehr ausüben.
 
Unfallfolgen
 

Leistungen, welche die gesetzliche Kranken- und Unfallversicherung bei einem Freizeitunfall nicht übernimmt:

  • Jegliche Unfallfolgekosten
  • Heilbehelfe (Rollstuhl, Prothesen etc.) über einem bestimmten Betrag
  • Heilkosten (erstmaliger Zahnersatz, Krankentransporte)
  • Bergungskosten und Rückholkosten (z.B. bei einem Skiunfall im Gebirge): Bei einem Hubschraubereinsatz entstehen schnell Kosten bis zu 10.000€.
  • Alternativmedizinische Therapiekosten und Spezialbehandlungen
  • Kosmetische Operationen
  • Rentenzahlung für die Unfallfolgekosten
  • Spitalgeld (Kostenbeitrag pro Pflegetag eines stationären Aufenthalts)
  • Entgeltfortzahlung bei Verdienstausfall aufgrund längerer Arbeitsunfähigkeit: Als sozialversicherungspflichtiger Angestellter oder Arbeiter erhält man nur bis zu sechs Wochen der Arbeitsunfähigkeit über Ihren Dienstgeber die vollen Bezüge. Danach gibt es ein geringes gesetzliches Krankengeld für bis zu einem Jahr. Selbstständige bekommen dies nicht und auch Berufe mit Schichtzulagen und Trinkgeldern verlieren dadurch einen erheblichen Anteil. Das gesetzliche Krankengeld kann mittels privater Unfallversicherung durch ein sogenanntes Taggeld aufgestockt werden.

Therapie nach Unfall, Unfallfolgekosten
 
Diese Lücken können nur mit der Renten- oder Einmalzahlung aus einer privaten Unfallversicherung gedeckt werden.

Bei Berufsunfähigkeit nach einem Unfall

Im Falle der Berufsunfähigkeit gibt es zwar eine staatliche Invaliditätspension, diese ist aber gering und erhält meist nicht annähernd den gewohnten Lebensstandard. Vor allem dann nicht, wenn sich der Unfall schon in jungen Jahren ereignet hat. Durch private Vorsorge kann diese gesetzliche Rente aufgestockt werden. Wobei was den Beruf betrifft zwischen der privaten Unfallversicherung und der Berufsunfähigkeitsversicherung unterschieden werden muss.

Unfälle im Urlaub

Auf Reisen, besonders bei sportlichen Aktivurlauben, sollten Sie an eine Unfallversicherung mit weltweiter Deckung denken. Da sich die Gültigkeit der Europäischen Krankenversicherungskarte (EKVK) – diese befindet sich auf der Rückseite Ihrer E-Card – nur auf EU-Mitgliedsstaaten, EWR-Staaten, die Schweiz, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Serbien sowie Nordmazedonien beschränkt und es generell bei Arztbesuchen im Ausland viele Ausnahmen gibt, ist eine umfassende Reisekranken- und Reiseunfallversicherung empfehlenswert.
 

 

Online Möbel kaufen: Rechte als Käufer

Im Zeitalter der Digitalisierung wird nicht nur Kleidung oder Elektronik online gekauft, sondern auch mal eben per Klick eine Couch bestellt, wenn das Möbelhaus vor Ort nichts Passendes hat. Neben der riesigen Auswahl hat das aber auch einen entscheidenden Nachteil. Man kann das Sofa leider nicht online Probesitzen oder Abgleichen, ob die Farbe auch wirklich zum Wohnzimmertisch passt. Und wenn die Ware nicht oder sogar beschädigt ankommt? Wir haben für Sie recherchiert, welche Rechte Sie beim Onlinekauf von Möbeln haben und worauf Sie vor der Bestellung achten sollten.

Das Produkt passt nicht – Rücktritt (in Deutschland Widerruf)

Die größte Gefahr beim Online-Kauf von Möbel ist, dass sie in natura nicht so gefallen wie auf dem Foto im Shop oder man irrtümlich die falschen Maße bestellt hat.

Grundsätzlich gibt es beim bei jeder Online-Bestellung ein Rücktrittsrecht von 14 Tagen ab Erhalt der Ware, wenn schriftlich eine Belehrung über das Rücktrittsrecht erfolgt ist (meist im Rahmen der Bestellbestätigung). Wurde man darüber nicht belehrt, kann man sogar innerhalb eines Jahres und 14 Tagen und ohne Begründung zurücktreten. Dieses Rücktrittsrecht besteht auch, wenn Sie eine über das Internet gekaufte Ware persönlich im Geschäft abholen. Das Rücktrittsrecht steht aber nur Verbrauchern beim Kauf von Unternehmern zu – davon ausgenommen sind Privatkäufe auf willhaben.at & Co, oder bei Sonderwünschen und individualisierten Möbeln (z.B. Maßmöbeln).

Wenn Sie also vom Vertag zurücktreten wollen, weil sich das Holz der Couchbeine mit den Wohnzimmermöbeln schlägt, müssen Sie dem Händler den Rücktritt erklären und die Ware zurückschicken. Der Rücktritt muss nicht begründet werden; man sollte das Möbelstück außerdem nicht eigenmächtig zurückschicken, sondern die Transportbedingungen zuvor mit dem Verkäufer klären. Die Kosten für die Rücksendung müssen Sie selbst tragen. Manchen Anbieter stellen auf freiwilliger Basis auch ein Rücksendeetikett zur Verfügung, womit der Versand für Sie kostenlos ist.

Hinweis: Wenn der Verkäufer die Kosten der Retoure nicht freiwillig übernimmt, muss er sie jedenfalls dann bezahlen, wenn er bei oder vor Vertragsabschluss nicht darauf hingewiesen hat, dass der Käufer die Kosten der Rücksendung selbst tragen muss.

Achtung: Packen Sie das Möbelstück nach dem Ausprobieren aber wieder gut ein, denn Beschädigungen oder Abnutzungserscheinungen kann Ihnen der Verkäufer in Rechnung stellen. Prüfen Sie auch in den Bedingungen des Händlers, inwiefern Sie selbst zu montierende Möbel nach dem Aufbauen wieder zurückgeben können.

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Die Ware wird nicht geliefert

Nun ja, das ist immer eine ganz unangenehme Situation, vor allem wenn man das Möbelstück dringend benötigt. Vom Vertrag zurücktreten kann man, wie oben beschrieben, erst bei Erhalt der Lieferung. Aber muss man den Lieferverzug einfach hinnehmen?

Nein. Sie haben die Möglichkeit schriftlich eine Beschwerde zu verfassen und eine Nachfrist zu setzen. In vielen Fällen gilt eine Frist von 2-3 Wochen als angemessen. Nach Ablauf dieser Frist können Sie vom Vertrag ohne Storno- oder Rücktrittsgebühren zurücktreten. Hier ein Muster einer solchen Beschwerde:

„Ich habe am 1.9.2019 eine Couch (Bestellnr. 12345) mit der Lieferfrist bis 07.09-14.09.2019 bei Ihnen bestellt. Leider fand noch immer keine Lieferung statt. Ich setze Ihnen eine Nachfrist von 14 Tagen. Für den Fall der Nichtlieferung binnen dieser Frist, trete ich hiermit vom Kaufvertrag zurück und verlange die Rückerstattung des Kaufpreises.“

Trifft den Unternehmer am Verzug auch ein Verschulden (weil er die Bestellung z.B. aus Unachtsamkeit nicht bearbeitet hat), steht Ihnen auch Schadenersatz zu.
Auch das Risiko, dass die Ware auf dem Transportweg verloren geht, liegt im Verbrauchergeschäft beim Händler. Wenn das Paket also beispielweise durch den Lieferanten verloren geht, muss der Kaufpreis nicht von Ihnen bezahlt werden. Ausgenommen natürlich, Sie organisieren den Transport selbst.

Die Möbel sind beschädigt oder wurden falsch geliefert

Bei beschädigter, falsch oder unvollständig gelieferter Ware haben Sie als Käufer aus Gewährleistungsgründen selbstverständlich das Recht den Artikel zu retournieren bzw. haben vorrangig den Anspruch auf eine erneute Lieferung. Bei geringfügigen Mängeln haben Sie lediglich ein Anrecht auf eine Preisminderung – natürlich können Sie dann auch vom Vertrag zurücktreten.

Grundsätzlich sollten Mängel gleich beim Lieferanten beanstandet werden, denn mit der Unterschrift bestätigt man, dass die Möbel vollständig und unbeschädigt übernommen wurden. Dies ist aber, ausgenommen von offensichtlichen Schäden an der Verpackung, in vielen Fällen unrealistisch, da man das Paket meist nicht sofort vollständig auspacken kann. Aus diesem Grund zeigen sich die meisten Händler kulant und nehmen die Ware ohne Probleme zurück. Wenn man nicht offensichtliche Mängel auf den ersten Blick übersieht, hat dies außerdem auch keine Auswirkung auf die gesetzlichen Gewährleistungsansprüche.

Online Möbel kaufen Lieferung
 
Oft verlangen die Anbieter eine Beschreibung sowie Fotos als Beweis für die mangelhafte Lieferung. Fotografieren Sie dabei auch die Schäden an der Verpackung bzw. packen Sie nach dem Erkennen des Schadens das Möbelstück nicht weiter aus.
Ob die Ware in diesem Fall von der Spedition des Möbelhauses wieder abgeholt wird, ob Sie sie selbst zurückschicken oder direkt in das Möbelhaus zurückbringen müssen, ist individuell geregelt, die Kosten für Austausch oder Reparatur im Rahmen der Gewährleistung muss im Verbrauchergeschäft aber jedenfalls der Händler übernehmen.

Achtung: Oft behalten sich die Online-Händler geringfügige Abweichungen in Farbe, Struktur oder Verarbeitung der Artikel vor. Wie genau „geringfügig“ definiert wird, ist dann Auslegungssache. Hier bleibt eine Rückgabe nur über das 14-tägige Rücktrittsrecht.

Wie muss ich die Ware zurückschicken?

Sowohl bei Rücktritt als auch bei mangelhafter Lieferung sollten Sie darauf achten, dass die Ware gut verpackt ist, damit sie ohne (weitere) Schäden wieder beim Händler ankommt. Ist dies nicht der Fall, kann er die Rückzahlung verweigern.

Hinweis: Ein Rücktritt darf wegen einer fehlender Originalverpackung nicht abgelehnt werden! Für eine reibungslose Rückabwicklung verwenden Sie nach Möglichkeit aber die Originalverpackung für den Rückversand.

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Tipps beim Online-Kauf

  • Lesen Sie die Rückgabe- und Reklamationsbedingungen in den AGBs vor der Bestellung sorgfältig durch und vermeiden Sie Käufe bei Händlern, wo diese Informationen nicht leicht zu finden oder gar lückenhaft sind. Bei Problemen ist eine Rücksendung wahrscheinlich mit viel Aufwand verbunden, vor allem dann, wenn keine Telefonnummer oder Kundendienst-E-Mail zu finden ist.
  • Infos über Komfort und Qualität des Möbelstücks liefern eventuelle Erfahrungsberichte.
  • Bei Problemen und Streitfällen mit Online-Händler können Sie sich an den Internet-Ombudsmann wenden.